Unser Team

Unsere haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter/innen sind gerne für sie da, sprechen Sie sie an …

Dechant Carsten Menges, Pfarrer von St. Marien, Lüneburg, und von St. Maria Königin, Bleckede

Leitender Pfarrer

Dechant Carsten Menges

Pfarrhaus St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 912

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Leitender Pfarrer, Erstellen des Messplans, Gottesdienste und Kasualien, Begleitung der Erstkommunionvorbereitung in St. Marien und Bleckede, Begleitung der Senioren in Bleckede, Leiter der Verwaltung, Schulgottesdienste (z.B. für die 3. und 4. Klassen der St.-Ursula-Schule), Kolping-Präses, Leitung und Koordination, führt monatlich Jourfix-Gespräche mit den Mitgliedern des Pastoralteams, Kontakte zu den Kommunen und in der Ökumene, darüber hinaus Dechant, Mitglied im Priesterrat, in der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte Deutschlands, im Kirchensteuerrat, in der Ökumene-Kommission des Bistums.

Silbernes Priesterjubiläum von Pfarrer Menges (2019)

Lieber Pfarrer Menges,
Sie feiern am 28. Mai Ihr 25-jähriges Priesterjubiläum. Wir haben da ein paar Fragen an Sie:

Warum sind Sie Pfarrer geworden?
Mein absolutes Vorbild war als Jugendlicher unser Pastor in Adendorf, Dietmar Kortkamp. So wie er auf die Gemeinde zugegangen ist und Menschen angesprochen hat: Das wollte ich auch machen. Dabei war für mich zunächst überhaupt nicht klar, was alles dazu gehören würde, Priester, geschweige denn Pfarrer zu sein. Das kam erst viel später. Aber eigentlich stand für mich schon im Alter von 14 Jahren fest: Ich will Priester werden.

Welche Eigenschaften sollte ein Pfarrer Ihrer Meinung nach haben?
Ich glaube, die wichtigste Voraussetzung ist eine ganz lebendige Beziehung zu Gott und insbesondere eine tiefe Freundschaft zu Jesus Christus. Ohne diese Liebe und dieses Grundvertrauen geht es nicht. Dann sollte jeder Priester eine große Liebe zu den Menschen haben, um auf sie zugehen zu können. Was nützt es, fromme Gottesdienste zu feiern, wenn ich die Mitfeiernden nicht im Blick habe? Wenn ich nicht authentisch feiere? Wenn ich im Umgang mit Menschen nicht wenigstens versuche, etwas von der Liebe spürbar werden zu lassen, die Gott zu uns hat?
Um dann auch Pfarrer, also Leiter einer Pfarrei zu sein, braucht es darüber hinaus sicher auch die Fähigkeit zu leiten, zu organisieren und auch ein gesundes Maß an Pragmatismus.

Wie hat Sie der Dienst als Pfarrer geprägt?
Als Kind und Jugendlicher war ich ein Sicherheitsfanatiker. Ich mochte es überhaupt nicht, unvorbereitet in neue Situationen geworfen zu werden, in denen ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Außerdem war ich in der Schule immer sehr schüchtern und still (mündlich hatte ich meistens eine 4-). Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen …
Schlimm war es deshalb für mich, nach dem Abitur direkt ins Studium nach Münster zu gehen, weg von Mama … Aber Gott hat mir von Anfang an den Weg gezeigt, mir immer wieder geholfen, wenn ich nicht weiter wusste. So ist ein großes Grundvertrauen entstanden, dass nicht ich diesen Weg bestimme, sondern dass Gott mich führt und begleitet. Und so war und ist für mich klar: Ich muss keine Pläne für die Zukunft machen. Gott wird mir schon zeigen, wo es langgeht. Für das Priesterjubiläum habe ich mir deshalb aus der Heiligen Schrift die Zusage Jesu gewählt: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
Geprägt hat mich aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, insbesondere im Rahmen der Ministrantenarbeit.

Welche Meilensteine gab es in Ihrem Leben als Pfarrer?
Ich erinnere mich noch gut, wie ich vom Bischof nach der Priesterweihe gesagt bekam: „Sie gehen als Kaplan nach Wolfsburg.“ Oh Schreck, so eine hässliche Stadt! Ich bin wahrlich nicht gern gegangen. Aber die drei Jahre dort haben mich so viele liebe Menschen kennenlernen lassen, dass ich am Ende kaum mehr gehen wollte. Es folgte eine Kaplanstelle in Salzgitter-Bad. Als ich 2000 Pfarrer auf dem Wohldenberg wurde, war das für meine Eltern ein „Nach-Hause-kommen“. Dort hatten sie sich in den 60er-Jahren kennengelernt. Und es war ein Wiedersehen mit vielen Gesichtern. Im Jugendhaus auf dem Wohldenberg Hausgeistlicher zu sein, dann Seelsorger für die Ministranten im Bistum und schließlich der jüngste Dechant im Bistum zu werden, waren für mich schon besondere Erfahrungen. Und schließlich die besonderen Umstände meiner Versetzung „nach Hause“, nach Lüneburg.

An welche besonderen Erlebnisse können Sie sich erinnern?
Da gibt es so viele. Etliche Erinnerungen sind mit Jugendfreizeiten verbunden, mit so manchem Blödsinn, den wir gemeinsam gemacht haben. Auch im Studium gab es manche Situationen, in denen ich dachte „das schaffst du nie …“ und dann hat sich die Situation ganz leicht gelöst. Da wusste ich: Hier möchte jemand, dass ich den Weg weitergehe.
Eine sehr schmerzliche Erinnerung habe ich daran, als einmal ein Kind bei der Erstbeichte erzählt hat, dass es missbraucht wurde und ich war damals damit völlig überfordert und habe sicher nicht ausreichend reagiert. Das geht mir heute noch nach und hat mich immer motiviert, die Präventionsbemühungen nach Kräften zu unterstützen.
Der wohl schwerste Moment war am Tag vor meiner geplanten Abreise zum Weltjugendtag nach Köln 2005. Wir hatten in der Gemeinde Gäste aus Irland, haben ein frohes Gemeindefest mit ihnen gefeiert. Meine Mutter war zu Besuch, um während meiner Abwesenheit auf Haus und Hund aufzupassen. Als ich nach Hause kam, hatte sie schon alles gebügelt und ihre letzten Worte waren: „Ich habe alles für dich fertig.“ Kurz darauf fiel sie mir plötzlich tot vor die Füße. Während der Notarzt versuchte sie wiederzubeleben, stand ich vor dem Pfarrhaus, schaute auf das große Kreuz der Kirche und habe gesagt: „Chef, das kannst Du mit mir jetzt echt nicht machen …“ Wochenlang fiel es mir unendlich schwer, im Vater-unser das „dein Wille geschehe“ zu beten.
Und schließlich die Umstände meiner Versetzung nach Lüneburg: Eigentlich durfte ich nur in meine Heimat kommen, um mich um meinen kranken Vater zu kümmern. Aber auch er starb drei Monate vor meinem Umzug. Das ist letztlich der Grund, warum ich hier bin – und ich bin es trotz allem immer noch gern!

