Familien-Brief-Archiv

Archiv der „Briefe an Familien“

„Brief an Familien“

An jedem Wochenende verschickt das Team der familienfreundlichen Gottesdienste per Email einen „Brief an Familien“. Außerdem erhalten Familien und andere Interessierte mit dieser wöchentlichen Email auch aktuelle Infos für Familien. Wer diesen „Brief an Familien“ gerne erhalten möchte, melde sich bei Gemeindereferentin Jutta Segger (segger(ät)kath-kirche-lg.de).

Die früheren „Briefe an Familien“ finden Sie auf dieser Seite, die neueren hier.

Brief vom 6. November 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

bevor es gleich mit dem Familienimpuls weitergeht, hier noch einmal der Hinweis auf den „Familiennachmittag rund um St. Martin“ am Samstag, 12. November 2022: Das familienfreundliche Team lädt von 15 bis ca. 17.30 Uhr zum „Familiennachmittag“ ins ökumenische Zentrum St. Stephanus ein. Im bunten Familiengottesdienst gibt es verschiedene kreative Mitmachangebote zum Thema „Teilen wie St. Martin“. Bitte Gebäck zum Kaffeetrinken und ein Kleidungsstück und/oder Spielzeug zum Teilen als Spende für das „Caritas Kinderland“ mitbringen und, falls gewünscht, auch eine Laterne für einen abschließenden Laternengang. Anmeldungen bitte an Jutta Segger per Email: segger(ät)kath-kirche-lg.de.

Und nun zum Familienimpuls: Zeit zu Spielen!

Bald werden alle bunten Blätter von den Bäumen gefallen sein und ein Blick aus dem Fenster sagt uns: Nun ist der November gekommen. Es ist meist ungemütlich, nass und kalt, früh am Morgen gehen wir im Dunklen frierend los und wenn wir nach Hause kommen, dämmert es auch schon wieder. Was kann uns in dieser trüben Zeit aufmuntern? Für uns ist die Zeit gekommen, gemeinsam Spiele im Haus zu spielen. Hast du ein Lieblingsspiel? Meine kleinen Kinder fangen gerade erst damit an, Brettspiele zu erkunden, am liebsten spielen sie jede Form von Memory. Sie lieben es, unter den verdeckten Karten die passenden Paare aufzudecken. Nebenbei lernen sie, dass es Regeln gibt, an die sich jeder hält. Aber auch, dass es große Freude bereitet, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, indem man sich auf Karten aufmerksam macht, die dringend vom anderen gebraucht werden, um eine Sammlung fertig zu machen. Am schönsten ist es, wenn alle in der Familie Zeit haben, mitzuspielen. Wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen und sich zusammen über Erfolge freuen und den Verlierer aufmuntern. In dieser kleinen Runde fühlen wir uns aufgehoben und geborgen, wir können sein, wie wir sind, und merken, dass Gott bei uns ist.

Im November, dem kalten dunklen Monat, gibt es viele Feiertage, an denen wir an die denken, die verstorben sind. Wir fühlen, dass wir ein Teil eines großen Ganzen sind, ein Glied in einer Kette, die zusammenhängt. Ich habe mir vorgenommen, meinen Kindern alte Fotoalben zu zeigen und ihnen nahezubringen, dass es Menschen gab, die vor ihrer Zeit gelebt haben, aber etwas mit ihnen zu tun haben. Einen Onkel, der auch immer so neugierig war, eine Oma, die genauso gern gemalt hat wie sie. Oder unseren Opa, der immer, wenn er beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“ verloren hatte, den Würfel zum Fenster hinauswarf – der Nachbar brachte dann nach einiger Zeit eine Hand voll Würfel lachend an die Tür. Auch im Spiel gibt es Familientraditionen. In den Geschichten bleiben die Verwandten lebendig und sie helfen, uns selbst zu verstehen.

Gibt es bei euch auch gern erzählte Familiengeschichten? Wie sah Oma im Brautkleid aus? Welche Spiele hat dein Opa als Kind gern gespielt? Gibt es Verwandte, die noch mehr Geschichten erzählen können? Vielleicht hast du Lust, sie anzurufen und mal nachzufragen. Oder besser noch: Bastle ein Memory-Spiel oder ein Puzzle aus den schönsten Familienfotos des Jahres und verschicke sie an Oma und Opa oder an Verwandte, die weit entfernt leben und dich nicht so oft sehen können. So haben auch sie an trüben Novembertagen ein Spiel zur Aufmunterung und ein Bild von dir als Zeichen, dass ihr als Familie beisammen seid.

Memory selber machen

Du brauchst:

  • festen, einfarbigen Bastelkarton
  • Lineal
  • Bleistift und Schere
  • doppelt ausgedruckte Fotos
  • eventuell transparente Klebefolie
  • Klebstoff

So wird’s gemacht:

  1. Zeichne mit Bleistift und mit Hilfe des Lineals ein gleichmäßiges Raster auf den Bastelkarton, sodass gleich große Quadrate entstehen. Schneide die Quadrate aus.
  2. Schneide deine Fotopaare in der gleichen Größe zu und klebe sie gleichmäßig auf die Vorderseiten der Quadrate aus Bastelkarton. Achte darauf, dass die Rückseiten identisch sind.
  3. Wenn du die Quadrate nun mit transparenter Klebefolie beklebst, ist das Spiel etwas länger haltbar.

Viel Spaß beim Spielen und liebe Grüße von Anna und dem familienfreundlichen Team St. Stephanus

Das Wochenblatt vom 6. November finden Sie hier.

Brief vom 23. Oktober 2022

Brief vom 9. Oktober 2022

Liebe Kinder! Liebe Familien!

Mario hat es schon letzte Woche geschrieben: Diese Woche und auch das bevorstehende Wochenende stehen ganz im Zeichen des Heiligen Franziskus. Am 4.10. haben wir diesem Heiligen, der schon früh erkannte, dass die Schöpfung wichtig ist, gedacht. Und auch unser Papst erinnert mit seinem Namen an den Heiligen Franziskus. Doch wer war Franz von Assisi? Wir erzählen es euch:

Vor vielen Jahren lebte in Italien der heilige Franziskus. Geboren wurde er in der Stadt Assisi. Deshalb nennt man ihn auch Franz von Assisi. Franziskus wollte anders leben als seine Eltern. Er wollte leben wie Jesus. Er war reich, doch alles, was ihm gehörte, verschenkte er und wurde ganz arm. Er kümmerte sich um Kranke und um Menschen, mit denen niemand zu tun haben wollte. Wo Menschen Streit hatten, half er, dass sie wieder gut zueinander sein konnten. Er war gut zu Tieren und Pflanzen und konnte es nicht leiden, wenn Menschen die Erde schlecht behandelten. Erst lachten die Menschen Franziskus aus, später verehrten sie ihn und viele Menschen wollten leben wie er. Den Sonnengesang schrieb er, als Winter war und er sehr krank war. Er lag da in einer Hütte im Kloster der heiligen Klara und ihrer Mitschwestern.

Sonne, Mond, Sterne, Wasser, Tiere, … - alle diese Bestandteile der Schöpfung lobte er in seinem berühmten Sonnengesang. Am Sonntag, 9. Oktober, im Gottesdienst um 10:30 Uhr wollen wir dazu eine kleine Einheit für Kinder gestalten. Herzliche Einladung!

Einen Vorgeschmack bekommt ihr mit dem Lied Laudato Si, das ihr vielleicht schon kennt: https://www.youtube.com/watch?v=k7ArkAOn688

Für größere Kinder hänge ich die ausführlichere Lebensgeschichte des Franziskus an.

Und passend dazu wollen wir am Samstag, 8. Oktober, von 14 bis ca. 17:30 Uhr einen Ausflug in den Archepark machen. Vielleicht hat sich die eine oder andere Familie noch dazu angemeldet. Wir freuen uns darauf!

Viele Grüße von Judith und dem gesamten Team des familienfreundlichen Gottesdienstes

Das Wochenblatt vom 9. Oktober finden Sie hier.

Brief vom 25. September 2022

Brief vom 24. Juli 2022

Brief vom 10. Juli 2022

Hallo liebe Kinder und Eltern,

Nach den Monaten der Schule und des Kindergartens ist ein Ende in Sicht: die Sommerferien. Freut Ihr Euch schon darauf???

Ihr braucht nicht mehr den Wecker stellen und könnt ausschlafen. Sich erholen, und die Zeit mit Euren Familien und Freunden genießen. Fahrt Ihr in den Urlaub oder bleibt Ihr in Lüneburg?

Es gibt vieles zu entdecken und auszuprobieren. Schaut Euch die wundervolle Welt der Natur mit ihren verschiedenen Farben an, andere Länder mit ihren Sitten und Bräuchen.

Aber den Schutz dieser wundervollen Welt nicht außer Acht lassen.

Danken wir Gott, dass er für uns so eine wundervolle Erde erschaffen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=C6hj2qvhyqw

Markus und das gesamte Team Familienfreundlicher Gottesdienst wünscht Euch schöne Ferien, und tankt neue Kraftreserven! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Euch nach den Sommerferien

Hier finden Sie das Wochenblatt vom 10. Juli 2022.

Brief vom 16. Juni 2022

Liebe Familien, liebe Kinder,

jetzt am Donnerstag, 16. Juni, feiern wir das Fest Fronleichnam.

Das Fronleichnamsfest war in meiner Kindheit nach Himmelfahrt und Pfingsten immer der dritte große Feiertag im Frühsommer, gibt es doch einige Bundesländer, in denen auch an diesem Tag schulfrei ist. Beim Gottesdienst und anschließender Prozession durch Dorf und Felder war das Aufgebot der Messdiener immens und schon Tage vorher hatten wir Blumenteppiche an den einzelnen Stationen gelegt, die Erstkommunionkinder machten sich ein zweites Mal richtig schick und begleiteten die Prozession, anschließend gab es ein großes Gemeindefest!

So präsent ist uns das, was wir an Fronleichnam, feiern, aber oft gar nicht: Daher kommt hier eine kleine Erklärung!

Die Geschichte zu Fronleichnam beginnt noch vor Ostern: An Gründonnerstag hat Jesus mit seinen zwölf besten Freunden, den Aposteln, zusammen gegessen. Wir nennen das auch das „Letzte Abendmahl“, weil Jesus am Tag danach getötet wurde. Jedenfalls teilte Jesus das Brot und gab es seinen Aposteln. Dabei sagte er: „Das ist mein Leib.“ Auch vom Wein gab er ihnen etwas ab und sagte: „Das ist mein Blut.“ Er sagte seinen Freunden also, dass er selbst in dem Brot und in dem Wein ist.

