Unser Team

Unsere haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter/innen sind gerne für sie da, sprechen Sie sie an …

Dechant Carsten Menges, Pfarrer von St. Marien, Lüneburg, und von St. Maria Königin, Bleckede

Leitender Pfarrer

Dechant Carsten Menges

Pfarrhaus St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 912

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Leitender Pfarrer, Erstellen des Messplans, Gottesdienste und Kasualien, Begleitung der Erstkommunionvorbereitung in St. Marien und Bleckede, Begleitung der Senioren in Bleckede, Leiter der Verwaltung, Schulgottesdienste (z.B. für die 3. und 4. Klassen der St.-Ursula-Schule), Kolping-Präses, Leitung und Koordination, führt monatlich Jourfix-Gespräche mit den Mitgliedern des Pastoralteams, Kontakte zu den Kommunen und in der Ökumene, darüber hinaus Dechant, Mitglied im Priesterrat, in der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte Deutschlands, im Kirchensteuerrat, in der Ökumene-Kommission des Bistums.

Silbernes Priesterjubiläum von Pfarrer Menges (2019)

Lieber Pfarrer Menges,
Sie feiern am 28. Mai Ihr 25-jähriges Priesterjubiläum. Wir haben da ein paar Fragen an Sie:

Warum sind Sie Pfarrer geworden?
Mein absolutes Vorbild war als Jugendlicher unser Pastor in Adendorf, Dietmar Kortkamp. So wie er auf die Gemeinde zugegangen ist und Menschen angesprochen hat: Das wollte ich auch machen. Dabei war für mich zunächst überhaupt nicht klar, was alles dazu gehören würde, Priester, geschweige denn Pfarrer zu sein. Das kam erst viel später. Aber eigentlich stand für mich schon im Alter von 14 Jahren fest: Ich will Priester werden.

Welche Eigenschaften sollte ein Pfarrer Ihrer Meinung nach haben?
Ich glaube, die wichtigste Voraussetzung ist eine ganz lebendige Beziehung zu Gott und insbesondere eine tiefe Freundschaft zu Jesus Christus. Ohne diese Liebe und dieses Grundvertrauen geht es nicht. Dann sollte jeder Priester eine große Liebe zu den Menschen haben, um auf sie zugehen zu können. Was nützt es, fromme Gottesdienste zu feiern, wenn ich die Mitfeiernden nicht im Blick habe? Wenn ich nicht authentisch feiere? Wenn ich im Umgang mit Menschen nicht wenigstens versuche, etwas von der Liebe spürbar werden zu lassen, die Gott zu uns hat?
Um dann auch Pfarrer, also Leiter einer Pfarrei zu sein, braucht es darüber hinaus sicher auch die Fähigkeit zu leiten, zu organisieren und auch ein gesundes Maß an Pragmatismus.

Wie hat Sie der Dienst als Pfarrer geprägt?
Als Kind und Jugendlicher war ich ein Sicherheitsfanatiker. Ich mochte es überhaupt nicht, unvorbereitet in neue Situationen geworfen zu werden, in denen ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Außerdem war ich in der Schule immer sehr schüchtern und still (mündlich hatte ich meistens eine 4-). Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen …
Schlimm war es deshalb für mich, nach dem Abitur direkt ins Studium nach Münster zu gehen, weg von Mama … Aber Gott hat mir von Anfang an den Weg gezeigt, mir immer wieder geholfen, wenn ich nicht weiter wusste. So ist ein großes Grundvertrauen entstanden, dass nicht ich diesen Weg bestimme, sondern dass Gott mich führt und begleitet. Und so war und ist für mich klar: Ich muss keine Pläne für die Zukunft machen. Gott wird mir schon zeigen, wo es langgeht. Für das Priesterjubiläum habe ich mir deshalb aus der Heiligen Schrift die Zusage Jesu gewählt: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
Geprägt hat mich aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, insbesondere im Rahmen der Ministrantenarbeit.

Welche Meilensteine gab es in Ihrem Leben als Pfarrer?
Ich erinnere mich noch gut, wie ich vom Bischof nach der Priesterweihe gesagt bekam: „Sie gehen als Kaplan nach Wolfsburg.“ Oh Schreck, so eine hässliche Stadt! Ich bin wahrlich nicht gern gegangen. Aber die drei Jahre dort haben mich so viele liebe Menschen kennenlernen lassen, dass ich am Ende kaum mehr gehen wollte. Es folgte eine Kaplanstelle in Salzgitter-Bad. Als ich 2000 Pfarrer auf dem Wohldenberg wurde, war das für meine Eltern ein „Nach-Hause-kommen“. Dort hatten sie sich in den 60er-Jahren kennengelernt. Und es war ein Wiedersehen mit vielen Gesichtern. Im Jugendhaus auf dem Wohldenberg Hausgeistlicher zu sein, dann Seelsorger für die Ministranten im Bistum und schließlich der jüngste Dechant im Bistum zu werden, waren für mich schon besondere Erfahrungen. Und schließlich die besonderen Umstände meiner Versetzung „nach Hause“, nach Lüneburg.