Gibt es Unterschiede zwischen dem Pfarrersein 1994 und heute?
Da gibt es sicher viele Dinge. Ich denke z.B. an meinen ersten „Chef“ als Pfarrer. Er hat eigentlich nie etwas Persönliches von sich erzählt. Das machte man in seiner Generation offenbar nicht. Mir war es immer wichtig, besonders die jungen Menschen daran teilhaben zu lassen, warum ich Priester geworden bin und was mich grad persönlich bewegt.
Verändert hat sich natürlich der Gottesdienstbesuch. Noch vor 11 Jahren, als ich nach Lüneburg kam, waren in St. Marien sonntags immer viele Familien in der stets gefüllten Kirche. Heute kommen Familien oft nur noch in die Kirche, wenn etwas Besonderes los ist. Das vermisse ich schon und freue mich insbesondere über alle Familien mit Kindern, die sonntags da sind.
Besonders das Pfarrersein hat sich völlig verändert. Hatte ein Pfarrer damals in der Regel nur eine Gemeinde zu betreuen, sind es heute viele Orte und mehrere Pfarreien. Das macht deutlich, dass es nicht mehr geht wie damals.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für den Pfarrer der Zukunft?
Insbesondere für mich als leitender Pfarrer stellt sich die Frage: Wie bekomme ich den Spagat zwischen dem Leiter der Verwaltung, der ich ja auch bin, und dem Seelsorger hin? Ich verbringe heute so viel Zeit mit Organisation wie früher nie. Sehr geholfen haben mir dabei die neuen Lokalen Leitungsteams. Sie sind für mich verlässliche Augen und Ohren in die Kirchorte. Ich habe jetzt viel mehr als früher das gute Gefühl, in den Kirchorten vernetzt zu sein, auch wenn ich längst nicht alle Menschen kenne und den Kirchgängern auch nicht mehr so oft und selbstverständlich begegne wie früher.
Lernen musste ich dafür manches. Früher habe ich Dinge immer lieber selbst gemacht, bevor ich fünf Leute gefragt habe, ob sie es tun. Dann wusste ich, es würde so, wie ich es haben möchte.
Ich habe gelernt, dass ich nicht (mehr) alles selbst machen kann – und es auch nicht muss. Dafür gibt es viele gute Menschen, die für bestimmte Dingen viel bessere Fähigkeiten haben als ich. Und auch wenn nicht immer alles so wird, wie ich es vielleicht gemacht hätte: Es wird trotzdem gut. Ich bin mit meiner Meinung nicht das Maß aller Dinge.
Als Pfarrer bin ich immer auch Moderator – der Gemeinde und der Mitarbeitenden. Ich bin sehr froh, dass mir unser Personalchef vor zwei Jahren einen monatlichen „Jour fixe“ mit jedem/jeder Mitarbeitenden aufs Auge gedrückt hat. Das hat sehr zu einer guten Kommunikation beigetragen und sicher hat auch die Stimmung im Team davon profitiert.
Eine Herausforderung wird vermutlich der Dickkopf bleiben, den ich von meinem Papa geerbt habe, wie man sagt. Aber gemeinsam bekommen wir den schon immer wieder zurecht gerückt. ;-)

Wir bedanken uns für das Interview, gratulieren ganz herzlich zum silbernen Priesterjubiläum und wünschen Gottes Segen für den weiteren Dienst.

Die Fragen stellte per E-Mail
Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2019/1, S. 16-17.)

Herr Gregor Olszak, Pfarrvikar von St. Marien, Lüneburg

Pfarrvikar

Pastor Gregor Olszak

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04134 / 90 750 95

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Gottesdienste und Kasualien, erster Ansprechpartner für Krankenbesuche und Krankensalbungen, Begleitung der Erstkommunionvorbereitung in Christ-König, St. Stephanus und St. Godehard, Koordination der Trauungsanfragen, Seelsorge und Gottesdienste für die Katholiken polnischer Sprache.

Pastor Gregor Olszak (Artikel von 2021)

Pastor Gregor Olszak ist seit 15. Januar 2021 Pastor in unserer Gemeinde. Die SdE-Redaktion hat ihn zu seinem Dienstbeginn hier in Lüneburg interviewt.

Wo haben Sie bisher gearbeitet?
In meinem 25-jährigen Dienst als katholischer Priester habe ich in sechs Gemeinden gearbeitet. Drei davon waren in Polen in meinem Heimatbistum Tarnów in Südpolen. Es waren schöne Jahre, in denen ich viel mit den Menschen gearbeitet und für die Menschen gebetet habe. Es waren unvergessliche Ereignisse und Glaubensfeste, z.B. die Fahrten mit den Jugendlichen zu den Weltjugendtagen. 2004 kam ich nach Deutschland, nach Hildesheim. Und die nächsten drei Gemeinden, in denen ich tätig war, waren in diesem Bistum. In St. Adalbert in Hannover-Herrenhausen habe ich gewohnt und die deutsche Sprache gelernt. Dann war ich drei Jahre als Kaplan in der St.-Marien-Gemeinde in Alfeld/Leine tätig. Und die nächste Gemeinde war die Pfarrei Maria Hilfe der Christen in Schöningen, wo ich als Pfarrer 12 Jahre gearbeitet habe.

Warum sind Sie Priester geworden?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach zu geben. Es ist ein Geheimnis, das sich zwischen Gott und dem Menschen abspielt. Gott begleitet jeden von uns, der sein Herz für sein Wirken öffnen und seine leise Stimme hören möchte. Einige von uns ruft oder beruft ER zu besonderen Aufgaben. Aber diese Berufung hat oft ihr starkes Fundament in der Familie. Meine Eltern haben viel gebetet und beten viel bis heute. Jeden Sonntag sind wir mit der ganzen Familie zur Heiligen Messe in die Kirche gegangen. Als ich 12 Jahre alt war, habe ich mich entschieden, Messdiener zu werden. Das hat mir viel Freude gebracht. Dann habe ich als Lektor die Lesungen und Fürbitten bei den Gottesdiensten vorgetragen. Als ich Kind und Jugendlicher war, hat unsere Familie in einem Ferienhaus gewohnt, das unserer Oma gehörte. Im Sommer hatten wir viele Gäste, aber außerhalb der Saison standen viele Zimmer leer. Und die Oma hat ein Zimmer davon für den Religionsunterricht zur Verfügung gestellt. In der Schule durfte der Pfarrer keinen Religionsunterricht geben. Deswegen ist der Pfarrer oft bei uns zuhause gewesen. Ich konnte viele Fragen stellen und das priesterliche Leben kennenlernen. Ich bin auch gerne mit Freunden von Tarnów nach Tschenstochau – ein berühmter Marien-Wallfahrtsort in Polen – zu Fuß gepilgert (250 Km). Das machte uns eine riesige Freude und gab uns eine tiefe Glaubenserfahrung, die bis heute bleibt.
Mein Vater gehörte zu der Theatergruppe in der Gemeinde und hat gerne die Aufführungen vorbereitet und durchgeführt. Meine Mutter hat die Caritasarbeit als Ehrenamtliche ausgeübt. Das alles hat eine gute Atmosphäre des Glaubenslebens zuhause geschaffen. Gott gehörte einfach zu unserem Alltag. Mit IHM haben wir auch bei den verschiedenen Entscheidungen gerechnet. ER war und ist wichtig für die Familie. In diesem Klima hat ER mich berufen. Und ich habe es nicht verdient, aber bin IHM dankbar bis heute.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Die Freizeit ist ein Gottesgeschenk. Ich nutze sie, um meine Gesundheit zu stärken. Deswegen fahre ich gerne Fahrrad. Ich lese auch Bücher, höre Musik und mache gerne Fotos.
Ich lerne auch neue Sachen kennen, um zu wissen was die heutigen Menschen prägt und formt. Das hilft bei der pastoralen Arbeit.