Auch heute spricht ein Priester in der Eucharistie diese Worte von Jesus. Das heißt, dass Jesus in der Eucharistie nicht nur in unserer Erinnerung bei uns ist. Er ist wirklich bei uns! Und genau das feiern wir Katholiken an Fronleichnam. Dabei ist es auch nicht schlimm, dass wir ihn nicht sehen, riechen oder schmecken können. Denn Jesus selbst hat uns und seinen besten Freunden versprochen, dass er da ist.

Bräuche an Fronleichnam

Weil Jesus selbst in der Hostie ist, wird sie von den Katholiken sehr bewundert und verehrt. In der Kirche bewahrt man sie daher wie einen Schatz auf. Sie kommt in einen schönen Schrank, der kunstvoll bemalt oder mit Gold verziert ist. In der Nähe des Schranks brennt außerdem immer eine Kerze. Sie soll zeigen, dass Gott immer da ist.

An Fronleichnam selbst haben die Katholiken dann noch einen speziellen Brauch. Sie wollen allen Menschen zeigen, dass Jesus bei ihnen ist. Deshalb gehen sie gemeinsam die Straße entlang. Alle singen und beten dabei. Der Weg führt an schön geschmückten Tischen vorbei, an denen man anhält, um Gott dafür zu danken, dass er immer für einen da ist. Diesen Umzug nennt man „Prozession“. Die Hostie hat dabei einen besonderen Platz: Der Priester geht meistens ganz vorne mit einem schön geschmückten Gefäß, der Monstranz. An dem Gefäß ist ein kleines Fenster, durch das man eine Hostie sieht. In manchen Gegenden kommen sogar Leute von weit her, um bei den Prozessionen dabei zu sein. Und auch die Kinder haben an diesem Tag eine ganz besondere Rolle: Sie streuen Blumenblätter auf den Weg, über den die Hostie mit Jesus getragen wird.

Quelle: katholisch.de

Ebenda gibt es auch eine kleine Bildergeschichte und ein Video für Kinder zu Fronleichnam! https://www.youtube.com/watch?v=ZWpmWuR2Wd8

Eine gute Woche wünscht euch Judith und das gesamte Team des familienfreundlichen Gottesdienstes!

P.S. Einladung zum Familiengottesdienst: Das familienfreundliche Team St. Stephanus lädt herzlich ein zum Familiengottesdienst in der Hl. Messe jetzt am Sonntag, 19. Juni 2022, um 10.30 Uhr in der kath. Kirche St. Stephanus (bitte: St. Stephanus-Platz 1, 21337 in das Navi eingeben). Der Gottesdienst ist so gestaltet (Lieder, kommunikative und kreative Gestaltung mit viel Bewegungsmöglichkeiten), dass eine Mitfeier auch gerade für Familien mit kleinen Kindern passend ist. Anschließend wird zum Spielen und Snacken auf den nur ca. 200 m entfernt gelegenen Aktivspielplatz eingeladen. Bitte für die eigene Familie einen kleinen Mittagsimbiss mitbringen. Für Kaffee und Getränke ist gesorgt. Infos und Rückfragen dazu bei Gemeindereferentin Jutta Segger: 01573 67 37 913.

Das Wochenblatt vom 19. Juni 2022 finden Sie hier.

Brief vom 2. Juni 2022

Liebe Familien, liebe Kinder,

Weihnachten, Ostern, das ist schon klar, diese Feste kennt schon jedes Kind auch aus der Krippe, Kindergarten und Schule. Denn es wird gefeiert bei solchen Festen, fast so, wie ein eigener Geburtstag.

Danach noch Christi Himmelfahrt – auch wer es nicht kennt, die Wörter Christi Himmelfahrt stellen noch ein mögliches Bild dar, wie Christus in den Himmel fuhr.

Und nun Pfingsten, was gibt es da zu feiern, nachdem Jesus Christus von den Toten auferstanden und in den Himmel gefahren ist?

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und festgehalten als die Geburtsstunde der Kirche. Und so wie bei jeder Geburt wird anschließend einmal im Jahr Geburtstag gefeiert.

Denn, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, trafen sich seine Jünger, um über die Überlieferung, Jesus Christus in die ganze Welt zu tragen, zu sprechen. In dem Moment kam der Heilige Geist in der Form eines Zungenfeuers über ihnen zum Vorschein und plötzlich konnten sie in unterschiedlichen Sprachen sprechen, um das Wort Gottes in die ganze Welt zu überliefern. Der Heilige Geist symbolisiert Gott/Jesus in seiner Dreifaltigkeit und kehrt zu seinen Jüngern auf die Erde zurück.

Somit ist das Pfingstfest ein internationales – und multikulturelles – Kirchenfest, da alle Sprachen vertreten waren und durch diese Verständigungsmöglichkeit Gemeinschaft entstand.

Auch wenn an Pfingsten kein Kirchengebäude gebaut wurde, ist die Überlieferung des christlichen Glaubens in unterschiedlichen Sprachen und die dadurch entstandene Gemeinschaft im Glauben an Jesus der Grundstein, aus und auf dem Kirche dann gebaut ist.

Zu dieser Jahreszeit blüht eine ganz besondere Blume, welche den Namen …rose trägt und dadurch die Pfingstzeit auch in der Natur zu erkennen ist.

Hier noch ein Video, das Pfingsten noch anschaulicher und begreifbarer für euch Kinder macht – viel Spaß dabei: https://www.youtube.com/watch?v=9OptatdmQeo

Mit sonnigen Grüßen und ein schönes Pfingstfest, Daria und das familienfreundliche Team

P.S. Save the date: Am Sonntag, den 19. Juni feiern wir um 10.30 Uhr in der Hl. Messe in St. Stephanus wieder einen Familiengottesdienst, besonders auch für Familien mit kleinen Kindern. Hinterher gibt es wieder die Möglichkeit mit einem kleinen Mittags-Picknick auf dem Aktivspielplatz noch etwas Zeit mit Spielen, Klönen und Essen miteinander zu verbringen. Weiter Infos im nächsten Wochenblatt und in der nächsten Familienmail.

Das Wochenblatt vom 5. Juni 2022 ist hier zu finden.

Brief vom 22. Mai 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,,

heute ist Weltbienentag. Dieser Tag soll uns alle an die Bedeutung der Bienen für die Natur und für jeden einzelnen von uns erinnern. Überall um uns herum wachsen Bäume und blühen Blumen. Der Raps steht in der Blüte, die Erdbeeren blühen. Viele Obstbäume sind gerade durch mit ihrer Blüte. Nach dieser Blüte kommt irgendwann die Frucht in Form von Erdbeeren, Äpfeln o.ä.

Doch habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, was passieren muss, damit es zur Bildung der Frucht kommen kann? Wasser und Sonne/Wärme alleine reichen nämlich nicht aus. Ohne die Hilfe der fleißigen Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen, Nektar einsammeln und dabei die Blüten bestäuben, wäre die Entstehung der Früchte nicht möglich.

Schon in der Bibel wird deutlich, dass jeder einzelne wichtig ist, jeder seine Aufgabe hat und auf keinen verzichtet werden kann. Ich finde, an der Biene wird uns dies noch einmal verdeutlicht.

Die Biene ist im ersten Moment unscheinbar, viele haben sogar Angst vor ihr, aber sie hat eine wichtige Aufgabe. Wenn sie ihre Aufgabe (das Bestäuben der Blüte) nicht erfüllt, kommt es nicht zur Bildung von Früchten. Diese bilden für uns aber die Lebensgrundlage. Konsequent zu Ende gedacht heißt das, dass wir ohne die Biene nicht leben können.

Gott ist sich der Bedeutung von jedem Lebewesen bewusst. Wir müssen an vielen Stellen uns wieder daran erinnern, wie groß die Bedeutung anderer Lebewesen eigentlich für uns ist.

Vielleicht achtet ihr in den nächsten Tagen mal aktiv auf das wilde Treiben der Insekten rund um die Blüten und auf die fleißigen Bienchen. Entsetzt werden ihr bestimmt feststellen, dass es sehr wenige zu finden gibt.

Umso wichtiger ist, dass wir uns der Bedeutung bewusst sind und alle versuchen, die Tiere zu schützen.

Liebe Grüße Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S.: Wer sich noch nicht zum Ausflug „Familien mit Ausblick“ mit Andacht, Picknick und Kinderspielen angemeldet hat (Details siehe Anhang), ist herzlich eingeladen, dies auch spontan unter 01573 624 08 43 zu machen.

Das Wochenblatt vom 22. Mai ist hier zu finden.

Brief vom 8. Mai 2022

Liebe Familien,

der Mai hat begonnen! Wie herrlich die Natur alles begrünt! Wir leben wieder so richtig auf und können uns mit den Kindern die meiste Zeit draußen aufhalten.

Im kirchlichen Kontext ist der Mai eng mit Maria verbunden. Früher konnte ich damit gar nichts anfangen, aber als Mutter verspüre ich irgendwie eine Verbundenheit zu dieser Figur. Besonders merke ich das, wenn Weihnachten naht. Doch auch jetzt gerade …: da fällt mir die Kirche St. Maria Königin in Bleckede ein. Wer Lust hat, macht, z.B. anlässlich des Muttertages, einen Ausflug dorthin. Im benachbarten Kirchgarten findet sich ein Marienbeet. Dort haben Mitglieder der Gemeinde allerlei Pflanzen gesetzt, die mit Maria zu tun haben, z.B. den Frauenmantel. Eine kleine Infobox am Eingang des Gartens hält eine Broschüre für den Besucher bereit. Es gibt dort auch Kirchbienen und Künstlerisches, das die Boliviengruppe zusammen mit Gästen aus Bolivien gestaltet hat. Der Garten bietet sich auch zum Picknick an oder ihr stattet der Eisdiele in der Nähe einen Besuch ab oder setzt mit der Fähre über die Elbe oder besucht die Biber im Elbschloss oder, oder, oder …

Einen schönen Muttertag wünscht euch Judith und das gesamte familienfreundliche Team

Weiteres …

Die Geschichte Marias

Wir wissen nicht, wie Maria als Kind gelebt hat. Es wird erzählt, dass ihre Eltern Joachim und Anna hießen. Sie waren einfache Leute und lebten in Israel.

Marias Geschichte beginnt, als sie ein junges Mädchen war und ihr ein Engel erschien. Wir denken heute am Fest Mariä Verkündigung noch daran. Der Engel teilte ihr mit, dass sie einen Sohn bekommen wird, den sie Jesus nennen solle und dass er der Heiland der Welt sein würde.

Einige Monate später musste Maria mit ihrem Mann Joseph nach Bethlehem reisen und ihr Kind unterwegs in einer Höhle zur Welt bringen, die als Viehstall diente, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Ein wenig später musste sie sogar mit Joseph und ihrem Baby in ein fremdes Land fliehen, weil der Kaiser es töten wollte. Sie flüchteten nach Ägypten. Dort war Maria eine Fremde, weit weg von zuhause. Das war bestimmt nicht leicht für sie, aber irgendwann konnte sie nach Nazareth zurückkehren.