An welche besonderen Erlebnisse können Sie sich erinnern?
Da gibt es so viele. Etliche Erinnerungen sind mit Jugendfreizeiten verbunden, mit so manchem Blödsinn, den wir gemeinsam gemacht haben. Auch im Studium gab es manche Situationen, in denen ich dachte „das schaffst du nie …“ und dann hat sich die Situation ganz leicht gelöst. Da wusste ich: Hier möchte jemand, dass ich den Weg weitergehe.
Eine sehr schmerzliche Erinnerung habe ich daran, als einmal ein Kind bei der Erstbeichte erzählt hat, dass es missbraucht wurde und ich war damals damit völlig überfordert und habe sicher nicht ausreichend reagiert. Das geht mir heute noch nach und hat mich immer motiviert, die Präventionsbemühungen nach Kräften zu unterstützen.
Der wohl schwerste Moment war am Tag vor meiner geplanten Abreise zum Weltjugendtag nach Köln 2005. Wir hatten in der Gemeinde Gäste aus Irland, haben ein frohes Gemeindefest mit ihnen gefeiert. Meine Mutter war zu Besuch, um während meiner Abwesenheit auf Haus und Hund aufzupassen. Als ich nach Hause kam, hatte sie schon alles gebügelt und ihre letzten Worte waren: „Ich habe alles für dich fertig.“ Kurz darauf fiel sie mir plötzlich tot vor die Füße. Während der Notarzt versuchte sie wiederzubeleben, stand ich vor dem Pfarrhaus, schaute auf das große Kreuz der Kirche und habe gesagt: „Chef, das kannst Du mit mir jetzt echt nicht machen …“ Wochenlang fiel es mir unendlich schwer, im Vater-unser das „dein Wille geschehe“ zu beten.
Und schließlich die Umstände meiner Versetzung nach Lüneburg: Eigentlich durfte ich nur in meine Heimat kommen, um mich um meinen kranken Vater zu kümmern. Aber auch er starb drei Monate vor meinem Umzug. Das ist letztlich der Grund, warum ich hier bin – und ich bin es trotz allem immer noch gern!

Gibt es Unterschiede zwischen dem Pfarrersein 1994 und heute?
Da gibt es sicher viele Dinge. Ich denke z.B. an meinen ersten „Chef“ als Pfarrer. Er hat eigentlich nie etwas Persönliches von sich erzählt. Das machte man in seiner Generation offenbar nicht. Mir war es immer wichtig, besonders die jungen Menschen daran teilhaben zu lassen, warum ich Priester geworden bin und was mich grad persönlich bewegt.
Verändert hat sich natürlich der Gottesdienstbesuch. Noch vor 11 Jahren, als ich nach Lüneburg kam, waren in St. Marien sonntags immer viele Familien in der stets gefüllten Kirche. Heute kommen Familien oft nur noch in die Kirche, wenn etwas Besonderes los ist. Das vermisse ich schon und freue mich insbesondere über alle Familien mit Kindern, die sonntags da sind.
Besonders das Pfarrersein hat sich völlig verändert. Hatte ein Pfarrer damals in der Regel nur eine Gemeinde zu betreuen, sind es heute viele Orte und mehrere Pfarreien. Das macht deutlich, dass es nicht mehr geht wie damals.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für den Pfarrer der Zukunft?
Insbesondere für mich als leitender Pfarrer stellt sich die Frage: Wie bekomme ich den Spagat zwischen dem Leiter der Verwaltung, der ich ja auch bin, und dem Seelsorger hin? Ich verbringe heute so viel Zeit mit Organisation wie früher nie. Sehr geholfen haben mir dabei die neuen Lokalen Leitungsteams. Sie sind für mich verlässliche Augen und Ohren in die Kirchorte. Ich habe jetzt viel mehr als früher das gute Gefühl, in den Kirchorten vernetzt zu sein, auch wenn ich längst nicht alle Menschen kenne und den Kirchgängern auch nicht mehr so oft und selbstverständlich begegne wie früher.
Lernen musste ich dafür manches. Früher habe ich Dinge immer lieber selbst gemacht, bevor ich fünf Leute gefragt habe, ob sie es tun. Dann wusste ich, es würde so, wie ich es haben möchte.
Ich habe gelernt, dass ich nicht (mehr) alles selbst machen kann – und es auch nicht muss. Dafür gibt es viele gute Menschen, die für bestimmte Dingen viel bessere Fähigkeiten haben als ich. Und auch wenn nicht immer alles so wird, wie ich es vielleicht gemacht hätte: Es wird trotzdem gut. Ich bin mit meiner Meinung nicht das Maß aller Dinge.
Als Pfarrer bin ich immer auch Moderator – der Gemeinde und der Mitarbeitenden. Ich bin sehr froh, dass mir unser Personalchef vor zwei Jahren einen monatlichen „Jour fixe“ mit jedem/jeder Mitarbeitenden aufs Auge gedrückt hat. Das hat sehr zu einer guten Kommunikation beigetragen und sicher hat auch die Stimmung im Team davon profitiert.
Eine Herausforderung wird vermutlich der Dickkopf bleiben, den ich von meinem Papa geerbt habe, wie man sagt. Aber gemeinsam bekommen wir den schon immer wieder zurecht gerückt. ;-)

Wir bedanken uns für das Interview, gratulieren ganz herzlich zum silbernen Priesterjubiläum und wünschen Gottes Segen für den weiteren Dienst.

Die Fragen stellte per E-Mail
Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2019/1, S. 16-17.)

Herr Gregor Olszak, Pfarrvikar von St. Marien, Lüneburg

Pfarrvikar

Pastor Gregor Olszak

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04134 / 90 750 95

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Gottesdienste und Kasualien, erster Ansprechpartner für Krankenbesuche und Krankensalbungen, Begleitung der Erstkommunionvorbereitung in Christ-König, St. Stephanus und St. Godehard, Koordination der Trauungsanfragen, Seelsorge und Gottesdienste für die Katholiken polnischer Sprache.

Pastor Gregor Olszak (Artikel von 2021)

Pastor Gregor Olszak ist seit 15. Januar 2021 Pastor in unserer Gemeinde. Die SdE-Redaktion hat ihn zu seinem Dienstbeginn hier in Lüneburg interviewt.

Wo haben Sie bisher gearbeitet?
In meinem 25-jährigen Dienst als katholischer Priester habe ich in sechs Gemeinden gearbeitet. Drei davon waren in Polen in meinem Heimatbistum Tarnów in Südpolen. Es waren schöne Jahre, in denen ich viel mit den Menschen gearbeitet und für die Menschen gebetet habe. Es waren unvergessliche Ereignisse und Glaubensfeste, z.B. die Fahrten mit den Jugendlichen zu den Weltjugendtagen. 2004 kam ich nach Deutschland, nach Hildesheim. Und die nächsten drei Gemeinden, in denen ich tätig war, waren in diesem Bistum. In St. Adalbert in Hannover-Herrenhausen habe ich gewohnt und die deutsche Sprache gelernt. Dann war ich drei Jahre als Kaplan in der St.-Marien-Gemeinde in Alfeld/Leine tätig. Und die nächste Gemeinde war die Pfarrei Maria Hilfe der Christen in Schöningen, wo ich als Pfarrer 12 Jahre gearbeitet habe.