Worauf freuen Sie sich in Lüneburg? Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit?
Lüneburg muss ich zuerst kennenlernen. Ich freue mich auf die Arbeit in einem Team. Nach 12 Jahren Arbeit als Einzelkämpfer ist es gut zu sehen, wie die Teamarbeit funktioniert. Durch Treffen und Gespräche kann man viel Neues lernen und auch eine andere Perspektive gewinnen. Das wird meinen Alltag bereichern.

Haben Sie eine Ermutigung für uns in diesen etwas anstrengenden Corona-Zeiten?
Ich kann nur eine Bibelstelle zitieren. Es sind die Worte aus dem Buch Jesaja, wo Gott selbst zu seinem Volk Israel spricht und es ermutigt:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir;
hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
Ich habe dich stark gemacht, ja ich habe dir geholfen
und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten.“ (Jes 41,10)

Die Fragen stellte per E-Mail Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/1, S. 19.)

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden, Subsidiar an St. Marien

Subsidiar

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 90

E-Mail

Danke für unsern Pfarrer Stephan van der Heyden (2024)

Pfarrer i.R. Stephan van der Heyden konnte am 19. Januar 2024 sein Goldenes Priesterjubiläum begehen. Den größten Teil dieser Zeit hat er in der Seelsorge der Bundeswehr und der Bundespolizei Dienst getan. Seit vielen Jahren wirkt er nun als Subsidiar in unserer Pfarrei. Beim Festgottesdienst mit der Gemeinde haben Christiane und Bernhard Sieland diese Laudatio gehalten.

Am 19. Januar 1974 hat er sein ADSUM gesprochen: Hier bin ich! Rede, Herr, dein Diener hört, und zugleich auch sein FIAT: Mir geschehe, wie du es willst.
Er ist seiner Berufung 50 Jahre lang gefolgt und hat viele Kranke, Sterbende und Trauernde sowie seelisch bedrückte Menschen seelsorglich begleitet. Er hatte gewiss nicht immer den Erfolg, den er wollte oder den sich die Menschen erhofften. So manches musste er deshalb Gott auch im Gebet zurückgeben.
50 mal 365 Tage und Nächte hat er – wie jeder von uns – Höhen und Tiefen erlebt, hat Gottes Nähe mal deutlich gespürt und mal kurz oder lange schmerzlich vermisst. Es waren nicht nur Ruheplätze am Wasser, sondern auch Durststrecken im tiefen Tal wie in jedem Menschenleben. So manch einer verliert dabei seinen Glauben.
Die Sakramente der Priesterweihe und der Ehe wurden einmal als heiliges Experiment unter der Gnade und verzeihenden Liebe Gottes bezeichnet. Stephan van der Heyden hat in diesem Experiment 50 Jahre versucht, sein Bestes zu geben. Und Gott hat ihm menschliche Engel an den Weg gestellt, damit er seinen Kurs halten konnte.

Für einen Priester sind drei Verbindungen wichtig: Seine Beziehung zu Gott, die zu den Menschen und die zur Kirche. In allen drei Bereichen hat er Höhen und Tiefen erlebt und ausgehalten.

Die Beziehung zu Gott ist für einen Priester wohl die Nabelschnur. Glauben heißt ja nach Karl Rahner: die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten. Eins seiner Lieblingslieder heißt: „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr, fremd wie dein Name sind mir deine Wege.“ Er hat auch die Fremdheit Gottes ausgehalten. Deshalb konnte er Menschen in tiefer Not, die sich an ihn wandten, authentisch beistehen.
Er hat sich aber auch von Gottes Willen, wie er ihn im Gebet erfahren hatte in die Pflicht nehmen lassen und ist aufgetreten mit klaren Worten, ohne Rücksicht auf die eigene Beliebtheit. Aus seiner Gottesbeziehung sind Gebete, Segensformulierungen und Predigten entstanden, die nur einen Teil der Gemeinde inspiriert haben. Das ist immer so: unsere verschiedenen Priesterpersönlichkeiten erreichen immer nur einen Teil der Gemeinde, während bei anderen die Distanz wächst.

Seine Beziehung zur Gemeinde: Hier hat er seinen inneren Auftrag mit seiner ganz besonderen Handschrift verwirklicht. Durch viele selbstformulierte Einleitungen zu den Sonntagslesungen, durch seine Predigten und besonders durch seine selbst formulierten Messgebete. Er hatte den Mut und die Fähigkeit, seinen Glauben in eigenen Gebeten in die Messe einzubringen, mit Bezug zu seinen Predigten und zum Weltgeschehen. Das kann nicht jeder Priester und das soll auch nicht jeder tun! Aber so konnten wir durch seine Gebete an seiner Gottesbeziehung teilhaben. Seine Gebete in der Messe und die vielen sorgfältig ausgewählten Segenstexte sind sein ganz besonderes Geschenk für unsere Gemeinde. Aber das hat nicht allen gefallen. Es war für manche Inspiration und für andere ein Ärgernis. Denn er hat nicht nur getan, was erlaubt ist, sondern ist an die Grenze gegangen.

Seine Beziehung zur katholischen Kirche: Er hat versucht, mit Gottes Augen auf unsere Kirche zu schauen und hat deshalb unter vielen Realitäten unserer Kirche gelitten, schon bevor die furchtbare Missbrauchskatastrophe bekannt wurde. Er hat in vielen Predigten über deren Zustand seinen Schmerz ausgedrückt. Aber während viele Gläubige unserer Kirche den Rücken gekehrt haben, ist er seiner „Firma“, wie er sie manchmal nannte, treu geblieben.
In unserer Gemeinde gibt es auch Mitglieder, denen der heilige Auftrag der Kirche wichtiger ist als ihre Alltagsgestalt. Sie fühlten sich durch seine Kritik provoziert und haben sich wiederholt in Hildesheim über ihn beschwert. Wie gut, dass er trotz solcher Kritik von unten und oben seiner Berufung in unserer Kirche treu geblieben ist. Nur deshalb durften wir ihn hier erleben.

Unser Gott liebt offenbar die Vielfalt unter seinen Priesterpersönlichkeiten und innerhalb unserer Gemeindemitglieder. Könnte es sein, dass sowohl die hauptberuflichen wie die „freiberuflichen“ Mitglieder unserer Gemeinde einen deutlichen Nachholbedarf an Respekt vor dieser Vielfalt haben? Jeder von uns sollte für die Mitmenschen danken, die unseren Glauben besonders inspirieren, und sich über jene freuen, die für die anderen besonders hilfreich sind.

Danken wir Gott für den Priester Stefan van der Heyden. Beten wir für ihn und uns, dass wir seinen priesterlichen Dienst noch einige Zeit erleben dürfen.

Christine und Bernhard Sieland

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“, 2024/1, S. 19.)

Verabschiedung von Pfarrer van der Heyden in den Ruhestand (2016)

Am 4. September 2016 wurde Stephan van der Heyden in der St.-Marien-Kirche feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Die Messe wurde vom Kirchenchor und vom Basileia-Chor gemeinsam begleitet.

Viele Gemeindemitglieder schätzen Pfarrer van der Heydens klare und oftmals kritischen Predigten, die immer noch über die Messfeier hinaus nachwirken.