Dann erfahren wir in der Bibel nichts mehr über Jesus und seine Familie und das Leben in Nazareth, bis Jesus zwölf Jahre alt war. Als die Familie nach Jerusalem zum Osterfest pilgerte, war Jesus am liebsten mitten unter den gelehrten Männern im Tempel. Unbemerkt blieb er sogar dort, als seine Eltern sich auf den Rückweg machten. Als seine Eltern ihn plötzlich vermissten, ihn nach langem Suchen fanden und ihm Vorwürfe machten, sagte er ihnen, dass er ein größeres Zuhause bei Gott gefunden habe. Aber seine Eltern konnten noch nicht verstehen, was er damit meinte.

Danach hören wir nichts mehr über Joseph. Man nimmt an, dass er früh verstorben ist. Es war sicher schwierig für Maria, nun alle Probleme allein zu lösen.

Von Jesus erzählen die biblischen Schriftsteller erst wieder, als er ungefähr 30 Jahre alt ist. Er gab seinen Beruf als Zimmermann auf, verließ seinen Heimatort und zog mit seinen Freunden durch das Land. Er wollte den Menschen von Gott erzählen und wie dieser sich das Leben der Menschen vorstellt. Maria hörte seltsame Geschichten über ihren Sohn. Er sei mit Betrügern zusammen, esse mit ihnen, kümmere sich um verrufene Mädchen und achte auch die Gesetze seiner jüdischen Religion nicht immer. Ich stelle mir vor, dass Maria sich große Sorgen gemacht hat und dass es ihr nicht leicht gefallen ist, das alles zu verstehen. Aber Maria hielt zu Jesus und begleitete ihn aus der Ferne mit ihren guten Wünschen und Gebeten.

Als Jesus dann angeklagt und hingerichtet wurde, war sie ganz nahe bei ihm. Sie stand unter dem Kreuz. Als Jesus vom Kreuz abgenommen wurde, hielt Maria sicherlich ihren toten Sohn auf dem Schoß, bevor er begraben wurde. Nach seinem Tod blieb sie bei seinen Freunden und Freundinnen. So erfuhr sie auch, dass Gott Jesus nicht im Tod gelassen hat. Wie glücklich wird sie gewesen sein.

Wann und wo Maria gestorben ist, wissen wir nicht. Am 15. August feiern wir das Fest Maria Himmelfahrt. Es erzählt davon, dass Maria nun bei Gott im Himmel ist und er sie besonders lieb hat als Mutter von Jesus. Mit all unseren Sorgen und Nöten können wir zu ihr kommen. Maria ist eine Mutter, sie ist die Mutter des Lebens … und es ist gut, dass sie geboren wurde, um für uns alle zur Mutter zu werden.

Brief vom 24. April 2022

Hallo Kinder,

die Ostertage sind leider vorbei und hoffentlich habt ihr so manches Osterei gefunden. Wie jedes Jahr haben wir diesen Brauch sehr genossen, auch das Wetter spielte mit und der Osterhase verteilt definitiv im Sonnenschein lieber Eier als im Regen.

In die Kirche ist wahrscheinlich kaum einer von euch gegangen, obwohl auch dort der Osterhase da war. Wie wir schon (gerade bedingt durch Corona) festgestellt haben, muss man aber nicht unbedingt einen Gottesdienst besuchen, um sich mit Gott verbunden zu fühlen und christliche Feiertage/Feste zu begehen. Wir hatten dieses Jahr leider auch keine Zeit für die Messe, aber die Auferstehung Jesu von den Toten haben wir trotzdem gefeiert. Neben dem Lesen und Diskutieren der Geschichte (ja, bei uns muss alles erklärt und diskutiert werden), haben wir auch selbstgemachte Osterkerzen verschenkt und unsere eigene schon beim Frühstück angezündet. Vielleicht hattet ihr ja ähnliche Ideen, um eines der (für mich) größten Geschenke des Christentums zu gedenken – die Auferstehung Jesu von den Toten.

Gleichzeitig haben wir die Feiertage genutzt in unserem Garten und im Wald zu bewundern, wie die ersten Pflanzen und Tiere zu neuem Leben erweckt werden. Dies passte für mich in gewisser Weise perfekt zu Ostern Jesus ist von den Toten auferstanden und wir konnten bewundern, wie so vieles in den warmen Tagen aus dem Winterschlaf erwacht ist. Natürlich ist es nicht das Gleiche, aber Samen und Bäume sehen im Winter wie tot aus und gerade zu Ostern fing bei uns der Kirschbaum an zu blühen und die ersten kleinen Möhrenpflanzen sprossen aus der Erde.

Vielleicht habt ihr am Wochenende jetzt ja Lust, auch euren Garten etwas weiter zu gestalten oder einfach nur zu genießen. Tipp: Wenn ihr keinen eigenen Garten, sondern einen Gemeinschaftsgarten habt, wo man nichts verändern darf, oder einen Balkon habt, könnt ihr super Kartoffeln in Eimern anpflanzen. Das klingt zwar erstmal verkehrt, klappt aber super! Meine Freundin erntet jedes Jahr wieder ganz viele Kartoffeln. Eine genauere Anleitung findet ihr unter https://www.gartentipps.com/kartoffeln-eimer-anleitung.html

In diesem Sinne wünschen wir euch ein wunderschönes Wochenende

Ulricke und das familienfreundliche Team

Das Wochenblatt vom 24. April findet ihr hier.

Brief vom 10. April 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

der Frühling mit seiner Wärme und dem Sonnenschein führt dazu, dass das Thema Natur, Pflanzen und Tiere bei vielen plötzlich wieder in den Vordergrund rückt. Bei Debatten innerhalb meiner Familie stellte sich die Frage, wie und wo da überhaupt die Schöpfung hinein passt.

Schnell ist klar: Schöpfung ist ein religiöser Begriff. Es verbirgt sich dahinter, dass Gott die Erde geschaffen hat. So steht es auch in der Bibel: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (Genesis 1,1).

Doch was heißt das eigentlich genau? Die Welt ist Gottes Schöpfung?

Die Kernaussage ist, dass alles, was ist, seinen Ursprung in Gott hat, von ihm gehalten wird und in ihm sein Ziel hat.

Seine Schöpfung übergab Gott dann den Menschen. Diese fingen an sie zu gestalten. Die Menschen machten sich die Natur untertan, damit sie darin überleben konnten. Doch je stärker der Mensch die Natur veränderte, desto mehr schadete er sich auch selbst. Diese traurige Erkenntnis mussten wir erst einmal machen. Der biblische Auftrag, der sich daraus für heute ergibt, lautet also: Wir sollen Gottes Schöpfung nicht nur gestalten, sondern auch bewahren, da sie eigentlich ein Geschenk Gottes an alle Menschen ist (frühere, jetzige und zukünftige Generationen).

Die Schöpfung erhalten klingt einfacher als getan. Mein Sohn und ich haben beschlossen, dass wir anfangen wollen, indem wir im Garten Pflanzen ausbringen, die bienenfreundlich sind. Diese Notwendigkeit hat auch ein Dreijähriger sofort verstanden. Außerdem haben wir Samenbomben gemacht, damit wir auch überall bienenfreundliche Pflanzen verteilen können. Wer Nachbarn oder Großeltern eine Hand voll Samen in die Hand drückt, kann sich nicht sicher sein, dass sie gepflanzt werden. Seien wir ganz ehrlich meist geschieht dies eher nicht … Aber wir haben letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass Samenbomben alle mit ihm zusammen gleich sofort im Garten eingepflanzt haben und so überall bienenfreundliche Blumen anfingen zu wachsen. Mein Sohn war begeistert und ist den ganzen Sommer über in verschiedenen Gärten immer mal wieder vorbei gegangen, um nach „seinen“ Blumen zu schauen und die Bienen haben sich sicher auch gefreut.

Wer sich an dieser wirklich einfachen Aktion auch mal versuchen will, findet hier eine Anleitung: https://www.geo.de/geolino/basteln/19387-rtkl-seedbombs-so-macht-ihr-samenbomben-selbst

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende, einen schönen Palmensonntag und eine besinnliche Karwoche. Ulricke

P.S.: Wer genau aufgepasst hat, hat festgestellt, dass ich oben zwischen Schöpfung und Natur wieder fließend hin und her gewechselt habe. Und für alle, die es wirklich interessiert: Schöpfung und Natur bedeuten eigentlich das Gleiche. Nur den wunderschönen Gedanken eines Geschenkes Gottes findet man nur bei der Schöpfung. Der religiöse Hintergrund unterscheidet also Schöpfung und Natur. Ansonsten beschreiben sie genau dieselben Dinge.

Unser Wochenblatt vom 10. April 2022 finden Sie hier.

Brief vom 27. März 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

gestern war ein ganz besonderer Fastensonntag, der vierte. Er trägt den lateinischen Namen „Laetare“, was „Freue dich“ bedeutet, denn die Mitte der Fastenzeit ist überschritten und Ostern kommt näher, die liturgische Farbe des Tages ist nicht violett, sondern rosa. Es mischt sich sozusagen schon das Weiß des nahenden Osterfestes in die lila Farbe der Fastenzeit. In der Zeit, als auch die Sonntage noch Fastentage waren, war „Laetare“ vom Fasten ausgenommen.

In der vorigen Woche haben Kinder beim Kindercafé ganz viele Kuchen gebacken, nicht nur für sich und ihre Familien, sondern auch für die diesjährige ökumenische Fastenaktion, die den aktuellen Konflikt und die Partnergemeinden in Bolivien und Peru auch uns in Lüneburg ans Herzen bringt.

Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen, herkünftig aus unterschiedlichen Orten auf unserer Welt, haben gestern miteinander gebetet, gesungen, musiziert, gefeiert. Mit meiner und anderen Familien konnte ich gestern, völlig überraschend, wertvolle Zeit verbringen.

Es war für mich ein toller „Laetare“-Sonntag mitten in der Fastenzeit.

Dieses Familiengebet möchte ich Euch heute Abend mitgeben:

Guter Gott,

bevor wir unsere Augen schließen,

möchten wir uns für alles bedanken,

was heute gut und schön war.

Wir denken an die Menschen,

die wir gern haben, und bitten dich:

Begleite und beschütze sie.

Wir denken auch an Menschen,

denen es nicht so gut geht,

schau auf sie und schenke ihnen

Trost, Hoffnung und helfende Hände.

Du willst, dass wir Menschen

uns gegenseitig helfen,

mach uns mutig und stark,

damit wir das auch schaffen!

Behüte uns in dieser Nacht

und lass uns gut und tief schlafen,

so dass wir den nächsten Tag

ausgeruht und fröhlich beginnen können.