Warum sind Sie Priester geworden?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach zu geben. Es ist ein Geheimnis, das sich zwischen Gott und dem Menschen abspielt. Gott begleitet jeden von uns, der sein Herz für sein Wirken öffnen und seine leise Stimme hören möchte. Einige von uns ruft oder beruft ER zu besonderen Aufgaben. Aber diese Berufung hat oft ihr starkes Fundament in der Familie. Meine Eltern haben viel gebetet und beten viel bis heute. Jeden Sonntag sind wir mit der ganzen Familie zur Heiligen Messe in die Kirche gegangen. Als ich 12 Jahre alt war, habe ich mich entschieden, Messdiener zu werden. Das hat mir viel Freude gebracht. Dann habe ich als Lektor die Lesungen und Fürbitten bei den Gottesdiensten vorgetragen. Als ich Kind und Jugendlicher war, hat unsere Familie in einem Ferienhaus gewohnt, das unserer Oma gehörte. Im Sommer hatten wir viele Gäste, aber außerhalb der Saison standen viele Zimmer leer. Und die Oma hat ein Zimmer davon für den Religionsunterricht zur Verfügung gestellt. In der Schule durfte der Pfarrer keinen Religionsunterricht geben. Deswegen ist der Pfarrer oft bei uns zuhause gewesen. Ich konnte viele Fragen stellen und das priesterliche Leben kennenlernen. Ich bin auch gerne mit Freunden von Tarnów nach Tschenstochau – ein berühmter Marien-Wallfahrtsort in Polen – zu Fuß gepilgert (250 Km). Das machte uns eine riesige Freude und gab uns eine tiefe Glaubenserfahrung, die bis heute bleibt.
Mein Vater gehörte zu der Theatergruppe in der Gemeinde und hat gerne die Aufführungen vorbereitet und durchgeführt. Meine Mutter hat die Caritasarbeit als Ehrenamtliche ausgeübt. Das alles hat eine gute Atmosphäre des Glaubenslebens zuhause geschaffen. Gott gehörte einfach zu unserem Alltag. Mit IHM haben wir auch bei den verschiedenen Entscheidungen gerechnet. ER war und ist wichtig für die Familie. In diesem Klima hat ER mich berufen. Und ich habe es nicht verdient, aber bin IHM dankbar bis heute.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Die Freizeit ist ein Gottesgeschenk. Ich nutze sie, um meine Gesundheit zu stärken. Deswegen fahre ich gerne Fahrrad. Ich lese auch Bücher, höre Musik und mache gerne Fotos.
Ich lerne auch neue Sachen kennen, um zu wissen was die heutigen Menschen prägt und formt. Das hilft bei der pastoralen Arbeit.

Worauf freuen Sie sich in Lüneburg? Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit?
Lüneburg muss ich zuerst kennenlernen. Ich freue mich auf die Arbeit in einem Team. Nach 12 Jahren Arbeit als Einzelkämpfer ist es gut zu sehen, wie die Teamarbeit funktioniert. Durch Treffen und Gespräche kann man viel Neues lernen und auch eine andere Perspektive gewinnen. Das wird meinen Alltag bereichern.

Haben Sie eine Ermutigung für uns in diesen etwas anstrengenden Corona-Zeiten?
Ich kann nur eine Bibelstelle zitieren. Es sind die Worte aus dem Buch Jesaja, wo Gott selbst zu seinem Volk Israel spricht und es ermutigt:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir;
hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
Ich habe dich stark gemacht, ja ich habe dir geholfen
und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten.“ (Jes 41,10)

Die Fragen stellte per E-Mail Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/1, S. 19.)

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden, Subsidiar an St. Marien

Subsidiar

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 90

E-Mail

Danke für unsern Pfarrer Stephan van der Heyden

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden konnte am 19. Januar 2024 sein Goldenes Priesterjubiläum begehen. Den größten Teil dieser Zeit hat er in der Seelsorge der Bundeswehr und der Bundespolizei Dienst getan. Seit vielen Jahren wirkt er nun als Subsidiar in unserer Pfarrei. Beim Festgottesdienst mit der Gemeinde haben Christiane und Bernhard Sieland diese Laudatio gehalten.

Am 19. Januar 1974 hat er sein ADSUM gesprochen: Hier bin ich! Rede, Herr, dein Diener hört, und zugleich auch sein FIAT: Mir geschehe, wie du es willst.
Er ist seiner Berufung 50 Jahre lang gefolgt und hat viele Kranke, Sterbende und Trauernde sowie seelisch bedrückte Menschen seelsorglich begleitet. Er hatte gewiss nicht immer den Erfolg, den er wollte oder den sich die Menschen erhofften. So manches musste er deshalb Gott auch im Gebet zurückgeben.
50 mal 365 Tage und Nächte hat er – wie jeder von uns – Höhen und Tiefen erlebt, hat Gottes Nähe mal deutlich gespürt und mal kurz oder lange schmerzlich vermisst. Es waren nicht nur Ruheplätze am Wasser, sondern auch Durststrecken im tiefen Tal wie in jedem Menschenleben. So manch einer verliert dabei seinen Glauben.
Die Sakramente der Priesterweihe und der Ehe wurden einmal als heiliges Experiment unter der Gnade und verzeihenden Liebe Gottes bezeichnet. Stephan van der Heyden hat in diesem Experiment 50 Jahre versucht, sein Bestes zu geben. Und Gott hat ihm menschliche Engel an den Weg gestellt, damit er seinen Kurs halten konnte.

Für einen Priester sind drei Verbindungen wichtig: Seine Beziehung zu Gott, die zu den Menschen und die zur Kirche. In allen drei Bereichen hat er Höhen und Tiefen erlebt und ausgehalten.