Im Gemeindehaus gab es nach dem Abschiedsgottesdienst einen Sektempfang mit Gesang und Grußworten, unter anderem gesprochen von Pfarrer van der Heydens ältestem Bruder. In seiner unterhaltsamen und sympathisch manchmal nach dem deutschen Ausdruck suchenden Art, erzählte der als einziger in Holland lebende Bruder von Pfarrer van der Heydens Werdegang und dessen Berufung zum Priester.

Der Gemeinde gelang mit Unterstützung der beiden Chöre eine Darbietung der besonderen Art: In Anlehnung an die Pfingstbotschaft „Die Jünger wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen“ entstand ein Quodlibet aus sechs verschiedenen traditionellen Kanons, die gleichzeitig gesungen wurden.

Pfarrer van der Heyden wird uns fehlen und wir freuen uns schon auf den einen oder anderen Vertretungsgottesdienst!

Dagmar Bergen

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2016/3, S. 19.)

Herr Martin Karras, Seelsorger unter anderem im Hospiz St. Marianus, Bardowick

Pastor

Pastor Martin Karras

Hospiz – und Klinikseelsorger im Dekanat Lüneburg

Am Stadtfeld 8

21447 Handorf

Tel.: 04133 / 41 80 136

E-Mail

Pastor Karras wird im Herbst ins Nachbardekanat wechseln

In diesen Tagen haben wir die Nachricht erhalten, dass Pastor Martin Karras uns im Herbst verlassen wird, um ein Dekanat weiter im Bereich Buxtehude, Stade und Buchholz eingesetzt zu werden. Dort wird Dechant Pawellek im Herbst in den Ruhestand gehen, die Gemeindeleitungen werden von Laien übernommen und Pastor Karras wird mit Pater Benoy Joseph Veliyathu, der in Buchholz wohnt, als Priester in diesem großen Bereich wirken.

Für uns stellt sich dann die Frage, wie es weitergehen wird. Aktuell steht in Aussicht, dass wir evtl. einen Priester aus der Weltkirche zur Verstärkung bekommen. Das muss aber noch genauer besprochen werden. Lassen Sie uns also gemeinsam zuversichtlich sein, dass der Herr den Weg mit uns gehen wird, auch wenn wir es nicht immer gleich merken.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht
Ihr Pfarrer Carsten Menges, Dec.

(Dieser Text stammt aus unserem Wochenblatt vom 29. März 2026.)

Pastor Martin Karras (Artikel von 2021)

Mein Name ist Martin Karras. Ich bin am 17. März 1967 in Salzgitter-Gebhardshagen geboren und dort auch aufgewachsen. Nach dem Abitur 1986 ging ich zum Theologiestudium zunächst nach Frankfurt St. Georgen und 1988 dann nach Münster. 1994 wurde ich mit elf Mitbrüdern, u.a. Dechant Menges, zum Priester geweiht. Danach folgten Kaplanstellen für je drei Jahre in Duderstadt, St. Cyriakus, und Braunschweig, St. Aegidien.

Im Jahr 2000 wurde ich Pfarrer in St. Maria Geburt in Gerblingerode und Bezirksjugendseelsorger im Untereichsfeld. Nach kurzen drei Jahren wechselte ich dann nach Bilshausen, St. Kosmas und Damian, und Katlenburg-Lindau, St. Peter und Paul.
2006 ging es weit in den Süden. Für sechs Jahre ließ ich mich freistellen als Pfarrer in Garmisch, St. Martin. Dort waren diverse Renovierungsarbeiten in den Kirchen und Gemeindegebäuden und die Seelsorge bei der Ski-WM 2011 ein Schwerpunkt meiner Arbeit. 2012 kehrte ich dann ins Bistum Hildesheim zurück und wurde Pfarrer in St. Nikolaus, Burgdorf, mit den Kirchorten Uetze und Hänigsen.

In der Zwischenzeit hat mir meine Gesundheit einige Streiche gespielt. 2015 erkrankte ich an Krebs, 2017 bekam ich ein neues Kniegelenk und 2018 folgte eine Magen-OP. All dies führte dazu, dass ich Bischof Heiner um einen Wechsel mit Auszeit bat. So gab ich zum 31. August 2020 die Pfarrstelle auf und zog nach Lüneburg.

Geplant war in den folgenden sechs Monaten bis Ende Februar 2021 eine Rundreise mit einem Freund in einem Wohnwagen durch Europa, um Hospiz- und Klinikseelsorge theoretisch und praktisch kennenzulernen, Exerzitien, Fortbildung und körperliche und seelische Erholung. Corona machte leider das meiste davon unmöglich. So musste ich meine Reise Ende Oktober in München abbrechen.
Zum Glück konnte ich im Oktober noch ein Praktikum in einem Hospiz in München machen.

Nun bin ich seit einigen Wochen in meinem neuen Zuhause hier in Lüneburg mit meinen beiden Katern Watson und Murphy, lebe mich ein, so gut es geht, und schaue jetzt mit Dechant Menges und den Verantwortlichen, wie mein Dienst hier im Dekanat Lüneburg zukünftig aussehen kann.
Auf jeden Fall werde ich in den Hospizen St. Marianus 1 und 2 in Bardowick die Bewohner, Mitarbeiter und Angehörigen sowie in der Diana-Klinik und im Herz-Gefäß-Zentrum in Bad Bevensen die Patienten, Mitarbeiter und Angehörigen seelsorglich betreuen.
Ansonsten werde ich auf Dekanatsebene helfen, soweit das mir möglich und gewünscht ist.
Ich bin also in erster Linie dem Dekanat zugeordnet und nicht der Pfarrgemeinde St. Marien.

Ich freue mich sehr darauf, die Verantwortung nicht mehr in vorderster Position tragen zu müssen. Deswegen bin ich auch nicht mehr Pfarrer, sondern Pastor.
Mein Bemühen ist es, für die Menschen, die mich hier brauchen, ein guter Pastor, also Hirte, zu sein, und allen, die hier Kirche gestalten und sich für die Menschen einsetzen, ein guter Mitbruder und Mitstreiter im Dienst an den Menschen zu sein.

Es grüßt Sie alle herzlich
Ihr Pastor Martin Karras

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/1, S. 20.)

Pfarrer im Ruhestand Kuno Kohn, Subsidiar in St. Marien

Subsidiar

Kuno Kohn
Tel.: 0172 - 96 46 052

E-Mail

Abschied von Dirk Sachse

Abschied von Dirk Sachse

„Das mit Dirk tut mir leid, ein ganz feiner Mensch.“ So hat es einer der Trauergäste auf den Punkt gebracht, als wir am 23. März von unserem Pastor im Ruhestand Dirk Sachse Abschied nehmen mussten.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier.

„Veränderungen“

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

in dieser Woche waren wir am Montag und Dienstag mit unserem Pastoralteam zu einer Team-Klausur im Kloster Nütschau. Das Thema war „Veränderung“.

Unser Bischof wird im Juni nach Münster wechseln. Auch in unserem Pastoralteam stehen Veränderungen an: Pastor Karras wird Ende September unsere Pfarrei verlassen und nach Stade/Buxtehude/Buchholz wechseln. Ende kommenden Jahres wird zudem Diakon Blankenburg das offizielle Renteneintrittsalter erreichen. Mit den dann anstehenden Veränderungen haben wir uns beschäftigt, auch wenn manche Faktoren jetzt noch nicht feststehen.