P.S.: Herzliche Einladung zu unserem Familienkreuzweggebet am Karfreitag, 15. April, um 10.30 Uhr und zum Familiengottesdienst in der Hl. Messe am Ostermontag, 18. April, ebenfalls um 10.30 Uhr, beides in St. Stephanus.

Anmeldung per Email: segger(ät)kath-kirche-lg.de oder per Handy: 01573 67 37 913, gern mit Alter der Kinder.

Das familienfreundliche Gottesdienste Team und ich, Mario, wünschen Euch und Euren Lieben eine von Gott gesegnete Woche.

Brief vom 13. März 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

in den letzten Tagen war ich oft zwiegespalten unterwegs. Einerseits habe ich mich sehr über das tolle Frühlingswetter gefreut, war Eis essen und habe einfach die Seele baumeln lassen und andererseits war da doch eigentlich noch etwas Anderes – dieses Fasten. Etwas was bei mir stets auch Aufmerksamkeit benötigt, etwas auf das ich in meinem Alltag Acht geben muss, damit ich es nicht vergesse. Etwas das ich trotz des schönen Frühlingswetters nicht vergessen darf und will.

Jetzt ist die Fastenzeit ja bereits ein wenig vorangeschritten und jeder, der fasten möchte, hat sich längst seine Ziele gesteckt. Nun sollte man zum ersten Mal Revue passieren lassen: Habe ich wirklich geschafft zu fasten? Warum habe ich Ausnahmen gemacht? Und manch einer fragt sich bestimmt, ob er oder sie ihre Ziele nicht zu hochgesteckt hat.

Und ja, Fasten ist nicht immer einfach, aber das soll es ja auch nicht. Manchmal muss man sich das auch vor Augen führen. Immerhin ist es eine bewusste Veränderung unseres Alltages. Den gewohnten Trott verändern, ist in der Planung erst mal einfach und dann schnell schwierig. Interessanterweise habe ich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich wirklich drangeblieben bin, und die ersten zwei Wochen überstanden hatte (ja, so lange dauert es meist bei mir), dann stelle ich fest, dass eine Veränderung des Alltages gar nicht so schlecht ist, manchmal sogar sehr schön und sich nach Ostern weiter hält. Aber so weit zu kommen, ist nicht nur einfach.

Ich möchte mit dieser E-Mail einfach einmal ausdrücken, dass es, glaube ich, uns allen gleich geht. Man ist mit dem Fasten nicht allein. Vor Corona wurde man an den Sonntagen in der Kirche immer an die Gemeinschaft erinnert, an den Grund für das Fasten (Gott gegenüber eine fragende Haltung einzunehmen und zu hören, was er zu sagen hat, und damit die Erinnerung daran, dass wir es nicht immer allein und selber am besten wissen, was gut für uns ist). Jetzt scheint man im ersten Moment alleine damit zu stehen und alleine durchhalten zu müssen. Aber dem ist nicht so. Denn obwohl man nicht mehr jeden Sonntag in der Kirche darin erinnert wird und sich weniger mit anderen über das Thema austauscht, fasten doch sehr viele Menschen und nicht nur Gläubige, denn irgendwie ist Fasten in Deutschland auch Tradition.

Also lassen Sie uns einfach zusammen durchhalten. Wer den Anfang schafft, hat den schwersten Teil hinter sich. Da bin ich mir sicher.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Genießen Sie den wunderschönen Frühlingsanfang und denken Sie trotzdem ein wenig an die Gemeinschaft und das Fasten.

Liebe Grüße Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S.: Ich glaube bei dem schönen Wetter braucht es keinen Basteltipp für das Wochenende, sondern nur den Tipp trotz der Kälte wirklich rauszugehen. In der Sonne ist es wirklich sehr warm und wer genauer hinschaut bzw. hinhört, stellt auch fest, dass die ersten Vögel aus dem Süden wieder kommen. Hier ziehen Schwärme von Gänsen und die ersten Störche über unsere Köpfe hinweg und an der Elbe kann man sie bewundern (Rastplatz). Vielleicht ist das dieses Wochenende auch einen Ausflug wert, denn die Zeit im Jahr, in der die Zugvögel da sind, ist begrenzt.

Brief vom 27. Februar 2022

Hallo liebe Kinder, hallo liebe Eltern,

den eigentlichen für diese Woche geplanten Ohrwurm werde ich leider nicht schicken, denn auch hier sollten sich die aktuellen Themen wiederfinden.

Frieden. Frieden ist für uns etwas ganz Normales. Der Großteil der Deutschen kennt nichts anderes.

Frieden. Viele hier können sich gar nicht vorstellen, dass es etwas anderes als Frieden gibt.

Frieden. Frieden ist für uns etwas Selbstverständliches doch plötzlich ist es das nicht mehr. Plötzlich wird klar, wie schnell aus Frieden Krieg wird.

Frieden. Jeden Sonntag in der Kirche sagt man „der Friede sei mit dir“. Plötzlich erhält dieser Satz für mich mehr Bedeutung.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema fällt uns allen nicht leicht und keiner möchte es, aber es ist wichtig, dass wir es jetzt tun und nicht ignorieren, was passiert.

In diesem Sinne: „Der Friede sei mit euch.“

Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S.: Wir laden euch recht herzlich zum ökumenischen Familiengottesdienst am Sonntag, 6. März, um 10.30 Uhr in die kath. Kirche St. Stephanus ein. Wir wollen gemeinsam den Beginn der Fastenzeit begehen.

Nach dem Gottesdienst kann ein italienisches Pastagericht als „Fastenessen to go“ gegen eine Spende mitgenommen werden. Um Vorbestellung für die „italienische Fastenmahlzeit“ wird per Email an st.stephanus(ät)kath-kirche-lg.de bis Dienstag, 1. März, gebeten. Der Erlös der Aktion ist für die Partnerprojekte in Bolivien und Peru bestimmt.

Der Gottesdienst wird kreativ und kommunikativ für Kinder und Erwachsene vom familienfreundlichen Team mit Jutta Segger in Zusammenarbeit mit der evangelischen Pastorin Ina Schaede gestaltet.

Anmeldung für Familien gern bei Jutta Segger (segger(ät)kath-kirche-lg.de) oder per Handy: 01573 67 37 913

Informationen zur gesamten ökumenischen Fastenaktion 2022 finden Sie hier.

Brief vom 13. Februar 2022

Liebe Kinder, liebe Familien, liebe Eltern,

passend zum kommenden Familiengottesdienst mit dem Thema: Jesus findet Freunde, möchte ich gemeinsam mit euch über Freunde und Freundinnen nachdenken.

Mal überlegen – was sind Freunde eigentlich? Habt ihr schon Freunde und, wenn ja, wie ist das? Ist es immer schön miteinander oder gibt es auch mal Streit? Gibt es gute und nicht so gute Freunde? Woran erkenne ich Freunde? Braucht man ein bestimmtes Alter? Wofür braucht man Freunde?

Sicherlich habt ihr euch auch schon mal diese oder ähnliche Fragen gestellt, was Freunde für jeden Einzelnen von euch bedeuten.

Aus dem Begriff Freunde leitet sich die Freundschaft ab. Das Internet ist voll mit dem Thema und unterscheidet zwischen unterschiedlichen „Freundschaftsformen“ wie z.B. der Brieffreundschaft und einer Internetfreundschaft, benennt sogar einen zeitlichen Raum für beginnende, seiende oder beendete Freundschaft. Das Kindermutmachlied (https://www.youtube.com/watch?v=bGGb6DMHytE) drückt Freundschaft in Wort, Gefühl und Gestaltung so aus, dass es Gänsehaut beschert. Hört zu und schaut rein. Und wer noch Lust hat, kann sich mit Freunden treffen und das Fingerfarbenbild für „Eure Freundschaft“ nachgestalten, mitsingen oder mit einer Freundschaft beginnen.

Am kommenden Sonntag erfahrt ihr im Familiengottesdienst in St. Stephanus (15.00 Uhr), wie Jesus Freunde findet. Für die Neugierigen unter euch oder diejenigen, die Sonntag nicht dabei sind, hier vorab ein kleines Video zum reinschauen (https://www.youtube.com/watch?v=qXgbeOog7i4).

Viel FREUnDE damit!!! […]

Somit wünschen wir in aller Freundschaft einen guten Start ins Wochenende.

Freundschaftliche Grüße von Daria mit Mara und Lisa und dem familienfreundlichem Team

Brief vom 30. Januar 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

letzte Woche gab es leider keinen Ohrwurm. Aus privaten Gründen ist unser Teammitglied spontan nicht in der Lage gewesen die E-Mail zu schreiben. Also geht es diese Woche mit unserem neuen Thema los.

Wir wollen euch unsere Lieblingsgeschichten aus der Bibel vorstellen. Vielleicht kennt ihr ja auch einige. Vielleicht kennt ihr sogar dieselben wie wir. Vielleicht könnt auch ihr Verbindungen zwischen heute und damals herstellen.

Ich muss in diesen Tagen manchmal an die Geschichte von Bartimäus denken. Bartimäus war ein blinder Bettler, der Jesus darum bat, ihn sehen zu lassen. Weil Bartimäus fest an Gott und Jesus glaubte, konnte Jesus ihn heilen. Mir gibt diese Geschichte in diesen Zeiten Kraft. Wenn Jesus einen Blinden heilen kann, dann wird er auch uns helfen, die Pandemie zu überstehen.

Bei Bartimäus lernen wir aber auch, dass man um diese Hilfe bitten muss. Jesus hat nicht irgendeinem Blinden geholfen. Er hat Bartimäus geholfen, da dieser laut nach ihm rief und ihn um Hilfe bat. Um Hilfe bitten ist nicht immer so einfach, aber wenn man seinen Stolz überwindet und es einem egal ist, was die anderen denken, dann kann man Hilfe in einem unerwarteten Ausmaß erhalten.

Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende. Genießt die Zeit miteinander

Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S.: Leider ist kein Schnee in Sicht. Falls ihr euch aber trotzdem etwas Winter und Schnee ins Haus holen wollt, ist hier noch eine Bastelidee. Ein Schneemann aus Papptellern. Der Schneemann ist Recht schnell gebastelt und man kann ihn wunderbar persönlich verzieren. Die Kugel (manchmal auch 2) wird einfach bemalt und beklebt und was den Kindern sonst noch so einfällt. Manchmal sind Knöpfe darauf zu finden (evtl. echte). Den Mund malen wir meist einfach. Wer Wackelaugen hat, dem kann ich nur empfehlen sie hier zu verwenden. Egal welches Alter die Kinder haben, bei uns sahen die Schneemänner immer toll aus.

Brief vom 16. Januar 2022

Liebe Familien, liebe Kinder, liebe Eltern,

Nun ist die Weihnachtszeit schon wieder vorbei und in vielen Familien werden spätestens an diesem Wochenende der Tannenbaum und die Krippe weggeräumt.