Die Beziehung zu Gott ist für einen Priester wohl die Nabelschnur. Glauben heißt ja nach Karl Rahner: die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten. Eins seiner Lieblingslieder heißt: „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr, fremd wie dein Name sind mir deine Wege.“ Er hat auch die Fremdheit Gottes ausgehalten. Deshalb konnte er Menschen in tiefer Not, die sich an ihn wandten, authentisch beistehen.
Er hat sich aber auch von Gottes Willen, wie er ihn im Gebet erfahren hatte in die Pflicht nehmen lassen und ist aufgetreten mit klaren Worten, ohne Rücksicht auf die eigene Beliebtheit. Aus seiner Gottesbeziehung sind Gebete, Segensformulierungen und Predigten entstanden, die nur einen Teil der Gemeinde inspiriert haben. Das ist immer so: unsere verschiedenen Priesterpersönlichkeiten erreichen immer nur einen Teil der Gemeinde, während bei anderen die Distanz wächst.

Seine Beziehung zur Gemeinde: Hier hat er seinen inneren Auftrag mit seiner ganz besonderen Handschrift verwirklicht. Durch viele selbstformulierte Einleitungen zu den Sonntagslesungen, durch seine Predigten und besonders durch seine selbst formulierten Messgebete. Er hatte den Mut und die Fähigkeit, seinen Glauben in eigenen Gebeten in die Messe einzubringen, mit Bezug zu seinen Predigten und zum Weltgeschehen. Das kann nicht jeder Priester und das soll auch nicht jeder tun! Aber so konnten wir durch seine Gebete an seiner Gottesbeziehung teilhaben. Seine Gebete in der Messe und die vielen sorgfältig ausgewählten Segenstexte sind sein ganz besonderes Geschenk für unsere Gemeinde. Aber das hat nicht allen gefallen. Es war für manche Inspiration und für andere ein Ärgernis. Denn er hat nicht nur getan, was erlaubt ist, sondern ist an die Grenze gegangen.

Seine Beziehung zur katholischen Kirche: Er hat versucht, mit Gottes Augen auf unsere Kirche zu schauen und hat deshalb unter vielen Realitäten unserer Kirche gelitten, schon bevor die furchtbare Missbrauchskatastrophe bekannt wurde. Er hat in vielen Predigten über deren Zustand seinen Schmerz ausgedrückt. Aber während viele Gläubige unserer Kirche den Rücken gekehrt haben, ist er seiner „Firma“, wie er sie manchmal nannte, treu geblieben.
In unserer Gemeinde gibt es auch Mitglieder, denen der heilige Auftrag der Kirche wichtiger ist als ihre Alltagsgestalt. Sie fühlten sich durch seine Kritik provoziert und haben sich wiederholt in Hildesheim über ihn beschwert. Wie gut, dass er trotz solcher Kritik von unten und oben seiner Berufung in unserer Kirche treu geblieben ist. Nur deshalb durften wir ihn hier erleben.

Unser Gott liebt offenbar die Vielfalt unter seinen Priesterpersönlichkeiten und innerhalb unserer Gemeindemitglieder. Könnte es sein, dass sowohl die hauptberuflichen wie die „freiberuflichen“ Mitglieder unserer Gemeinde einen deutlichen Nachholbedarf an Respekt vor dieser Vielfalt haben? Jeder von uns sollte für die Mitmenschen danken, die unseren Glauben besonders inspirieren, und sich über jene freuen, die für die anderen besonders hilfreich sind.

Danken wir Gott für den Priester Stefan van der Heyden. Beten wir für ihn und uns, dass wir seinen priesterlichen Dienst noch einige Zeit erleben dürfen.

Christine und Bernhard Sieland

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“, 2024/1, S. 19.)

Verabschiedung von Pfarrer van der Heyden in den Ruhestand (2016)

Am 4. September 2016 wurde Stephan van der Heyden in der St.-Marien-Kirche feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Die Messe wurde vom Kirchenchor und vom Basileia-Chor gemeinsam begleitet.

Viele Gemeindemitglieder schätzen Pfarrer van der Heydens klare und oftmals kritischen Predigten, die immer noch über die Messfeier hinaus nachwirken.

Im Gemeindehaus gab es nach dem Abschiedsgottesdienst einen Sektempfang mit Gesang und Grußworten, unter anderem gesprochen von Pfarrer van der Heydens ältestem Bruder. In seiner unterhaltsamen und sympathisch manchmal nach dem deutschen Ausdruck suchenden Art, erzählte der als einziger in Holland lebende Bruder von Pfarrer van der Heydens Werdegang und dessen Berufung zum Priester.

Der Gemeinde gelang mit Unterstützung der beiden Chöre eine Darbietung der besonderen Art: In Anlehnung an die Pfingstbotschaft „Die Jünger wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen“ entstand ein Quodlibet aus sechs verschiedenen traditionellen Kanons, die gleichzeitig gesungen wurden.

Pfarrer van der Heyden wird uns fehlen und wir freuen uns schon auf den einen oder anderen Vertretungsgottesdienst!

Dagmar Bergen

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2016/3, S. 19.)

Pfarrer i.R. Dirk Sachse, Subsidiar an St. Marien

Pastor im Ruhestand

Dirk Sachse

Kontakt über: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 99 37 009

E-Mail

Ein neues Gesicht in Lüneburg (Artikel von 2019)

Ob die Lüneburger wissen, dass ihre Stadt eine der schönsten in Niedersachsen ist? Ich glaube, ja! Das ist einer der Gründe, warum ich bald hier wohnen werde. Schon in den achtziger Jahren, als ich noch in Hamburg lebte, besuchte ich Lüneburg und war angetan von dieser Stadt. Und später, so um 2010, fragte mich der Pfarrer Carsten Menges im Gespräch über Rente, Wohnort und Alter: „Willst Du nicht zu uns nach Lüneburg kommen?“ Ich wollte und will gerne.