Am Anfang unseres Treffens standen 10 Aussagen zum Thema „Veränderung“:

  1. „Veränderung beginnt, wenn du den Mut hast, es anders zu machen.“
  2. „Die größte Veränderung beginnt mit dem kleinsten Schritt.“
  3. „Veränderung ist unbequem, aber notwendig für Wachstum.“
  4. „Wer den Mut verliert, verliert das Leben.“
  5. „Veränderung beginnt mit der Entscheidung, es zu versuchen.“
  6. „Mut zur Veränderung öffnet neue Horizonte.“
  7. „Veränderung erfordert Mut – aber auch Vertrauen.“
  8. „Ohne Mut keine Veränderung, ohne Veränderung kein Leben.“
  9. „Veränderung fordert Mut, aber auch Freiheit.“
  10. „Veränderung braucht Mut, nicht Perfektion.“

Bei allen anstehenden Veränderungen vertrauen wir darauf, dass wir damit nicht allein sind. Am Fest Christi Himmelfahrt wurden wir erneut an die Zusage Jesu erinnert: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende dieser Welt.“

Zuversichtlich grüßt Sie
Ihr Pfarrer Carsten Menges

(Dieser Text stammt aus unserem Wochenblatt vom 17. Mai 2026.)

Priester-Wechsel im September 2026

Bei den in unseren Pfarreien (Lüneburg, Bleckede und Winsen) tätigen Priestern wird es im Herbst einen Wechsel geben.

  • Pastor Martin Karras, der vor allem als Seelsorger im Hospiz St. Marianus tätig ist, wird uns zum 30. September verlassen und künftig in den Pfarreien Stade, Buxtehude und Buchholz tätig sein.
  • Um uns in der Seelsorge zu unterstützen, erhalten wir dafür zum 1. September einen Priester aus Indien. Pater Nikseng Manda Sangma MFSF ist Salesianer und lebt seit März vergangenen Jahres in Deutschland. Aktuell absolviert er noch einen weiteren Sprachkurs. Wo Pater Nikseng künftig wohnen wird, steht aktuell noch nicht fest. Wir suchen für ihn zum 1. September nach einer 3-Zimmer-Wohnung in Lüneburg oder Winsen.

Pastor Karras wünschen wir für sein künftiges Wirken und auch für seine Gesundheit Gottes Segen. Ich freue mich auf die Unterstützung durch Pater Nikseng und bitte Sie alle, ihn besonders in der ersten Zeit zu unterstützen und ihn bei uns herzlich willkommen zu heißen.

Carsten Menges

(Dieser Text stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2/2026, S. 13.)

Herr Martin Blankenburg, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon

Martin Blankenburg

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 913

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Angebote für Familien mit Kindern, Begleitung der Ministrantenausbildung und des M-Teams, Leitung des Young-Power-KursesGlaubens- und Katechumenatskurse, Begleitung des AK Laudato si, innovative Gottesdienstformen, Begleitung des Eltern-Kind-Gottesdienst-Teams, Exerzitien-Angebote, Yoga und Meditation, geistliche Begleitung, Koordination der Taufen, Ansprechpartner für Konversionen und Wiederaufnahmen, Ansprechpartner für die Katholiken spanischer und französischer Muttersprache, Leiter des Diakonenkreises Lüneburger Heide, darüber hinaus Sprecher der Diakone im Bistum Hildesheim sowie Mitglied im Diakonenrat und im Priesterrat.

Herr Stanislaw Oblocki, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon (im Zivilberuf)

Stanislaw Oblocki

Telefonisch erreichbar über das Pfarrbüro St. Marien: 04131 / 60 30 90

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Koordination der Krankenkommunionen und Begleitung des Krankenkommunion-Kreises, Gottesdienste in Seniorenheimen, polnischer Bibelkreis, Ansprechpartner für die Katholiken polnischer Muttersprache.

Diakon (im Zivilberuf)

Mario Puliafito

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 0174 / 66 18 319

E-Mail

Bäcker und Diakon (Artikel von 2021)

Mario Puliafito ist Bäcker, er befindet sich aber auch in der Ausbildung zum Diakon. Die Redaktion von „Salz der Erde“ hat ihm ein paar Fragen gestellt.

Was fällt Dir zum Thema Brot ein?
In meiner Kindheit haben meine Eltern mit meinem Bruder und mir viel Land bewirtschaftet. Wir haben Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte und Oliven angebaut und haben sie auf den Wochenmärkten verkauft.
In dieser Zeit ist mir bewusst geworden, wie wichtig die Arbeit von uns Menschen ist und wie letztendlich gute Ernten nie selbstverständlich sind. Brot gehörte in meinem Elternhaus, wie auch jetzt in meinem Haus und wo ich zum Essen eingeladen bin, in die Mitte des gedeckten Tisches. Es ist nicht wie die anderen Gerichte, es ist nie da, um einen guten Eindruck zu machen: „Es ist einfach da“. Für mich ist es ein sehr wichtiges „Grund“-Nahrungsmittel.

Im „Vaterunser“ steht die Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Was verbindest Du damit?
Die Worte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser erinnern mich, dass viele Menschen oft nicht genug zu essen auf dem Tisch haben. Diese Worte verbinde ich auch direkt mit der Feier der Eucharistie, an Christus, der mir Leben und Liebe schenkt, der „Grund“-nahrung für mich ist. Sie erinnern mich, dass Brot auch für alles, was dem Menschen notwendig ist, steht. Sie erinnern mich, dass ich nicht alleine bin, dass es ein „uns“ bzw, „wir“ gibt und nicht nur ein „ich“.

Nun noch kurz zu Dir und Deiner Ausbildung zum Diakon: Warum machst Du diese Ausbildung? Wann ist Deine Weihe?
Seit meiner Ankunft in Lüneburg ist mir immer deutlicher geworden, dass Gott für mich da ist und dass er mich ganz persönlich „ruft“. Ich will diesen Ruf wahrnehmen und habe mich auf den Weg gemacht. Ich will dort sein, wo es nötig ist und wo auch immer es sein mag, die Not erkennen und handeln. Jetzt bin ich in der Ausbildung zum katholischen Diakon im Zivilberuf in Hildesheim; diese findet nächstes Jahr ihren Abschluss.

Die Fragen stellte per E-Mail Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2021/3, S. 4.)

Herr Peter Laschinski, Diakon der Gemeinde St. Marien

Diakon (im Ruhestand)

Peter Laschinski

Telefon: 04131 / 180 500

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Kasualien, Seelsorge im Hospiz St. Marianus, Ansprechpartner für die Ökumene in Adendorf.

Herr Christof Zelaß, pastoraler Mitarbeiter in der Gemeinde St. Marien.

