Der Arbeitskreis „Laudato si“

Koffer.

Am schönsten ist ein Bild natürlich immer mit einer Bildunterschrift.

Schöpfungsverantwortung in weltweiter Solidarität erfordert eine Änderung unseres Lebensstils und bedarf gesellschaftlich-politischen Engagements. Das Bistum Hildesheim hat dazu drei Säulen – das Umweltmanagement „Grüner Hahn“, die „Klimaschutzinitiative“ und die „Allianz für die Schöpfung“ ins Leben gerufen.

Unsere Kirchengemeinde St. Marien ist am 17. September 2016 der „Allianz für die Schöpfung“ beigetreten. Als Zeichen dafür bekamen wir ein Apfelbäumchen geschenkt, das am 18. September nach der 10-Uhr-Messe eingepflanzt wurde.

Bereits im März 2016 gründete sich der Arbeitskreis „Laudato si“, zu dessen Projekten u.a. die Einführung des kirchlichen Umweltmanagementsystems „Grüner Hahn“ in unserer Gemeinde gehört.

eMail des AK „Laudato si“

Ihre Ideen und Anregungen rund um das Anliegen von „Laudato Si“ nehmen wir vom AK „Laudato Si“ gerne entgegen unter: umwelt(ät)kath-kirche-lueneburg.de.

Der Arbeitskreis Laudato Si – Rückblick 2015-2018

Im Juni 2015 hat Papst Franziskus seine zweite Enzyklika mit dem an den Hl. Franz von Assisi erinnernden Titel „Laudato Si“ und dem Untertitel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ veröffentlicht. Darin geht es dem Papst um Umwelt- und Klimaschutz sowie die Frage, was die Gesellschaft, die Kirchen, die Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gegen die Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie für mehr soziale Gerechtigkeit auf unserem Planeten tun können.

Diesem Aufruf des Papstes zum Handeln sind Anfang 2016 fünf Mitglieder unserer Gemeinde gefolgt und haben den Arbeitskreis Laudato Si ins Leben gerufen. Seither haben wir uns in monatlichem Abstand getroffen, über neue Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft gesprochen und verschiedene Aktivitäten gestartet, um im Sinn der Enzyklika Veränderungen und Verbesserungen zu erreichen.

So haben wir unter anderem zwei Baumpflanzaktionen durchgeführt, Lese- und Diskussionsabende zur Enzyklika des Papstes angeboten, Car-Sharing in Lüneburg vorgestellt und konsumkritische Stadtführungen organisiert. Wir haben Umweltleitlinien für St. Marien entwickelt, die im Mai 2018 vom Kirchenvorstand verabschiedet wurden. Im November 2017 wurde auf dem Kirchengrundstück der „Bethlehem Fair-Teiler“ als Abholstation für Lebensmittel eingeweiht, um so mitzuhelfen, dass weniger Lebensmittel im Müll landen. In jedem Jahr findet an einem Sonntag ein Schöpfungsgottesdienst statt, bei dem der Arbeitskreis von seiner Arbeit berichtet und zum Mitmachen aufruft. Aktuell sind wir dabei, in St. Marien ein Umweltmanagement-System mit dem Namen „Grüner Hahn“ zu implementieren, um Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu reduzieren, den Einkauf der Gemeinde umweltfreundlicher zu gestalten und das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit verschiedenen Angeboten voranzubringen.

Inzwischen sind wir als Kernteam auf sieben Personen angewachsen und wir freuen uns immer wieder über die positive Resonanz, die unsere Arbeit in der Kirchengemeinde findet. Der neue Umweltbeauftragte des Bistums Hildesheim hat bei seinem Besuch in Lüneburg im Spätsommer 2018 festgestellt, dass wir „die umweltaktivste Gemeinde“ im Bistum sind. Das freut uns und wir hoffen, dass Sie als Gemeinde unseren Aktivitäten und damit auch den Laudato-Si-Anliegen des Papstes weiterhin positiv gegenüberstehen und uns unterstützen. […]

Christof Ungerath

Dieser Text stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 3/2018, S. 5.