Einige von Ihnen haben mich ja schon gesehen in der Messfeier zum silbernen Priesterjubiläum des Pfarrers vor kurzer Zeit. Ich heiße Dirk Sachse, bin 67 Jahre alt und war schon in Ihrer Nachbarschaft im Wendland für einige Jahre Pfarrer. Gebürtig bin ich aus Ostfriesland, aus der Stadt Leer, habe nach der Schule in Hamburg evangelische Theologie studiert, weil ich damals noch evangelisch war. In Hamburg war ich 13 Jahre lang Pastor.
Neben der Gemeindearbeit war die Ökumene mein Steckenpferd. Es gab eine gute Zusammenarbeit zwischen Baptisten, Katholiken und Lutheranern.

Durch meine Beziehungen zur anglikanischen Kirche in England wollte ich dorthin wechseln. Ja, mir gefielen die wunderschönen englischen Hymnen und die feierlichen und fröhlichen Gottesdienste der Anglikaner. Aber um ein guter Engländer zu werden, muss man sich in Sprache, Kultur und Lebensart dort eingewöhnen. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits 41 Jahre alt und hätte wenigstens 8-10 Jahre gebraucht, um auch das zu verstehen, was die Engländer zwischen den Zeilen sagen. Ich entschied mich anders.

Der Ruf, dem ich folgte, führte mich zu den Benediktinern der Abtei Niederalteich/Donau und dort wurde ich katholisch. Nun ging es schnell: Nach der Vermittlung des Abtes Emmanuel Jungclaussen lernte ich Bischof Josef Homeyer kennen. Die Chemie zwischen ihm und mir stimmte auf Anhieb und er schickte mich zum kurzen Studium bei den Jesuiten nach Frankfurt am Main. Dann wurde ich Diakon in Königslutter/Elm, 1995 zum Priester geweiht mit vier anderen Kandidaten und Kaplan in Wunstorf. Bereits 1998 wurde ich Pfarrer in Osterode am Harz, wechselte 2005 nach Lüchow-Dannenberg und gehörte zum Dekanat Lüneburg. 2012 kam Weihbischof Bongartz überraschend zu mir mit der Bitte, nach Salzgitter-Lebenstedt zu gehen. Dort war mein Vorgänger wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ich habe diese Herausforderung angenommen und bin sieben Jahre dort gewesen. Und es war eine gute, wenn auch nicht ganz leichte Zeit!

Durch Krankheit bedingt bat ich um Entpflichtung von der Pfarrstelle in Salzgitter. Das wurde gewährt und jetzt komme ich zu Ihnen und kann als Ruheständler noch ein wenig helfen und zur Seite stehen. Und ich freue mich schon darauf!

Dirk Sachse

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2019/2, S. 16.)

Herr Martin Karras, Seelsorger unter anderem im Hospiz St. Marianus, Bardowick

Pastor

Pastor Martin Karras

Hospiz – und Klinikseelsorger im Dekanat Lüneburg

Am Stadtfeld 8

21447 Handorf

Tel.: 04133 / 41 80 136

E-Mail

Zwischenstand / Ausblick (7. Juli 2024)

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

kennen sie mich noch?
Ich hoffe es doch sehr! Ja, es gibt mich noch. Oder vielleicht sollte man fast eher sagen: es gibt mich wieder. Es ist nun schon einige Monate her, dass ich aus Krankheitsgründen nicht mehr in der Gemeinde in Aktion getreten bin. Wie ja wahrscheinlich die meisten von ihnen wissen, bin ich im November 2023 zum zweiten Mal nach 2015 an Krebs erkrankt.

Bis in den April hinein habe ich mich dann einer sehr intensiven Krebstherapie im UKE in Hamburg unterzogen. Kaum war ich nach Ostern aus dem Krankenhaus wieder zuhause, hatte ich einen häuslichen Unfall und habe mir dabei das Handgelenk gebrochen. Das ist inzwischen zwei Monate her. Bei beiden Erkrankungen geht es bergauf, aber nur sehr langsam. Wann und in welchem Umfang ich wieder regelmäßig in unseren Gemeinden tätig sein kann, weiß ich noch nicht. Im August will ich ausprobieren, was wieder möglich ist. Deshalb möchte ich in Absprache mit Dechant Menges ab 1. August wieder die heilige Messe am Donnerstag um 9.00 Uhr im Hospiz St. Marianus in Bardowick feiern. Ich würde mich freuen, wenn unsere kleine Gottesdienstgemeinde sich dort wieder versammeln könnte.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich an dieser Stelle noch allen sagen, die mir zu meinem 30-jährigen Priesterweihejubiläum gratuliert, den schönen Gottesdienst gemeinsam mit Dechant Menges gestaltet, für und mit uns gefeiert und mir die wunderschönen Geschenke überreicht haben.

Mir hat es in meiner Situation sehr gutgetan, eine fröhliche und lebendige Gemeinde zu erleben.
Vielen Dank dafür.

In betender Verbundenheit
Ihr Martin Karras, Pastor

(Dieser Text stammt aus unserem Wochenblatt vom 7. Juli 2024.)

Pastor Martin Karras (Artikel von 2021)

Mein Name ist Martin Karras. Ich bin am 17. März 1967 in Salzgitter-Gebhardshagen geboren und dort auch aufgewachsen. Nach dem Abitur 1986 ging ich zum Theologiestudium zunächst nach Frankfurt St. Georgen und 1988 dann nach Münster. 1994 wurde ich mit elf Mitbrüdern, u.a. Dechant Menges, zum Priester geweiht. Danach folgten Kaplanstellen für je drei Jahre in Duderstadt, St. Cyriakus, und Braunschweig, St. Aegidien.

Im Jahr 2000 wurde ich Pfarrer in St. Maria Geburt in Gerblingerode und Bezirksjugendseelsorger im Untereichsfeld. Nach kurzen drei Jahren wechselte ich dann nach Bilshausen, St. Kosmas und Damian, und Katlenburg-Lindau, St. Peter und Paul.
2006 ging es weit in den Süden. Für sechs Jahre ließ ich mich freistellen als Pfarrer in Garmisch, St. Martin. Dort waren diverse Renovierungsarbeiten in den Kirchen und Gemeindegebäuden und die Seelsorge bei der Ski-WM 2011 ein Schwerpunkt meiner Arbeit. 2012 kehrte ich dann ins Bistum Hildesheim zurück und wurde Pfarrer in St. Nikolaus, Burgdorf, mit den Kirchorten Uetze und Hänigsen.