Pastoraler Mitarbeiter

Christof Zelaß

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 910

E-Mail

Ein Jahr St. Marien (2023)

Liebe Gemeinde,

vor genau einem Jahr habe ich meinen Dienst in der Pfarrgemeinde als pastoraler Mitarbeiter begonnen. Eine Berufsbezeichnung, die bei Menschen, die mich nicht kennen, häufig zur Frage führt: Und, was machst Du so? Um diese Frage zu beantworten, hilft mir ein Blick zurück auf das letzte Jahr.
Nach 20 Jahren Tätigkeit in der Sozialpsychiatrie begann der Dienst für mich zunächst mit völlig neuen beruflichen Erfahrungen. Ich lernte das Team von St. Marien kennen, wurde dort freundlich aufgenommen und hatte viele tolle Begegnungen an den verschiedenen Kirchorten. Schon bald wurde es dann konkret. Um einige Stichworte zu nennen: Erstkommunionvorbereitung, Kennenlernen der lokalen Leitungsteams, Bibellesegruppe zum Matthäus-Evangelium, die Sternsingeraktion und auch die seelsorgliche Begleitung Einzelner.
Zum Jahresende kam dann die Organisation des Mittagstisches St. Marien dazu. Ein Angebot für bis zu 80 einsame und arme bedürftige Menschen. Im Neuen Gemeindehaus fanden sie einen Ort, an dem sie nicht nur etwas Warmes zu essen bekamen, sondern auch Gemeinschaft erleben konnten. Im Oktober werden wir dieses Angebot fortsetzen.
Dieses alles wäre ohne das großartige Engagement der vielen Freiwilligen nicht möglich gewesen. Und natürlich auch nicht ohne die Kollegialität des gesamten Teams von St. Marien. Dafür recht herzlichen Dank!
Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums werden im Rahmen einer Sendungsfeier von Bischof Heiner Wilmer in den pastoralen Dienst gesandt. Mein Kollege Sören Schnieder (Pastoralassistent) und ich wurden dazu jetzt eingeladen. Die Feier findet am Samstag, den 9. September, um 10 Uhr im Hildesheimer Mariendom statt. Sehr herzlich laden wir auch Sie ein, mit uns gemeinsam zu feiern und freuen uns, wenn Sie dabei sind. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro St. Marien unter der Rufnummer 04131 / 60 30 90.

Es grüßt Sie herzlich
Christof Zelaß

Von der Sozialpsychiatrie in den Gemeindedienst (2022)

Ein Interview mit Christof Zelaß, unserem neuen pastoralen Mitarbeiter.

Stellen Sie sich bitte kurz vor.
Ich bin 55 Jahre alt, lebe mit meiner Frau und unseren zwei jugendlichen Söhnen im Stadtteil Bockelsberg hier in Lüneburg.
Beruflich habe ich schon einige Erfahrungen machen können: Nach dem Realschulabschluss habe ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Es folgten Wehrdienst, Fachoberschule Wirtschaft und anschließend eine Tätigkeit als Betreuer für geistig behinderte Menschen. Diese Zeit war für mich sehr prägend. Hier reifte dann auch der Entschluss, Sozialwesen zu studieren. Das war Anfang der 90er Jahre. Nach dem Studium ging es nach Bremen, wo ich einen offenen Jugendtreff leitete.
Mein Weg führte mich dann schließlich nach Lüneburg, da meine Frau hier bereits lebte. Und in dieser Zeit begann ich auch mit meinen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen der Sozialpsychiatrie, z. B. in der früheren Psychiatrischen Klinik in Häcklingen.
Ab 2010 war ich im Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Lüneburg als Sozialpädagoge beschäftigt, in den letzten fünf Jahren auch als stellvertretender Leiter. Dieser Dienst hat u. a. die Aufgabe, psychisch kranke Menschen, deren Angehörige oder deren soziales Umfeld zu beraten und gegebenenfalls Hilfen zu organisieren.
Parallel zu meiner Arbeit absolvierte ich einen Kurs zur Leitung von Wortgottesfeiern und Fernkurse in Theologie und Liturgie. Diakon Martin Blankenburg begleitete mich dabei. Immer stärker entwickelte sich dabei der Wunsch, mich zukünftig voll und ganz in der Kirche zu engagieren.

Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ihrem alten und neuen Berufsfeld?
Die Gemeinsamkeit ist, dass sowohl in meinem alten Beruf, als auch jetzt als pastoraler Mitarbeiter immer jeder einzelne Mensch, jeder mit seiner individuellen Lebensgeschichte, mit seiner Sicht auf die Welt und mit seinen Fragen im Mittelpunkt des Dienstes steht. Als pastoraler Mitarbeiter darf ich mit den Menschen jetzt aber ganz offen auch über den Glauben sprechen. Über Gott und die Welt, sozusagen. Etwas, was mir als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst so nicht möglich war, da dort der Grundsatz der weltanschaulichen Neutralität galt.

Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen im Dekanat, auf die vielen engagierten Ehrenamtlichen, auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, die ich zum Teil auch schon kennenlernen durfte und die mich so freundlich willkommen geheißen haben.

Welche Herausforderungen sehen Sie?
Nun, nach etwa 20 Jahren Tätigkeit und Erfahrungen in der Sozialpsychiatrie beginnt jetzt ein neues Kapitel. Mit diesem Wechsel ist natürlich auch eine gewisse Aufregung verbunden. Und es gibt zunächst mehr Fragen als Antworten: Welche Erwartungen gibt es an mich? Kann ich denen gerecht werden? Aber wie heißt es so schön: Wenn der Herr jemanden beruft, dann befähigt er ihn auch! Das lässt mich hoffen!

Wie kann uns der Glaube gerade in diesen unruhigen Zeiten helfen?
Der Krieg in der Ukraine, die Corona-Pandemie oder der Klimawandel … Die Nachrichten sind voll mit schrecklichen Berichten und Prognosen. Und wir alle kennen auch schwierige Lebensphasen, in denen wir verzweifelt sind, nicht mehr weiter wissen und uns unverstanden und allein gelassen fühlen. Das sind wir aber nicht! Gott ist, wie man heute sagt „24/7“ für uns erreichbar. Das schützt uns nicht vor Schmerz und Trauer. Aber ihn an unserer Seite zu wissen, ist schon stark!

Was möchten Sie den Lüneburger Katholik:innen sagen?
Wir alle sind Kirche! Wir sind die Gemeinschaft der Gläubigen! Und jede und jeder einzelne ist eingeladen, diese Kirche mitzugestalten.

Das Interview führte Melanie Töwe

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2022/2, S. 17.)

Frau Jutta Segger, Gemeindereferentin in St. Marien

Gemeindereferentin

Jutta Segger

Dienstsitz: St. Marien

Friedenstraße 8

21335 Lüneburg

Telefon: 04131 / 60 30 914

E-Mail

Ansprechpartnerin und Koordinatorin für:

Koordination der Jugendarbeit nach der Erstkommunion, Koordination des O-Kurses und des Firmkurses, Begleitung der Gruppenleiterrunde, Aufbau eines Jugendgottesdienst-Kreises, Begleitung des Kindergottesdienst-Kreises und des Teams Familienfreundliche Gottesdienste, Initiierung und Begleitung von Krabbelgruppen, Koordination der Sternsinger-Aktion, Initiierung und Begleitung sozialer Projekte, Begleitung des Kinder-Cafés, Begleitung Ehrenamtlicher.

Herr Johannes Honert, Pastoralreferent für das Dekanat Lüneburg

Pastoralreferent (für das Dekanat)

Johannes Honert

Dienstsitz: Ökumenisches Zentrum St. Stephanus

St.-Stephanus-Platz 1

21337 Lüneburg

Telefon: 04131 / 224 39 70

E-Mail

Ansprechpartner und Koordinator für:

Pastoralreferent für das Dekanat Lüneburg, liturgische Fortbildungen, theologische Vorträge, Koordination und Vertretung des Ökumenischen Zentrums St. Stephanus nach außen, Mitglied im VA und im ÖLK in St. Stephanus, Mitglied im Vorstand der ACKL, ökumenische Kontakte und Veranstaltungen, Begleitung der liturgischen Dienste und der Beerdigungsleiter/innen, Beerdigungen, Koordination des Schulunterrichtes, Organisation von Dekanats-Veranstaltungen.

