Prävention von Missbrauch

Prävention in unserer Gemeinde: Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Schutzbefohlene

Seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im Jahr 2010 bemüht sich die katholische Kirche in Deutschland nicht nur umfangreich um die Aufarbeitung jedes einzelnen Schicksals. Auch wurden Systeme der Prävention von sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Schutzbefohlenen entwickelt, deren Umsetzung besonders im Bistum Hildesheim forciert wird.

Davon handeln die folgenden Artikel.

Fortbildungen in St. Marien im Herbst 2021

„Augen auf – Hinschauen und schützen“ unter diesem Motto stehen die Bemühungen des Bistums Hildesheim, die Prävention von sexualisierter Gewalt zu stärken und weiterzuführen.

Eine Grundfortbildung Prävention von sexualisierter Gewalt für alle ehrenamtlich Tätigen (z.B. in Erstkommunion-/Firmkatechese, den Teams für den Kindergottesdienst, der Jugendgruppenleiterrunde oder für alle weiteren Interessierten) findet Samstag, 20. November, von 10 bis 17 Uhr in St. Marien, Altes Gemeindehaus, Blauer Saal, statt.

Alle Ehrenamtlichen, deren Grundfortbildung vor fünf Jahren oder früher stattgefunden hat, sind zur Vertiefungsfortbildung am Freitag, 5. November, von 18 bis 22 Uhr in St. Marien, Altes Gemeindehaus, Blauer Saal, eingeladen.

Anmeldung für beide Veranstaltungen per Email über: praevention(ät)bistum-hildesheim.de.

Weitere Infos sind auch über Gemeindereferentin Jutta Segger, Email: segger(ät)kath-kirche-lg.de oder Tel: 01573 / 67 37 913 zu erhalten.

Abschlussbericht zur Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs (1957-1982) (14. September 2021

Liebe Gemeinde, liebe Gäste, die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs ist auch in unserem Bistum ein schwieriger, aber dringend notwendiger Prozess. Bischof Heiner hatte im April 2019 ein unabhängiges Expertenteam unter der Leitung der früheren niedersächsischen Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz eingesetzt, um mögliche Missbrauchsfälle in der Amtszeit von Bischof Heinrich-Maria Janssen (1957-1982) zu untersuchen und mögliche Strukturen aufzudecken, die sexuellen Missbrauch durch Angehörige des Bistums Hildesheim möglich gemacht oder vertuscht haben.

Die Gruppe hat nun am Dienstag, 14. September, auf über 400 Seiten ihren Abschlussbericht übergeben. Die Dokumente können ab sofort auf der Bistumshomepage www.bistum-hildesheim.de/aufarbeitung-missbrauch abgerufen werden. Das Gutachten benennt eklatante Missstände im Umgang mit sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch. Demnach gab es von kirchlicher Seite Zuwendung und Schutz für die Täter, während die Betroffenen keinerlei Hilfsangebote erhielten und mit ihrem Leid allein gelassen worden sind.

Bischof Heiner kündigte an, dass es weitere Aufarbeitungsvorhaben geben wird und dass das Bistum Hildesheim den Bereich der Aufarbeitung, Intervention und Prävention umbauen und personell aufstocken wird. Dazu wird in Kürze ein neuer Stabsbereich im bischöflichen Generalvikariat eingerichtet.

Auch hat der Bischof bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass die für alle Diözesen vereinbarte Aufarbeitungskommission im Herbst für die Bistümer Hamburg, Osnabrück und Hildesheim eingerichtet werden soll.

Sollten Sie zu diesem Thema Gesprächs- oder weiteren Informationsbedarf haben, sprechen Sie bitte die Mitarbeiter*innen des Pastoralteams an.

Herzlich grüßt Sie Ihr Pfarrer Carsten Menges, Dec.