In der Zwischenzeit hat mir meine Gesundheit einige Streiche gespielt. 2015 erkrankte ich an Krebs, 2017 bekam ich ein neues Kniegelenk und 2018 folgte eine Magen-OP. All dies führte dazu, dass ich Bischof Heiner um einen Wechsel mit Auszeit bat. So gab ich zum 31. August 2020 die Pfarrstelle auf und zog nach Lüneburg.

Geplant war in den folgenden sechs Monaten bis Ende Februar 2021 eine Rundreise mit einem Freund in einem Wohnwagen durch Europa, um Hospiz- und Klinikseelsorge theoretisch und praktisch kennenzulernen, Exerzitien, Fortbildung und körperliche und seelische Erholung. Corona machte leider das meiste davon unmöglich. So musste ich meine Reise Ende Oktober in München abbrechen.
Zum Glück konnte ich im Oktober noch ein Praktikum in einem Hospiz in München machen.

Nun bin ich seit einigen Wochen in meinem neuen Zuhause hier in Lüneburg mit meinen beiden Katern Watson und Murphy, lebe mich ein, so gut es geht, und schaue jetzt mit Dechant Menges und den Verantwortlichen, wie mein Dienst hier im Dekanat Lüneburg zukünftig aussehen kann.
Auf jeden Fall werde ich in den Hospizen St. Marianus 1 und 2 in Bardowick die Bewohner, Mitarbeiter und Angehörigen sowie in der Diana-Klinik und im Herz-Gefäß-Zentrum in Bad Bevensen die Patienten, Mitarbeiter und Angehörigen seelsorglich betreuen.
Ansonsten werde ich auf Dekanatsebene helfen, soweit das mir möglich und gewünscht ist.
Ich bin also in erster Linie dem Dekanat zugeordnet und nicht der Pfarrgemeinde St. Marien.

Ich freue mich sehr darauf, die Verantwortung nicht mehr in vorderster Position tragen zu müssen. Deswegen bin ich auch nicht mehr Pfarrer, sondern Pastor.
Mein Bemühen ist es, für die Menschen, die mich hier brauchen, ein guter Pastor, also Hirte, zu sein, und allen, die hier Kirche gestalten und sich für die Menschen einsetzen, ein guter Mitbruder und Mitstreiter im Dienst an den Menschen zu sein.

Es grüßt Sie alle herzlich
Ihr Pastor Martin Karras

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/1, S. 20.)

Herr Martin Blankenburg, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon

Martin Blankenburg

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 913

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Angebote für Familien mit Kindern, Begleitung der Ministrantenausbildung und des M-Teams, Leitung des Young-Power-Kurses, Schulgottesdienste (z.B. der 2. Klassen der St.-Ursula-Schule), Glaubens- und Katechumenatskurse, Begleitung des AK Laudato si, innovative Gottesdienstformen, Exerzitien-Angebote, geistliche Begleitung, Koordination der Taufen, Ansprechpartner für Konversionen und Wiederaufnahmen, Ausbildung von Wort-Gottes-Feier-Leitern und Beerdigungsleitern, Ansprechpartner für die Katholiken spanischer und französischer Muttersprache, Kontakte nach St. Bonifatius, darüber hinaus Mitglied im Diakonenrat und im Priesterrat.

Herr Stanislaw Oblocki, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon (im Zivilberuf)

Stanislaw Oblocki

Telefonisch erreichbar über das Pfarrbüro St. Marien: 04131 / 60 30 90

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Koordination der Krankenkommunionen und Begleitung des Krankenkommunion-Kreises, Gottesdienste in Seniorenheimen, polnischer Bibelkreis, Ansprechpartner für die Katholiken polnischer Muttersprache.

Diakon (im Zivilberuf)

Mario Puliafito

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 0174 / 66 18 319

E-Mail

Bäcker und Diakon (Artikel von 2021)

Mario Puliafito ist Bäcker, er befindet sich aber auch in der Ausbildung zum Diakon. Die Redaktion von „Salz der Erde“ hat ihm ein paar Fragen gestellt.

Was fällt Dir zum Thema Brot ein?
In meiner Kindheit haben meine Eltern mit meinem Bruder und mir viel Land bewirtschaftet. Wir haben Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte und Oliven angebaut und haben sie auf den Wochenmärkten verkauft.
In dieser Zeit ist mir bewusst geworden, wie wichtig die Arbeit von uns Menschen ist und wie letztendlich gute Ernten nie selbstverständlich sind. Brot gehörte in meinem Elternhaus, wie auch jetzt in meinem Haus und wo ich zum Essen eingeladen bin, in die Mitte des gedeckten Tisches. Es ist nicht wie die anderen Gerichte, es ist nie da, um einen guten Eindruck zu machen: „Es ist einfach da“. Für mich ist es ein sehr wichtiges „Grund“-Nahrungsmittel.

Im „Vaterunser“ steht die Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Was verbindest Du damit?
Die Worte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser erinnern mich, dass viele Menschen oft nicht genug zu essen auf dem Tisch haben. Diese Worte verbinde ich auch direkt mit der Feier der Eucharistie, an Christus, der mir Leben und Liebe schenkt, der „Grund“-nahrung für mich ist. Sie erinnern mich, dass Brot auch für alles, was dem Menschen notwendig ist, steht. Sie erinnern mich, dass ich nicht alleine bin, dass es ein „uns“ bzw, „wir“ gibt und nicht nur ein „ich“.