Ein Neubeginn: Ökumene – Leben unter einem gemeinsamen Dach (Artikel von 2019)

Mein Name ist Johannes Honert. Ich bin in Menden im Sauerland in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und jetzt 54 Jahre alt. Ich bin Pastoralreferent (PR) und habe in Paderborn und Würzburg katholische Theologie studiert und dieses Studium 1990 mit dem Diplom abgeschlossen. Daran hat sich ein Studium der Ostkirchenkunde in Münster angeschlossen.
Die Ausbildung zum Pastoralreferenten habe ich von 1993 bis 1996 in Hemmoor bei Stade absolviert. Danach war ich über 22 Jahre im Süden des Bistums Hildesheim, im Dekanat Nörten-Osterode, im Leine-Solling und im Westteil des Harzes tätig. Neben der (verbandlichen und gemeindlichen) Jugendarbeit im Dekanat und der Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher liturgischer Dienste war mir dort Ökumene, z.B. die Mitarbeit im Ökumenischen Arbeitskreis Northeim, immer sehr wichtig. Über 40 ökumenische Fahrten nach Taizé mit verschiedenen Kooperationspartnern, wie dem Kirchenkreisjugenddienst, habe ich geleitet. Auch regelmäßige Fahrten zu Evangelischen Kirchentag und Katholikentagen fanden in Kooperation statt.
Dieses ökumenische Interesse wurde mir quasi in die Wiege gelegt, da mein Vater als Grieche griechisch-orthodox und meine Mutter katholisch war. Schon im Studium habe ich immer versucht, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und habe z.B. meine Facharbeit über Martin Luther geschrieben.

Nach vielen tollen Jahren im Süden Niedersachsens ist es für mich an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen, da meine Kinder inzwischen beide im Studium sind. Schon in meiner Aussendungsfeier im Hildesheimer Dom 1996 hieß es, sich wie Abraham auf den Weg zu machen und dem Ruf zu folgen: Mache dich auf in ein Land, das ich dir zeigen werde. Gern werde ich meinen beruflichen Weg im Dekanat Lüneburg fortsetzen.

Die anteilige Geschäftsführung im Ökumenischen Zentrum St. Stephanus ist eine Aufgabe und Herausforderung, die mich sehr reizt. Ich arbeite sehr gern in Teams und finde es spannend, mit meinen Fähigkeiten und Qualifikationen und meiner Erfahrung in der Ökumene das Profil dieses Hauses zu schärfen.
Das Dekanat Lüneburg befindet sich in einer ähnlichen Diaspora-Situation wie das Dekanat Nörten-Osterode. Leben und Arbeiten in der Diaspora sind mir deshalb sehr vertraut, genauso wie die Arbeit sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum.

Ich freue mich, viele Menschen kennenzulernen und mit ihnen Projekte in Lüneburg und darüber hinaus zu gestalten und so als Christ zu leben und zu arbeiten.

Ihr Johannes Honert, Pastoralreferent

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2019/3, S. 9.)

Herr Benedikt Rautenberg, Pastoralassistent in St. Marien

Pastoralassistent

Benedikt Rautenberg

Dienstsitz: Ökumenisches Zentrum St. Stephanus

St.-Stephanus-Platz 1

21337 Lüneburg

Dienst-Handy: 0152 27 65 77 07

E-Mail

Vorstellung (Artikel von 2024)

Ein herzliches Moin in die Runde, mein Name ist Benedikt Rautenberg und ich habe in der katholischen Kirche Lüneburg zum 1. September 2024 meine Berufseinführung zum Pastoralreferenten angefangen, daher meine aktuelle Betitelung als „Pastoralassistent“. Vielleicht haben mich einige schon in einem der Gottesdienste, dem 50. Jubiläum vom ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus oder anderen Veranstaltungen wahrgenommen und gesehen, vielleicht ja aber auch noch gar nicht. Das könnte auch daran liegen, dass ich in meiner Zeit der Berufseinführung nur zu 50% in den Gemeinden vor Ort präsent sein kann und in der anderen Zeit an Fortbildungen, Reflexionstreffen, Austauschrunden und anderen Veranstaltungen mit meiner Ausbildungsgruppe teilnehme.

Jetzt zu mir: Ich bin 30 Jahre jung, komme gebürtig aus dem ländlichen Emsland und bin großgeworden im wunderschönen Oldenburg (in Oldenburg). Nach der Erstkommunion bin ich Messdiener geworden und verbinde viele schöne, aber auch fragende und zweifelnde Momente mit der Kirche. Irgendwann wurde ich dann Messdienerleiter und bekam mit, wie Gemeinden zum ersten Mal fusionierten und das Gemeindeleben in meiner Heimatgemeinde Jahr für Jahr weniger und die Kirche mittlerweile bereits abgerissen wurde.

Nach meinem Abitur 2014 wusste ich nicht wirklich, was ich machen möchte oder wo es hingehen sollte. Mein Onkel, welcher in Brasilien lebt, hat mich immer wieder zu sich eingeladen und so bin ich über die weltwärts-Organisation und das Bistum Paderborn nach Brasilien gereist und habe ein Auslandsfreiwilligendienst in Brasilien gemacht. Ich war auf der Fazenda da Esperanca, einer kirchlichen Organisation, welche mit Menschen zusammenarbeitet, die eine drogenreiche und kriminelle Vergangenheit oder Gegenwart besitzen, diesen Status aber verändern und einen neuen Weg begehen möchten. Durch tägliche Routine, Essenszeiten, Arbeitszeiten und spirituelle Zeiten und Impulse soll den dort lebenden Menschen innerhalb eines Jahres ein alternativer Weg jenseits von Drogen und Kriminalität gezeigt werden. Diesen Rhythmus und Erfahrungen durfte ich ein Jahr begleiten und ein Teil dieser Bewegung werden. Die dort erfahrenen religiösen Sichtweisen und Eigenarten haben mich geprägt und ich bin mit einigen neuen Fragen und Inspirationen nach Deutschland zurückgekehrt. Im Anschluss daran habe ich meine Familie etwas geärgert, indem ich nichts so richtig getan habe, um dann Anfang 2016 einen weiteren Freiwilligendienst in einem Kindergarten zu absolvieren. Diese beiden Erfahrungen haben mich dahingehend beeinflusst, dass ich schließlich Soziale Arbeit in Hildesheim studierte. Nach dem Bachelor habe ich mein Berufsanerkennungsjahr in Vechta gemacht und einen Perspektivwechsel unternommen.

Nach meinen eigenen Freiwilligendiensten bin ich jetzt in die Rolle der Begleitung gewechselt und habe diejenigen unterstützt und begleitet, welche selbst einen Freiwilligendienst machen wollten. In diesem Jahr ist der Wunsch in mir aufgekommen, mich nochmal auf wissenschaftlicher Ebene theologischen Fragen zu stellen. Nach längerem Abwägen habe ich mich dazu entschieden, einen theologischen Master in Münster anzufangen. Nebenbei habe ich auch in Münster für die dortigen Freiwilligendienste gearbeitet und mein Studium von vorgesehenen zwei Jahren auf drei verlängert.

