Das Vortragekreuz

Ein kleiner Rundgang durch unserer Pfarrkirche St. Marien

Das Vortragekreuz in St. Marien, gestaltet von Josef Baron

Das Vortragekreuz – Der Gekreuzigte als der Auferstandene

Beachten Sie bitte auch unsere Artikel über die Geschichte der Umbauarbeiten des Altarbereichs und über den Zusammenhang der Kunstwerke untereinander.

 

Unser Vortragekreuz – Beschreibung

Unser Vortragekreuz steht in der Nähe des Ambos. An drei Enden des Kreuzes (oben, links, rechts) sind Pinienzapfen dargestellt, ein antikes Symbol der Fruchtbarkeit, das auf den Kult des Attis zurückgeht.

Die Füße des gekreuzigten Jesus Christus ruhen auf einer kugelförmigen Verdickung des Kreuzesstammes.

Über dem Punkt, an dem sich die senkrechte und die waagerechte Achse des Kreuzes treffen, ist das Haupt des Gekreuzigten dargestellt. Um diesen Punkt herum zieht sich ein Kreis, der an ein Rad oder eine Sonne erinnern kann.

Exkurs: Zum Kult des Attis

Der Kult des Attis stammt ursprünglich aus Kleinasien. In der Spätantike erlangte Attis Bedeutung als Gottheit, die starb und im Frühjahr auferstand und zurückkehrte. Das galt den in den Mysterienkult Eingeweihten als Beweis für Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Dem Attis waren Veilchen und Pinien als Attribute zugeordnet.

Unser Vortragekreuz – Zur Deutung

Die Pinienzapfen sind ein Sinnbild für die Wiederkehr des Lebens und symbolisieren hier die Auferweckung und die Unsterblichkeit Jesu Christi. Das Rad kann auf den Jahreslauf und damit auch auf die Wiederkehr des Lebens im Frühling hinweisen; es kann sich aber auch um eine stilisierte Sonne handeln, die für unsere Erde die Quelle des Lebens ist. Damit wird der Gekreuzigte als der (künftig) Auferstehende und als die Quelle des Lebens verkündigt. Als Herrscher der Welt ruhen seine Füße auf der Weltkugel.

Bilder des Vortragekreuzes finden Sie hier.

Das Vortragekreuz in St. Marien, gestaltet von Josef Baron

Das Vortragekreuz in St. Marien, gestaltet von Josef Baron

Das Vortragekreuz in St. Marien, gestaltet von Josef Baron