Nun noch kurz zu Dir und Deiner Ausbildung zum Diakon: Warum machst Du diese Ausbildung? Wann ist Deine Weihe?
Seit meiner Ankunft in Lüneburg ist mir immer deutlicher geworden, dass Gott für mich da ist und dass er mich ganz persönlich „ruft“. Ich will diesen Ruf wahrnehmen und habe mich auf den Weg gemacht. Ich will dort sein, wo es nötig ist und wo auch immer es sein mag, die Not erkennen und handeln. Jetzt bin ich in der Ausbildung zum katholischen Diakon im Zivilberuf in Hildesheim; diese findet nächstes Jahr ihren Abschluss.

Die Fragen stellte per E-Mail Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/3, S. 4.)

Herr Peter Laschinski, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon (im Zivilberuf / Ruhestand)

Peter Laschinski

Telefon: 04131 / 180 500

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Seelsorge im Hospiz St. Marianus, Ansprechpartner für die Ökumene in Adendorf.

Herr Christof Zelaß, pastoraler Mitarbeiter in der Gemeinde St. Marien.

Pastoraler Mitarbeiter

Christof Zelaß

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 910

E-Mail

Ein Jahr St. Marien (2023)

Liebe Gemeinde,

vor genau einem Jahr habe ich meinen Dienst in der Pfarrgemeinde als pastoraler Mitarbeiter begonnen. Eine Berufsbezeichnung, die bei Menschen, die mich nicht kennen, häufig zur Frage führt: Und, was machst Du so? Um diese Frage zu beantworten, hilft mir ein Blick zurück auf das letzte Jahr.
Nach 20 Jahren Tätigkeit in der Sozialpsychiatrie begann der Dienst für mich zunächst mit völlig neuen beruflichen Erfahrungen. Ich lernte das Team von St. Marien kennen, wurde dort freundlich aufgenommen und hatte viele tolle Begegnungen an den verschiedenen Kirchorten. Schon bald wurde es dann konkret. Um einige Stichworte zu nennen: Erstkommunionvorbereitung, Kennenlernen der lokalen Leitungsteams, Bibellesegruppe zum Matthäus-Evangelium, die Sternsingeraktion und auch die seelsorgliche Begleitung Einzelner.
Zum Jahresende kam dann die Organisation des Mittagstisches St. Marien dazu. Ein Angebot für bis zu 80 einsame und arme bedürftige Menschen. Im Neuen Gemeindehaus fanden sie einen Ort, an dem sie nicht nur etwas Warmes zu essen bekamen, sondern auch Gemeinschaft erleben konnten. Im Oktober werden wir dieses Angebot fortsetzen.
Dieses alles wäre ohne das großartige Engagement der vielen Freiwilligen nicht möglich gewesen. Und natürlich auch nicht ohne die Kollegialität des gesamten Teams von St. Marien. Dafür recht herzlichen Dank!
Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums werden im Rahmen einer Sendungsfeier von Bischof Heiner Wilmer in den pastoralen Dienst gesandt. Mein Kollege Sören Schnieder (Pastoralassistent) und ich wurden dazu jetzt eingeladen. Die Feier findet am Samstag, den 9. September, um 10 Uhr im Hildesheimer Mariendom statt. Sehr herzlich laden wir auch Sie ein, mit uns gemeinsam zu feiern und freuen uns, wenn Sie dabei sind. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro St. Marien unter der Rufnummer 04131 / 60 30 90.

Es grüßt Sie herzlich
Christof Zelaß

Von der Sozialpsychiatrie in den Gemeindedienst (Artikel von 2022)

Ein Interview mit Christof Zelaß, unserem neuen pastoralen Mitarbeiter.

Stellen Sie sich bitte kurz vor.
Ich bin 55 Jahre alt, lebe mit meiner Frau und unseren zwei jugendlichen Söhnen im Stadtteil Bockelsberg hier in Lüneburg.
Beruflich habe ich schon einige Erfahrungen machen können: Nach dem Realschulabschluss habe ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Es folgten Wehrdienst, Fachoberschule Wirtschaft und anschließend eine Tätigkeit als Betreuer für geistig behinderte Menschen. Diese Zeit war für mich sehr prägend. Hier reifte dann auch der Entschluss, Sozialwesen zu studieren. Das war Anfang der 90er Jahre. Nach dem Studium ging es nach Bremen, wo ich einen offenen Jugendtreff leitete.
Mein Weg führte mich dann schließlich nach Lüneburg, da meine Frau hier bereits lebte. Und in dieser Zeit begann ich auch mit meinen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen der Sozialpsychiatrie, z. B. in der früheren Psychiatrischen Klinik in Häcklingen.
Ab 2010 war ich im Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Lüneburg als Sozialpädagoge beschäftigt, in den letzten fünf Jahren auch als stellvertretender Leiter. Dieser Dienst hat u. a. die Aufgabe, psychisch kranke Menschen, deren Angehörige oder deren soziales Umfeld zu beraten und gegebenenfalls Hilfen zu organisieren.
Parallel zu meiner Arbeit absolvierte ich einen Kurs zur Leitung von Wortgottesfeiern und Fernkurse in Theologie und Liturgie. Diakon Martin Blankenburg begleitete mich dabei. Immer stärker entwickelte sich dabei der Wunsch, mich zukünftig voll und ganz in der Kirche zu engagieren.

Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ihrem alten und neuen Berufsfeld?
Die Gemeinsamkeit ist, dass sowohl in meinem alten Beruf, als auch jetzt als pastoraler Mitarbeiter immer jeder einzelne Mensch, jeder mit seiner individuellen Lebensgeschichte, mit seiner Sicht auf die Welt und mit seinen Fragen im Mittelpunkt des Dienstes steht. Als pastoraler Mitarbeiter darf ich mit den Menschen jetzt aber ganz offen auch über den Glauben sprechen. Über Gott und die Welt, sozusagen. Etwas, was mir als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst so nicht möglich war, da dort der Grundsatz der weltanschaulichen Neutralität galt.

Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen im Dekanat, auf die vielen engagierten Ehrenamtlichen, auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, die ich zum Teil auch schon kennenlernen durfte und die mich so freundlich willkommen geheißen haben.