Aber die Geschichte von Jesus Christus, der eben noch das kleine Christkind für uns war, geht ja weiter. Am letzten Sonntag haben wir in den Gottesdiensten die Erzählung von der Taufe Jesu gehört. Eben noch Baby und jetzt als erwachsener Mann wird Jesus getauft. Das geht schon schnell. Aber die biblischen Geschichten sind ja auch eher als Glaubenserzählungen und nicht als chronologisch dokumentierte Tatsachenberichte zu verstehen.

Wie gern hätten wir mit Euch zu diesem Thema einen Familiengottesdienst gefeiert aber auch wir pausieren jetzt in diesem Corona-Januar und planen erst wieder für Februar (vermutlich am Sonntag, den 13.02.) einen Familiengottesdienst für Euch.

Hier für Euch und Eure Kinder ein kurzes Video mit der biblischen Erzählung in Bildern: Die Taufe Jesu.

In dieser Erzählung von der Taufe Jesu, gibt es die Stelle an der es heißt, dass der Himmel sich öffnet, eine Taube (der Hl. Geist) auf Jesus herabkommt und eine Stimme zu hören ist, die sagt: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“. Für mich ist diese Stelle etwas ganz Besonderes. Es geht mir gar nicht so sehr darum, ob damals dort wirklich eine Stimme aus dem Himmel kam und eine Taube herunterflog, die man per Handy hätte filmen können. Das denke ich eher nicht. Ich glaube, es geht um einen besonderen Moment, vielleicht so einen „magischen Moment“ , einen Augenblick, in dem zu spüren ist: „Ja, ich bin ein geliebtes Kind Gottes.“ Ein Moment, in dem man irgendwie den Geist Gottes spürt und angerührt wird.

Ob jemand getauft oder nicht getauft ist, diese Erzählung ist für mich immer wieder ein Impuls, wie großartig es ist, dass wir sagen können: Nicht nur Jesus, sondern jeder Mensch, ob groß oder klein, bedeutsamer oder ganz bescheiden und auch Du, du und ich , sind von Gott geliebte Kinder.

Und wenn das gelingt, diese Zusage anderen Menschen zu vermitteln oder selber zu spüren: „Ja, du bist von Gott geliebt“ kann das ein wirklich großartiger magischer geistvoller Moment sein. Als Eltern kennt Ihr das und es ist ja eine der wichtigsten Grundlagen in der Erziehung: Eure bedingungslose Liebe zu Euren Kindern.

Mh, natürlich im Alltag, gerade dann, wenn es stressig wird, ist das nicht immer so leicht rüber zu bringen, zu verwirklichen oder zu vermitteln. Als ich neulich mit einer Mutter telefonierte und der öfter mal etwas nörgelnde 9-Jährige immer störte, mussten wir beide schmunzeln, als ich den Tipp gab: „Bleib ruhig und sage dir: „Ja, ja, das ist mein geliebter Sohn“. Aber Schmunzeln kann helfen und habt Ihr schon mal probiert in einem Streit mit den Kindern (oder dem oder der Partner/in) zu sagen: „Ja, ich hab dich auch lieb.“ Funktioniert nicht immer, aber tut oft gut im Streit. Es soll nicht ironisch gemeint sein, sondern ehrlich, weil es trotz allem ja so ist!

Ein schönes Lied zu diesem Thema, auch in den Momenten, wenn man mit sich selber unzufrieden ist und sich ja auch mal selber nicht leiden mag, ist für mich: „Vergiss es nie …, du bist du, das ist der Clou“.

Vielleicht habt ihr ja Zeit, am Wochenende die Geschichte und das Lied gemeinsam anzusehen / anzuhören und jede und jeder darf mal sagen, was an ihr oder ihm das Tolle und Besondere ist. Ein Zuspruch Gottes, an jede und jeden von uns:

„Du gehörst zu Gott. Er kennt dich, als etwas ganz Besonderes. Du bist wertvoll und du bist ihm teuer. Dein Leben lang kann dich das begleiten und stark machen. Großartiger, wunderbarer Gott, danke dafür.“

Ein schönes Wochenende mit einem oder mehreren magischen liebevollen gemeinsamen Momenten, wünscht Euch

Jutta und das familienfreundliche Team

In der Anlage der Original-eMail waren auch ein paar Bilder zum Ausmalen für die Kinder und eine nette Idee für eine „Schiebekarte“ zum Basteln dazu zu finden, außerdem wie immer das Wochenblatt und eine Info zu einer Impfmöglichkeit für Kinder am 19. Januar in der IGS Kaltenmoor.

Brief vom 2. Januar 2022

Liebe Familien,

Erster Januar 2022, früh morgens, ich mache mich mit meiner Tochter auf den Weg zur Kirche. Vor der Haustür, auf der Autobahn, durch die Stadt, auf dem Kirchenplatz, drin in der Kirche … alles ist so ungewöhnlich ruhig und still. Der „Defektionsmittelspender“ (wie meine Kinder ihn nennen) erinnert mich daran, dass „nicht alles in meinen Händen ist“.

Ich gehe zur Krippe, da liegt ein kleines Kind in der Mitte, eine Familie und viele Mitmenschen sind bei ihm, drei Könige sind da links schon auf dem Weg und ein Licht brennt da oben ununterbrochen. Eine nach der anderen leuchten hunderte Kerzen, Menschen kommen … Worte, Noten, Licht, Wärme, Leben füllen den Raum.

Ein Segen!

Ich freue mich sehr auf dieses besondere Jahr 2022, ich finde es gut, dass in den kommenden Tagen mit der gut vorbereiteten Sternsingeraktion angefangen wird. Auf die eine oder andere Weise werden sich die Kinder auf den Weg machen.

Sie sind ein Segen!

Sie werden uns, durch die Beispielprojekte in den Ländern Ägypten, Ghana und Südsudan, erinnern, dass „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ ist. Sie werden in unsere Häuser Gottes Segen bringen, jeder, der darin lebt und uns besucht, darf gesegnet … und ein Segen für andere sein.

Auf der Homepage von unserer Pfarrgemeinde findet Ihr ganz viele Infos zur Sternsingeraktion 2022, und wenn Ihr es verpasst habt, könnt Ihr euch vielleicht auch noch online anmelden: https://www.katholische-kirche-lueneburg.de/unsere-gemeinde/sternsinger-aktion-2022/

Das gesamte Familienfreundliche Team und ich, Mario, wünschen Euch einfach ein friedvolles, gesundes und von Gott gesegnetes neues Jahr 2022.

Brief vom 30. Oktober 2022

Hallo liebe Kinder, hallo liebe Eltern,,

das verlängerte Wochenende steht vor der Tür und alle freuen sich über den zusätzlichen freien Tag. Aber habt ihr euch eigentlich mal gefragt, warum wir alle am Montag frei haben? Am Montag ist der Reformationstag. Dabei handelt es sich um einen evangelischen Feiertag in Deutschland. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Im Mittelalter lebte ein Mönch, Martin Luther. Den Namen habt ihr bestimmt schon mal gehört. Martin Luther war sehr unzufrieden mit der katholischen Kirche und wollte etwas ändern. Er wollte eine Reform der Kirche. Er machte sich viele Gedanken und schrieb sie als Thesen nieder. Sein erster Versuch war, diese Ideen an verschiedene Würdenträger der Kirche per Brief zu schicken – ohne Erfolg. Laut Überlieferung soll Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen dann aus Frust an die Tür der Schlosskirche zu Wittenburg angeschlagen haben, damit jeder sie lesen und nicht mehr ignorieren kann.

Diesen Tag feiern die evangelischen Christen heute noch, da man ihn als eine Art Gründungstag der evangelischen Kirche sehen kann. Die Kirche hat sich nämlich damals leider nicht reformiert, sondern sich gespalten in die evangelische und die katholische. Das war nicht Luthers Ziel.

Obwohl sich die Kirchen heute in einigen Punkten unterscheiden, eint uns doch noch vieles. Natürlich der Grundglaube an Gott und Jesus. Auch feiern wir z.B. die Aufnahme in die Gemeinde auf die gleiche Art und Weise – durch die Taufe.

Am Sonntag (30. Oktober 2022 um 10.30 Uhr in der kath. Kirche St. Stephanus, St. Stephanus-Platz 1, 21337 Lüneburg) wollen wir zusammen im Familiengottesdienst in St. Stephanus eine Taufe feiern. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses freudige Event mit uns gemeinsam feiert und wir uns alle am Sonntag treffen. Jedes Kind, das eine Taufkerze hat, ist eingeladen diese mitzubringen. Wer keine hat, bekommt im Gottesdienst eine kleine Osterkerze. Hinterher sind alle zu Kaffee und Getränken und einem Laugengebäck eingeladen. Kinder können spielen und Eltern dürfen klönen und sich kennenlernen.

Hoffentlich bis Sonntag

Ulricke und das familienfreundliche Team

Das Wochenblatt vom 30. Oktober finden Sie hier.

Brief vom 16. Oktober 2022

Hallo liebe Kinder und Eltern,

Heute wollen wir Euch weiter über Tiere in der Bibel erzählen. Es geht um die Löwen. In der Bibel gibt es die Geschichte von „Daniel in der Löwengrube“. Diese geht so:

Vor langer Zeit gab es den König Darius. Unter Ihm dienten drei hohe Beamte, einer hieß Daniel. Daniel war ein kluger und fleißiger Mann. Er hatte hohes Ansehen beim König.

Die anderen beiden Beamten waren darauf neidisch und suchten nach Gründen, ihn anzuklagen. Sie fanden aber keine Gründe!

Die beiden neidischen Beamten wussten, dass Daniel an Gott glaubte. Sie wollten vom König erreichen, dass, wenn jemand zu Gott betet, dieser in eine Löwengrube geworfen wird. Der König erließ darauf dieses Gesetz.

Die beiden neidischen Beamten gingen danach zu Daniel nach Hause. Daniel betete gerade zu Gott. Daraufhin ließen sie Daniel gefangen nehmen und brachten ihn zum König.

Der König versuchte Daniel zu helfen, da er nicht wollte, dass Daniel in eine Löwengrube geworfen wird. Da leider die Gegner in der Mehrzahl waren, sperrte der König Daniel in die Löwengrube.

Der König aber hatte über seine Entscheidung ein schlechtes Gewissen. Er konnte den weiteren Tag nichts essen und auch nicht schlafen.

Am nächsten Morgen ging er an das Tor der Löwengrube und rief nach Daniel. Dieser antwortet, dass er unverletzt sei. Engel von Gott hätten den Löwen die Mäuler zugebunden.

Nachdem der König dieses Wunder gesehen hatte, durfte jeder im Land an Gott glauben.

Ihr könnt Euch die Geschichte auch nochmal als Video anschauen: https://youtu.be/3WQj1nwnk0c

Was meint ihr, hat Daniel vor den Löwen Angst gehabt? Bestimmt.