Im letzten halben Jahr des Studiums wurde der Wunsch immer größer, das erlernte praktische und theoretische Wissen in einem neuen Kontext anzuwenden und so stolperte ich zufälligerweise über die Ausschreibung des Bistums Hildesheims und bewarb mich. So kam das eine zum anderen und ich landete hier in der wunderschönen Hansestadt Lüneburg. Ich konnte in der ersten Zeit schon einige neue Erfahrungen sammeln und begegnete vielen freundlichen und interessierten Personen. Ich bin weiterhin gespannt, was alles noch auf mich warten wird, und freue mich auf das weitere Einarbeiten und Kennenlernen. Und falls sie Lust auf ein Pläuschchen haben, sprechen Sie mich gerne auf den nächsten Veranstaltungen an, ich freue mich auf das Kennenlernen. Ich glaube, das passt soweit erstmal, ich brauche ja auch noch was für die nächste Unterhaltung mit Ihnen :)

Alles Liebe, zünden Sie eine schöne Kerze an und kommen Sie gut durch die dunkle, aber auch schöne Jahreszeit.

Benedikt Rautenberg

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2024/3, S. 21.)

Regionalkantor Andreas Müller

Regionalkantor für die Region Nord

Andreas Müller

Dienstsitz: St. Marien

Büro: Ökumenisches Zentrum St. Stephanus

St.-Stephanus-Platz 1

21337 Lüneburg

Telefon: 0163 213 68 91

E-Mail

Andreas Müller auf der Homepage des Bistums Hildesheim

Unser neuer Regionalkantor (2025)

Moin liebe Gemeinde,

mein Name ist Andreas Müller und ich bin seit dem 1. Oktober als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Ihrer Gemeinde tätig. Meine Berufsbezeichnung „Regionalkantor“ verrät, dass ich neben meinem Dienst vor Ort auch noch Aufgaben in den Dekanaten Lüneburg und Unterelbe und darüber hinaus auf Bistumsebene wahrnehmen werde.

Geboren wurde ich vor 53 Jahren in Duisburg. Ich habe in Düsseldorf an der Robert-Schumann-Hochschule Kirchenmusik studiert und dort auch mein A-Examen gemacht. In den letzten 25 Jahren war ich als Kirchenmusiker in Gemeinden im westfälischen Teil des Bistums Münster tätig, 23 Jahre davon an der ehem. Zisterzienserabteikirche in Marienfeld und die letzten zweieinhalb Jahre in der Pfarrei St. Martinus und Ludgerus in Sendenhorst.

Daneben engagiere ich mich schon viele Jahre bei den Pueri Cantores, einem weltweiten Verband katholischer Kinder- und Jugendchöre. So war ich Vorsitzender des Diözesanverbands Münster, den ich mitgegründet habe, und bin auch weiterhin Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes.

Übrigens bin ich verheiratet und wir haben zwei erwachsene Kinder, die bereits studieren.

Nach der langen Zeit im noch eher katholisch geprägten Münsterland und der Arbeit in der Gemeinde reizte mich die neu geschaffene Stelle in Lüneburg gleich mehrfach:

Da ist zum einen die Situation der Diaspora mit ihren ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten und Herausforderungen und auf der anderen Seite die Möglichkeit, durch die Arbeit auf Bistumsebene neben- und ehrenamtliche Musikerinnen und Musiker zu unterstützen.
Zu meinen Aufgaben hier in Lüneburg zählt zunächst der Organistendienst in den regulären Gottesdiensten sowie die Leitung des Kirchenchores St. Marien.

Kirchenmusik in Lüneburg geht, so denke ich, nur ökumenisch richtig gut. Und so wird das Kennenlernen und die Kooperation mit den evangelischen Kolleginnen und Kollegen ein wichtiges Arbeitsfeld für mich sein. Besonders im Bereich der Kinder- und Jugendchorarbeit kann ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen.

Gerne möchte ich in unserer Gemeinde eine Choralschola gründen. Hierzu sind alle eingeladen, die die Liturgie mit den zum Teil 1000 Jahre alten gregorianischen Gesängen mitgestalten wollen. Auf dem Programm sollen aber auch sogenannte deutsche Liturgiegesänge aus dem Gotteslob und darüber hinaus stehen. Alle Interessierten sind zu einem ersten Treffen am Sonntag, dem 7. Dezember 2025 nach der Eucharistiefeier um 10 Uhr in St. Marien eingeladen.

Ein elementarer Dienst in der Liturgie ist der der Kantorin/des Kantors. Er wäre schön, wenn sich Frauen und Männer finden, die bereit sind, Vorsängerteile in der Liturgie zu übernehmen. Hier zählt der Antwortpsalm in der Eucharistiefeier sicher zu den wichtigsten und schönsten Elementen. Interessierte melden sich bitte direkt per E-Mail bei mir.

Und ein Letztes: Anfang 2026 wird es wieder ein Chorprojekt geben. Eingeladen sind dazu erfahrene Chorsängerinnen und Chorsänger ebenso wie solche, die bis jetzt noch in keinem Chor singen, aber das eigentlich immer schon mal tun wollten. Gemeinsam mit dem Kirchenchor soll ab Mitte Januar eine Messe von W. A. Mozart (mit Solisten und kleinem Orchester) einstudiert werden. Ziel des Chorprojektes ist die Gestaltung des Festgottesdienstes am Ostersonntag, dem 5. April 2026, um 10 Uhr in St. Marien. Probenbeginn wird Dienstag, der 20. Januar 2026 sein. Anmeldungen hierzu nehme ich bis zum 31. Dezember per E-Mail entgegen. Einen Probenplan schicke ich dann gerne zu.

So bin ich gespannt auf viele Begegnungen in der nächsten Zeit. Ich freue mich, viele Menschen kennenzulernen und mit meinem Dienst ein Teil im bunten und vielfältigen Gemeindeleben zu sein.

Herzliche Grüße

Andreas Müller

(Dieser Artikel stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 2025/3, S. 6.)

Unsere Pfarrbüros

Pfarrkirche St. Marien, Lüneburg

Pfarrbüro St. Marien

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Telefax: 04131 / 60 30 925

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Pfarrsekretärin in St. Marien: Theresia Gaida

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Dienstag 14.00-18.00 Uhr

Änderungen der Öffnungszeiten sind möglich. Darüber informiert unser Wochenblatt.

Frau Eva Struckmann, Pfarrsekretärin der Gemeinde St. Marien

Pfarrsekretärin in St. Marien: Eva Struckmann

Öffnungszeiten des Pfarrbüros St. Marien:

Dienstag-Freitag 09.30-12.00 Uhr

Dienstag 14.00-18.00 Uhr

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Pfarrsekretärin in St. Stephanus: Marita Mindermann

Öffnungszeiten des Pfarrbüros St. Stephanus:

Mittwoch 9.00-12.00 Uhr

Freitag 10.00-13.00 Uhr

Änderungen der Öffnungszeiten sind möglich. Darüber informiert unser Wochenblatt.

Sommerzeit 2026

Das Pfarrbüro in St. Stephanus ist vom 6. bis 31. Juli nicht besetzt, das ökumenische Zentrum bleibt in dieser Zeit komplett geschlossen (außer zu den Gottesdiensten).

Das katholische Pfarrbüro in St. Stephanus ist vom 24. August bis einschließlich 15. September geschlossen.

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Dienstzeiten in St. Marien:

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