Welche Herausforderungen sehen Sie?
Nun, nach etwa 20 Jahren Tätigkeit und Erfahrungen in der Sozialpsychiatrie beginnt jetzt ein neues Kapitel. Mit diesem Wechsel ist natürlich auch eine gewisse Aufregung verbunden. Und es gibt zunächst mehr Fragen als Antworten: Welche Erwartungen gibt es an mich? Kann ich denen gerecht werden? Aber wie heißt es so schön: Wenn der Herr jemanden beruft, dann befähigt er ihn auch! Das lässt mich hoffen!

Wie kann uns der Glaube gerade in diesen unruhigen Zeiten helfen?
Der Krieg in der Ukraine, die Corona-Pandemie oder der Klimawandel … Die Nachrichten sind voll mit schrecklichen Berichten und Prognosen. Und wir alle kennen auch schwierige Lebensphasen, in denen wir verzweifelt sind, nicht mehr weiter wissen und uns unverstanden und allein gelassen fühlen. Das sind wir aber nicht! Gott ist, wie man heute sagt „24/7“ für uns erreichbar. Das schützt uns nicht vor Schmerz und Trauer. Aber ihn an unserer Seite zu wissen, ist schon stark!

Was möchten Sie den Lüneburger Katholik:innen sagen?
Wir alle sind Kirche! Wir sind die Gemeinschaft der Gläubigen! Und jede und jeder einzelne ist eingeladen, diese Kirche mitzugestalten.

Das Interview führte Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2022/2, S. 17.)

Frau Jutta Segger, Gemeindereferentin in St. Marien

Gemeindereferentin

Jutta Segger

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 914

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Ansprechpartnerin und Koordinatorin für:

Koordination der Jugendarbeit nach der Erstkommunion, Koordination des O-Kurses und des Firmkurses, Begleitung der Gruppenleiterrunde, Aufbau eines Jugendgottesdienst-Kreises, Begleitung des Kindergottesdienst-Kreises und des Teams Familienfreundliche Gottesdienste, Initiierung und Begleitung von Krabbelgruppen, Koordination der Sternsinger-Aktion, Initiierung und Begleitung sozialer Projekte, Begleitung des Kinder-Cafés, Begleitung Ehrenamtlicher.

Herr Johannes Honert, Pastoralreferent für das Dekanat Lüneburg

Pastoralreferent (für das Dekanat)

Johannes Honert

Dienstsitz: Ökumenisches Zentrum St. Stephanus

St.-Stephanus-Platz 1

21337 Lüneburg

Telefon: 04131 / 224 39 70

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Pastoralreferent für das Dekanat Lüneburg, liturgische Fortbildungen, theologische Vorträge, Koordination und Vertretung des Ökumenischen Zentrums St. Stephanus nach außen, Mitglied im VA und im ÖLK in St. Stephanus, Mitglied im Vorstand der ACKL, ökumenische Kontakte und Veranstaltungen, Begleitung der liturgischen Dienste und der Beerdigungsleiter/innen, Beerdigungen, Koordination des Schulunterrichtes, Organisation von Dekanats-Veranstaltungen.

Ein Neubeginn: Ökumene – Leben unter einem gemeinsamen Dach (Artikel von 2019)

Mein Name ist Johannes Honert. Ich bin in Menden im Sauerland in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und jetzt 54 Jahre alt. Ich bin Pastoralreferent (PR) und habe in Paderborn und Würzburg katholische Theologie studiert und dieses Studium 1990 mit dem Diplom abgeschlossen. Daran hat sich ein Studium der Ostkirchenkunde in Münster angeschlossen.
Die Ausbildung zum Pastoralreferenten habe ich von 1993 bis 1996 in Hemmoor bei Stade absolviert. Danach war ich über 22 Jahre im Süden des Bistums Hildesheim, im Dekanat Nörten-Osterode, im Leine-Solling und im Westteil des Harzes tätig. Neben der (verbandlichen und gemeindlichen) Jugendarbeit im Dekanat und der Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher liturgischer Dienste war mir dort Ökumene, z.B. die Mitarbeit im Ökumenischen Arbeitskreis Northeim, immer sehr wichtig. Über 40 ökumenische Fahrten nach Taizé mit verschiedenen Kooperationspartnern, wie dem Kirchenkreisjugenddienst, habe ich geleitet. Auch regelmäßige Fahrten zu Evangelischen Kirchentag und Katholikentagen fanden in Kooperation statt.
Dieses ökumenische Interesse wurde mir quasi in die Wiege gelegt, da mein Vater als Grieche griechisch-orthodox und meine Mutter katholisch war. Schon im Studium habe ich immer versucht, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und habe z.B. meine Facharbeit über Martin Luther geschrieben.

Nach vielen tollen Jahren im Süden Niedersachsens ist es für mich an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen, da meine Kinder inzwischen beide im Studium sind. Schon in meiner Aussendungsfeier im Hildesheimer Dom 1996 hieß es, sich wie Abraham auf den Weg zu machen und dem Ruf zu folgen: Mache dich auf in ein Land, das ich dir zeigen werde. Gern werde ich meinen beruflichen Weg im Dekanat Lüneburg fortsetzen.

Die anteilige Geschäftsführung im Ökumenischen Zentrum St. Stephanus ist eine Aufgabe und Herausforderung, die mich sehr reizt. Ich arbeite sehr gern in Teams und finde es spannend, mit meinen Fähigkeiten und Qualifikationen und meiner Erfahrung in der Ökumene das Profil dieses Hauses zu schärfen.
Das Dekanat Lüneburg befindet sich in einer ähnlichen Diaspora-Situation wie das Dekanat Nörten-Osterode. Leben und Arbeiten in der Diaspora sind mir deshalb sehr vertraut, genauso wie die Arbeit sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum.

Ich freue mich, viele Menschen kennenzulernen und mit ihnen Projekte in Lüneburg und darüber hinaus zu gestalten und so als Christ zu leben und zu arbeiten.

Ihr Johannes Honert, Pastoralreferent

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2019/3, S. 9.)

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