Vor was oder wo habt ihr Angst gehabt?

Aber ihr seht, selbst in der größten Bedrohung kann man sich auf Gott verlassen. Gott beschützt die Menschen, die an Ihn glauben.

Markus und das gesamte Team familienfreundlicher Gottesdienst wünschen Euch ein schönes Wochenende

News aus dem familienfreundlichen Team

Das familienfreundliche Team plant wieder in jeder Hl. Messe sonntags um 10.30 Uhr in St. Stephanus jeweils einen Impuls oder eine Aktion für Kinder zum Evangelium und/oder während der Predigt anzubieten. Zum Vater Unser werden immer alle Kinder zum aktiven Mitbeten (auch Eltern dürfen natürlich mitkommen) zum Kreis um den Altar eingeladen.

Zum Vormerken: Am Sonntag, 30. Oktober, feiern wir in der Hl. Messe in St. Stephanus um 10.30 Uhr einen Familiengottesdienst mit einer Taufe.

Das Wochenblatt vom 16. Oktober 2022 finden Sie hier.

Brief vom 3. Oktober 2022

Liebe Kinder und liebe Familien,

es ist endlich so weit: „Laudato si – sei gepriesen für alle deine Tiere“ unter diesem Motto laden wir, familienfreundliches Team, am Samstag, dem 08. Oktober von 14.00 bis ca. 17.30 Uhr herzlich zum gemeinsamen Familienausflug mit Besuch im Wildgehege Lüneburg im „Arche Park“ am Kreideberg (Anschrift Parkplatz: Ochtmisser Kirchsteig) ein. Treffen ist dort beim Arche Park beim Eingang am Pavillon ab 14.00 Uhr. Um 14.30 Uhr beginnt eine gemeinsame „Entdeckungsreise“ mit einer Tierpflegerin in und durch die Wildgehege mit Führung, Füttern, Streicheln und Kennenlernen der Tiere. Hühner, Schweine, Gänse, Rinder, Moorschnucken, Ziegen,… können hautnah erlebt werden. Danach, ca. 16.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Picknick. Dafür bitte Verpflegung für alle „Zweibeiner“ und entsprechendes Geschirr mitbringen, für warme Getränke, Kaffee und Tee ist gesorgt. Nach dem Picknick wird der Nachmittag mit einem gemeinsamen Schöpfungslob mit Liedern, Bewegung und Gebet unter freiem Himmel oder unterm Pavillon abgeschlossen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitte schnell anmelden bei Gemeindereferentin Jutta Segger, Mobil: 01573 67 37 913 oder per Email: segger(ät)kath-kirche-lg.de (auch für Rückfragen).

Und jetzt zum aktuellen Familienimpuls Thema „Tiergeschichten aus der Bibel“. Kennt Ihr die Bibel-Geschichten vom Popa-Langur und dem Schaufelfußfrosch, die vom Bogenfinger-Gecko, die vom Kardinalbarsch und die mit dem Krokodilmolch? Ich muss zugeben, dass ich sie auch nicht kannte, da diese Tiere erst im Jahr 2021 zum ersten Mal entdeckt wurden.

Da kommen mir diese Worte von Albert Schweitzer vor Augen:

Es weiß keiner von uns, was Gott wirkt und was er den Menschen gibt.

Es ist für uns verborgen und soll es bleiben.

Manchmal dürfen wir ein klein wenig davon sehen,

um nicht mutlos zu werden.

Nur 130 Tierarten werden in der Bibel erwähnt. Sie waren früher für die Menschen von großer Bedeutung. Manche brauchten die Menschen als Nahrungsquelle, andere nutzten sie als Ackertiere, andere waren für Nutztiere und Menschen eine Gefahr. Den meisten Tieren wird in der Bibel eine hohe Wertschätzung entgegengebracht.

Der Gedanke, dass Gott die unterschiedlichsten Kreaturen, wirklich alle, bis ins kleinste Detail ausgeklügelt und liebevoll erdacht hat, und der Gedanke, dass Gott selbst sagt: „denn alle Tiere gehören mir ohnehin, das Wild im Wald und auf dem Feld, die Tiere auf den Bergen und Hügeln. Ich kenne jeden Vogel unter dem Himmel die vielen kleinen Tiere auf den Wiesen“, stärkt meinen Glauben und meine Hoffnung.

Auch wenn wir viele Tierarten noch gar nicht kennen oder nie kennenlernen werden, ist es notwendig zu wissen, dass Gott Leben bewirkt und für ihn alle Tiere, jedes einzelne, genauso wie uns Menschen, „Du“ „ich“ und „jeder andere“, ganz ganz wichtig sind.

Morgen, der 4. Oktober, ist dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet. Als er dem Wolf begegnete, segnete er ihn. Er hat den Wolf durch den Segen nicht verzaubert oder gezähmt, nein, er hat dem Wolf, so wie den anderen Tiere, die er gesegnet hat, als Teil der Schöpfung Achtung entgegengebracht um seinen nötigen Lebensraum zu gewähren, damit Mensch und Tier gut miteinander und nebeneinander leben können. Morgen ist auch deswegen Welttierschutztag.

Ein Quiz mit 15 Fragen über die Tiere in der Bibel gebe ich Euch noch mit auf dem Weg, viel Spaß bei der Suche nach den richtigen Antworten: Quiz: Tiere in der Bibel – Bistum Osnabrück (bistum-osnabrueck.de).

Mario und das familienfreundliche Team wünschen Euch eine schöne und von Gott gesegnete Woche.

Das Wochenblatt vom 2. Oktober finden Sie hier.

Brief vom 18. September 2022

Brief vom 17. Juli 2022

Hallo Kinder,

ich heiße Ichy. Ich habe gehört, dass gestern die Sommerferien angefangen haben. Egal ob man wegfährt oder daheim bleibt, die Sommerferien sind stets eine besondere Zeit im Jahr. Auf eine Reise geht jeder in dieser Zeit auf irgendeiner Art und Weise, ob er/sie eine Radtour mit der Familie macht, den Tag an der Ostsee verbringt, auf Kinderfreizeit oder in ein fremdes Land fährt.

Jetzt fragst du dich bestimmt, was das alles eigentlich mit mir zu tun hat?

Auch ich möchte dich auf eine Reise mitnehmen. Als Fisch habe ich schon viele Sachen auf dieser Welt gesehen und erlebt. Gott als lebendige Quelle des Wassers ist dabei immer bei mir. In anderen Städten und in anderen Ländern – Gott ist immer bei mir. Manchmal ist es nur schwer ihn zu erkennen, denn er zeigt sich überall mit anderen Gesichtern. Die Kirchen sehen anderes aus und die Menschen gehen anderes mit ihrem Glauben um. Ich möchte in den kommenden Wochen mit dir durch die Welt reisen und dich an verschiedenen Orte – manche nah und manche fern – mitnehmen. Überall will ich dir zeigen, wie Kirche und Glaube gelebt wird. Du wirst dich wundern, denn Glaube ist vielfältig und hat mehr Gesichter, als du dir vielleicht vorstellen kannst.

Komm ich zeige es dir!

 

Hier finden Sie das Wochenblatt vom 17. Juli.

Brief vom 3. Juli 2022

Hallo liebe Kinder und liebe Eltern,

kennt ihr das Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“? Es beschreibt wunderbar, wie es ist, in der Gemeinschaft zu sein, und dass Gott dann immer bei uns ist. In den letzten Wochen und Tagen erschien mir das für viele ein zutreffendes Bild. Viele (auch ihr?) haben sich wieder vermehrt mit der Familie und Bekannten zur Taufe, Erstkommunion, Firmung, Konfirmation oder Hochzeiten getroffen. Plötzlich waren wieder viele in Gottes Namen beisammen. Der Glaube mag für manchen der Anwesenden keine große Rolle mehr spielen, aber die Gemeinschaft, die Tradition oder der Wille, sein Kind nach den Werten der Kirche (wenn auch vielleicht nicht gläubig) groß zu ziehen, bringt am Ende alle zusammen. Egal, ob es allen wichtig oder bewusst ist, gerade bei solchen Anlässen wird es noch mal deutlich, dass sobald zwei oder mehr Menschen im Rahmen des Glaubens zusammen treffen, Gott bei ihnen/uns ist.

Dies trifft natürlich nicht nur für Familienfeiern zu, sondern auch jeden Sonntag in der Kirche. Für mich ist es aber auch übertragbar auf den Alltag. Immer wenn wir uns treffen und beisammen sind, ist Gott bei uns, begleitet uns und beschützt uns. Gemeinschaft leben ist so wichtig und Gott unterstützt uns dabei.

Wer am Wochenende noch nichts vorhat, hat vielleicht Samstag Lust und Zeit, zum Stadtteilfest nach Kaltenmoor zu kommen. Viele tolle Aktionen wie Armbänder fädeln, Steckbriefe mit der Polizei erstellen, andere Bastelaktionen, eine Hüpfburg und natürlich Waffeln, Kuchen und eine Saft- und Cocktailbar (alkoholfrei) warten auf alle am Stephanusplatz und drum herum.

Am Sonntag kann man zum Nachbarschaftsfest im Roten Feld gehen mit einem Flohmarkt, der sich durch das ganze Wohngebiet verteilt.

Vielleicht trifft man sich ja an einem der beiden Tage. Ansonsten wünschen wir Ihnen ein wunderschönes Wochenende.

Ulricke und das familienfreundliche Team

Das Wochenblatt vom 3. Juli 2022 finden Sie hier.

Brief vom 12. Juni 2022

1 + 1 = 2

Kirche + Kind = wie geht das?

In diesem Zusammenhang fällt das bekannte Jesus-Wort:

„Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“. Mt 19,14

Die Jünger geben daraufhin ihren Widerstand auf.

Liebe Kinder, Eltern und Familien,

aus meiner persönlichen Sichtweise und eigenen Überzeugung im Glauben an Jesus, welchen ich sowohl aktiv als auch passiv in der Kirche in und mit Gemeinde ausübe, ist dem Bibelvers nach Mt 19,14 nichts mehr hinzuzufügen.

Der menschgewordene Gott, hat sein Kind – seinen einzigen Sohn Jesus, durch die Geburt zu uns geschickt.

Mensch sein bedeutet – Kind sein. Kein Mensch auf Erden existiert, ohne Kind gewesen zu sein.

„Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“.

Alle Kinder sind jederzeit in der Kirche willkommen und ein Selbstverständnis für den katholischen Glauben, denn nur durch sie, die Kinder, können wir das Reich Gottes empfangen.

In diesem Zusammenhang möchte das Team „Familienfreundlicher Gottesdienst“ den Zugewinn einer ergänzenden „Kinderaufenthaltsmöglichkeit“ während des Kirchenbesuchs in St. Stephanus hinweisen.

Mit der Bücherarche, altersgerechten Verbleibmöglichkeit, u.a. mit Ausmalbildern zur jeweiligen Lesung, sowohl in der Sitzbank als auch auf dem Kindermobiliar, laden wir herzlich ein.

Jeder Gottesdienst ist familienfreundlich.

Lasst euch überraschen, probiert aus und lebt mit und in Kirche, so wie Jesus es sich laut Matthäus gewünscht hat, euren Glauben mit der Gemeinde aus.

Na, neugierig geworden?

Wir sind gespannt, wie

Kirche + Kind = wie geht das?

das Gemeindeleben für alle bereichert.

Den Auftakt und weitere Aktionen in Stephanus gibt es im familienfreundlichen Gottesdienst am Sonntag, den 19. Juni 2022, um 10.30 Uhr in St. Stephanus (St.-Stephanus-Platz 1, 21337 Lüneburg).

Wer hinterher noch ein wenig bleiben möchte, ist zum Kirchencafé und zum Spielen auf dem Aktivspielplatz eingeladen. Dann bitte einen kleinen Mittagsimbiss mitbringen. Für Getränke ist gesorgt.

Herzliche Einladung dazu.

Mit sonnigen Grüßen Von Daria und dem Familienfreundlichen Team von St. Stephanus

Ach ja! Wer ist eigentlich Matthäus? Wer mehr dazu erfahren möchte, hier unter: https://www.youtube.com/watch?v=YnfiW_xBsMQ

Das Wochenblatt vom 12. Juni 2022 ist hier zu finden.

Brief vom 26. Mai 2022

Liebe Familien,

jetzt an diesem Donnerstag – am 40. Tag nach Ostern – feiern wir Christi Himmelfahrt!

In der Apostelgeschichte steht geschrieben, dass Jesus nach seiner Auferstehung noch vierzig Tage zu seinen Jüngern gesprochen habe, dann sei er „aufgehoben“ worden und eine „Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg“.

Damit meinen wir nicht, dass Jesus in die Wolken fliegt, sondern zurückkehrt zu seinem Vater. Im Himmel gibt es viel Licht und Sonne. Dort ist es schön. „Dort wohnt Gott“, und Jesus ist Gott gleich geworden.

Himmel meint also den Ort, an dem Gott ist. In der englischen Sprache gibt es zwei Begriffe: Heaven ist der Himmel Gottes, sky ist der Himmel, den wir sehen.

Die Gottesdienste an Himmelfahrt finden häufig im Freien statt, unter Gottes weitem Himmel.

In manchen Kirchen kann man in der Decke ein Loch sehen. Es ist mit Wolken verziert. Diese Öffnung wurde früher an Himmelfahrt geöffnet. Dann wurde eine große Jesusfigur hinaufgezogen, so konnte die Gemeinde nacherleben, was an diesem Tag geschehen ist. In alten Kirchen kann man auch Bilder sehen, auf denen Jesus auf einer Wolke nach oben in den Himmel schwebt.

In der Zeit um Christi Himmelfahrt werden auch an vielen Orten Flurprozessionen gehalten, dabei ziehen die Gläubigen durch die Felder, um für eine gute Ernte und Segen für die Arbeit zu beten.

Himmelfahrt wird von manchen Vatertag genannt: Männer ziehen miteinander hinaus in die Natur. Manche Kinder machen ihrem Vater ein kleines Geschenk. Die meisten haben vergessen, dass Himmelfahrt ein ganz anderer Vatertag ist: An Himmelfahrt ging Jesus zu seinem Vater im Himmel. Ihn feiern wir an diesem Festtag.

Wollt ihr die Geschichte von Himmelfahrt genauer hören oder lesen? Schaut mal unter: https://www.kirche-entdecken.de/kigo-raum/nt-zu-himmelfahrt/

Einen wunderschönen Vater- und Himmelfahrtstag wünschen euch Judith und das familienfreundliche Team aus St. Stephanus

P.S. Save the date: Nach unserem schönen Ausflug mit Gottesdienst draußen „Am Hambörn“ in Südergellersen am letzten Sonntag, planen wir den nächsten Familiengottesdienst mal wieder am Sonntagvormittag, am 19. Juni um 10.30 Uhr in der Hl. Messe in St. Stephanus, mit anschließender Begegnung mit Mittagsimbiss.

Brief vom 15. Mai 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

momentan genießen wir das wunderschöne Wetter, die Sonne, die Wärme und damit verbunden die Möglichkeit draußen auf dem Spielplatz zu spielen, Eis in der Sonne zu essen und an oder auf der Ilmenau Zeit zu verbringen.

Doch welche Bedeutung Regen und Wasser eigentlich haben, kommt nach einer so langen Zeit ohne Regen langsam uns allen auch ins Gedächtnis. Die Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen und auch wir alle brauchen Wasser zum Leben. Wir benutzen es nicht nur zum Duschen oder Kochen, sondern auch und vor allem zum Trinken.

Diese Bedeutung des Wassers als Lebenselement ist bereits in der Bibel beschrieben. Jesus schenkt den Gläubigen frisches Wasser, damit sie nicht länger durstig sein müssen. Mit diesem Geschenk sichert er den Gläubigen das Leben, denn sonst wären sie verdurstet und gestorben. Was bereits in der Bibel beschrieben ist, trifft auch noch heute zu.

Wasser ist ein Lebensgeschenk für uns und die Natur. Vielleicht schafft ihr es die nächste Woche, etwas bewusster mit Wasser umzugehen. Zum einen mal darauf zu achten, wo wir überall Wasser verwenden, und zum anderen sich Gedanken zu machen, wo man eigentlich Wasser sparen könnte. Ich habe mir z.B. angewöhnt die Reste aus unserer Wasserkanne am Ende des Tages oder aus Trinkflaschen nach dem Kindergarten nicht in den Ausguss zu kippen, sondern drinnen oder draußen die Blumen damit zu gießen. Diese und weitere Kleinigkeiten führen letztlich zum Wasser sparen. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Natur! Vielleicht habt ihr ja auch tolle Ideen.

Liebe Grüße senden euch Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S.: Am 22. Mai laden wir alle zu einem gemeinsamen Ausflug ein. Frei nach dem Motto „Familien mit Ausblick“ wollen wir uns in Südergellersen um 14.30 Uhr am Aussichtsturm treffen. Nach einer kurzen Andacht wollen wir den Aussichtsturm und den Platz drum herum für einige Spielstationen für Groß und Klein nutzen und alle gemeinsam picknicken.

Anfahrt: In Südergellersen der Beschilderung Aussichtsturm folgen und dann am Wegesrand parken. Standort: https://goo.gl/maps/E11ANg6StmheTgui7

Das Wochenblatt vom 15. Mai ist hier zu finden.

Brief vom 1. Mai 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

Ich habe öfter im Leben „kurz nicht aufgepasst und bin auch mal gestolpert“. Um das zu vermeiden halte ich möglichst immer die Augen offen!

Im März, während eines Spaziergangs durch die Altstadt Lüneburgs – mit offenen Augen – hat ein Stein zwischen den Pflastersteine meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, er glänzte. Darauf sind ein Name und eine ganz kurze Lebensgeschichte eingraviert.

Wenige Tage später lief eine 30-minütige Reportage im Nordmagazin vom NDR über die Geschichte vom Künstler, der seit 1995 diese zehn mal zehn Zentimeter großen Stolpersteine in die Bürgersteige Europas setzt. Fünfzig davon in Lüneburg.

Sie glänzen, wenn das Stadtleben auf ihnen und um sie weiterläuft, dadurch werden sie poliert.

Sie erinnern an eine dunkle Zeit unserer Stadt und unserer Welt.

Sie erinnern uns, dass Geschichte nicht nur Mathematik und große Zahlen ist.

Sie erinnern uns, dass Millionen Menschen viele einzelne Menschen sind … wie ich und wie Du.

Erwachsene, Kinder und kleine Kinder … wie ich und wie Du.

Erinnern ist wichtig um zu verhindern, dass so etwas wieder passiert.

Dank seiner akustischen Eigenschaften wird Messing auch für die Herstellung zahlreicher Musikinstrumente verwendet: Blechblasinstrumente (Trompete, Horn, Posaune, Tuba), aber auch Schlaginstrumente und Saxophone. Auf der Suche nach einem passenden Video bin ich über dieses „gestolpert“.

„Es ist ein Ros entsprungen“ (Gotteslob 243) ist ein Marienlied, das auch eine unendlich kostbare christologische Mitte hat: „… die uns ein Blümlein bracht … aus Gottes ewgem Rat …“. Das ganze Evangelium steckt in diesen beiden kleinen Zeilen. Sie erzählen von der Geburt Christi und zeigen uns Gottes Heilswillen für die ganze Welt, den Gott von Ewigkeit her in seinem Herzen trägt. Im Evangelium nach Johannes klingt es so: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh. 3,16).

Guter Gott,

Du gedenkst jedes Menschen. Du kennst uns.

Unsere Namen sind im Buch des Lebens verzeichnet.

Ich stehe vor dem Stolperstein von …

Im Gebet gedenken wir der Menschen,

die erniedrigt, verfolgt und ermordet wurden.

Dir allein ist zuzutrauen, ganz zu machen, was zerbrochen ist;

zu retten, was verloren ist;

Versöhnung in Aussicht zu stellen, wo es uns undenkbar scheint.

Die Ereignisse von damals hinterlassen bei uns offene Fragen.

75 Jahre nach Kriegsende fragen wir nach unserer Verantwortung.

Wir bitten dich:

Wende dich allen Menschen zu, die verfolgt werden.

Stehe denen bei, die sich für andere Menschen einsetzen.

Und öffne immer wieder Wege der Versöhnung und des Friedens.

Amen

Dies ist ein Gebet aus „Stolperstein-Kurzandachten zum Mitnehmen“ (Kleiner Michel, Hamburg, 2020). Wie aktuell!!!

Vielleicht möchtet ihr auch in diesen sonnigen Frühlingstagen einen Spaziergang auf der Suche nach den Stolpersteinen machen und einen Moment eurer Zeit den einzelnen Menschen schenken.

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Familien, wir wünschen Euch ein schönes und von Gott gesegnetes Wochenende.

Mario und das Familienfreundliche Team.

Alle Stolpersteine in Lüneburg mit Karte und einzelnen Geschichten: http://lg.geschichtswerkstatt-lueneburg.de/aktuelle-projekte/stolpersteine-2/

Das Wochenblatt vom 1. Mai ist hier zu finden.

Brief vom 17. April 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

Es klingt ganz anders als die täglichen Nachrichten, aber: Was wäre, wenn Gewalt und Krieg nicht das letzte Wort hätten? Wenn die Dunkelheit nicht stärker wäre, als das Licht? Wenn einer den Tod überwunden hätte?

Die biblische Ostergeschichte führt uns genau in diesen Spannungsbogen hinein: Von Jesu Abschied von seinen Freunden am Gründonnerstag, seiner Kreuzigung am Karfreitag bis hin zum leeren Grab am Ostersonntag und Jesu Begegnung mit seinen Weggefährten am Ostermontag. Von Verzweiflung und Endzeit hin in eine neue Welt, in der der Tod seine Macht verloren hat. Eine Welt, in der Hoffnung besteht und in der Gott nahe ist. Wie die Jünger damals können wir Ostern jubeln: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

Der viel zitierte Satz „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln“ von Dietrich Bonhoeffer fasst es zusammen: Die Osterbotschaft hilft auszuhalten, was sonst unerträglich wäre. Und noch viel mehr als das: Die Osterbotschaft hilft uns, aus Fassungslosigkeit, Schreckstarre und Trauer wieder in Bewegung zu kommen!

Auf der diesjährigen Osterkerze in St. Stephanus sind die lateinischen Worte „Dona nobis pacem“ als Teil des Kreuzes zu erkennen, auf Deutsch „Gib uns deinen Frieden“. Lasst uns wieder von der Zuversicht und Freude der Osterbotschaft angesteckt werden wie eine Kerze (endlich mal Ansteckung in einem schönen Kontext) und den Mut finden, jeden Tag für den Frieden in Gottes Welt einzutreten. Lasst uns dort, wo es dunkel ist und die Hoffnung fehlt, ein (Friedens-) Licht sein.

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht Familie Kux und das Team vom familienfreundlichen Gottesdienst St Stephanus

Hier finden Sie unser Wochenblatt vom 17. April.

Brief vom 3. April 2022

„Dann sprach Gott:

Siehe, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bildet auf der ganzen Erde,

und alle Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin.

Euch sollen sie zur Nahrung dienen.“

Genesis 1,29 / 1. Mose 1,29

In leichter Sprache:

„Gott sagte:

Auf der Erde soll es grün und bunt werden.

Korn soll wachsen.

Aus dem Korn macht man Brot.

Bäume wachsen,

Bäume sollen wachsen.

An den Bäumen soll Obst wachsen.“

Liebe Familien!

In der kommenden Woche steht beim Klimafasten das Thema „selbst anbauen“ im Vordergrund. Welch‘ schöne Idee für den Start in die Osterferien! Wenn wir jetzt etwas pflanzen oder säen, können wir uns immer wieder in den nächsten Wochen und Monaten über die Entwicklung im Beet freuen und auch für die Kinder ist es eine schöne Erfahrung. Tomaten, Erbsen, Salat: Ganz nach Geschmack und Wahl der Kinder (und Eltern ????)! Aber auch Sonnenblumen, essbare Blüten oder Ostergras wären eine schöne Idee! Wir haben in der Familie am letzten Wochenende damit begonnen, unser Hochbeet zu füllen. Nun soll bald gesät werden – alle freuen sich! Im Anhang findet ihr weitere Ideen! (Die Anregungen aus dem Anhang sind hier zu finden).

Ich wünsche euch allen einen guten Ferienstart, bleibt gesund und munter und sendet uns gerne ein Foto eurer selbst angebauten Pflanzen!

Viele Grüße senden Judith und das gesamte familienfreundliche Team in St. Stephanus

P.S. Im Wochenblatt von St. Marien findet ihr viele Infos zu Angeboten für Familien mit Kindern, z.B. ein Osterbasteln für Kinder in St. Stephanus, die Fahrradaktion für Geflüchtete, die Einladung zum Familienkreuzweg am Karfreitag und zum Familiengottesdienst mit Ostereiersuche am Ostermontag, eine Zoom-Fortbildung für Eltern, Infos für Ministranten, den Hinweis zur Anmeldung für alle Ostergottesdienste, aber auch Infos zur Ukraine Hilfe u.v.m.

Brief vom 20. März 2022

Liebe Familien,

wenn ich an die Fastenzeit für mich als Kind zurückdenke, denke ich natürlich als erstes an sechseinhalb eeeeeeeeeeeeeeendloslange Wochen ohne Süßigkeiten … Aber dann fällt mir doch immer noch „Rucky“ ein, der mich durch die Fastenzeit begleitet hat. Ihr kennt ihn sicherlich auch als das Maskottchen der Misereor Kinderfastenaktion. Die Geschichten, Comics und Spendenboxen werden ja jedes Jahr wieder zur Fastenzeit in der Kirche verteilt.

Und Rucky zeigt auch dieses Jahr wieder, dass in der Fastenzeit um mehr geht als nur auf Süßigkeiten zu verzichten … Wir sollen den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus heben, aufmerksam sein und zu sehen, wo man selber etwas verändern kann. Neben den Spendenboxen informiert die Aktion ja auch immer über das Leben in anderen Ländern und beleuchtet wichtige Themen. In diesem Jahr steht das wichtige Thema „Klimagerechtigkeit“ im Mittelpunkt. „Klimagerechtigkeit“ fasst – wie ich finde – zwei wichtige Dinge zusammen. Denn die Klimakatastrophe, auf die wir uns durch unsere Art zu leben mit großen Schritten zubewegen, wird nicht nur hauptsächlich von den Menschen in den reichen Ländern wie Deutschland hervorgerufen. Die Folgen des Klimawandels treffen ungerechterweise die Menschen in den ärmeren Ländern viel schlimmer als uns.

Neben schon genannten Comics, Spendenboxen und Geschichten zum Mitnehmen aus der Kirche gibt es zur Kinderfastenaktion auch eine spannende Internetseite mit Geschichten, Mitmach- oder Bastelideen, Spielen und einem Erklärfilm: https://www.kinderfastenaktion.de/ Vielleicht habt ihr ja auch Lust, euch das einmal anzuschauen?

Liebe Grüße, Philipp und das familienfreundliche Team

P.S. Das kath. Jugendteam sucht gebrauchte Kinder- und Jugendfahrräder in unterschiedlichen Größen für eine Aktion, bei der die Kinder und Jugendlichen von geflüchteten Familien in den Gemeinschaftsunterkünften beschenkt werden sollen. Bei der Christkind-Aktion (Danke an alle von Euch, die uns dabei unterstützt haben) zu Weihnachten, haben wir gemerkt, dass viele Kinder und Jugendliche dort kein Fahrrad haben. Im 2. Halbjahr 2021 sind wieder etliche Familien aus Kriegs- oder Katastrophengebieten, z.B. aus Tschetschenien, Afghanistan, Syrien oder aus Südamerika, nach Deutschland gekommen und es fehlt an vielen alltäglichen Sachen (in der Regel dürfen die Eltern, bedingt durch den Asylbewerberstatus, auch noch nicht hier arbeiten) und besonders Fahrräder standen dort bei den Kindern und Jugendlichen auf den Weihnachtswunschzetteln. Daher versuchen wir jetzt Fahrräder zu sammeln, diese dann in Zusammenarbeit mit einer Fahrradwerkstatt aufzuarbeiten und sie dann im Mai den Kindern und Jugendlichen zu schenken. Wer ein Fahrrad spenden würde, kann sich bei mir über meine Emailadresse oder meine Handynummer: 01573 67 37 913 melden. Auch Materialspenden oder Fahrradhelme (oder Geldspenden) o.ä. nehmen wir gern. (Weitere Infos dazu und auch zu dem aktuellen Thema der Hilfe für die Ukraine o.a. findet Ihr auch im Wochenblatt unserer Gemeinde.)

Bitte gern auch an andere Familien weitersagen. Lieben Dank, Eure Jutta Segger

Brief vom 6. März 2022

Liebe Familien,

noch stehen die Weihnachtsgeschenke unserer Kinder im Wohnzimmer und werden fleißig bespielt, Sternsinger, Coronaquarantäne(n), Kindergeburtstage, Fasching, viele Süßigkeiten, und seit einigen Tagen angstmachende Nachrichten …: Es war und ist doch wieder so einiges los in diesen Wochen.

Und schon stehen Aschermittwoch und der erste Fastensonntag vor der Tür. Obwohl die Fastenzeit dieses Jahr ja eigentlich spät beginnt, fühle ich mich überrumpelt. Unsere Kinder sind wieder ein Jahr älter geworden: Wie wollen wir mit ihnen in diesem Jahr die Fasten- und Osterzeit begehen? Gibt es am Ende der Karzeit vielleicht sogar ein „normaleres“ Ostern als in den letzten beiden Jahren?

Grübelnd trage ich diese Fragen in diesen Tagen mit mir herum. Sollen wir den Kindern und uns die Süßigkeiten streichen, spielzeugfreie Tage einführen? … Ach, irgendwie alles nicht das Richtige. Wir sehnen uns in diesen Tagen so nach Sonne, mehr Wärme, Zusammenhalt …

Bewusstwerden … das ist doch die Fastenzeit!? Und vielleicht ist es genau das. Mal aus dem Alltag heraus, bewusst über Frieden sprechen, einen schönen Familienausflug planen, etwas angehen, das schon lange anstand, mal wieder etwas anders machen, etwas Neues angehen …

Da stoße ich auch auf die Aktion Klimafasten (hier die Broschüre). Ich folge der Aktion spontan bei Instagram und bin gespannt, lasse mich überraschen, was da in den kommenden Wochen so passieren wird.

Für die erste Fastenwoche steht beim Klimafasten das Thema „Verschwendung“ im Mittelpunkt: „Wie vermeidest du die Verschwendung von Lebensmitteln?“ Da werden Ideen gegeben für den konkreten Alltag, zum Beispiel:

In dieser Woche …

  • verschaffe ich mir einen Überblick über meine Vorräte, sortiere diese nach dem Mindesthaltbarkeits- und Zu-Verbrauchen-bis-Datum und mache mir den Unterschied beider bewusst.
  • prüfe ich, welche Lebensmittel trotz vielleicht abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind und verarbeite diese kreativ zu leckeren Mahlzeiten.
  • überlege ich mir, was in den kommenden Tagen auf dem Speiseplan stehen soll und plane meinen Einkauf (Was habe ich vor? Esse ich zu Hause? Bekomme ich Besuch?).
  • registriere ich mich als Foodsharer:in auf www.foodsharing.de und biete meine überschüssigen Lebensmittel zur Abholung an oder bringe sie selbst zu einer FairTeilerAbgabestelle.
  • lese ich mich in die Aktion „Zu gut für die Tonne“ ein und starte ein Projekt auf www.zugutfuerdietonne.de
  • plane ich eine Veranstaltung mit meiner Gemeinde zum Thema Lebensmittelverschwendung, z.B. eine Schnippelparty, einen Filmabend.

Gute Ideen, die ich auch mit den Kindern besprechen und angehen kann. Bei denen man gemeinsam tätig ist, Zusammenhalt stärkt …: Fragen wie „Was machen wir abends mit den Resten in der Brotdose? Können wir am Wochenende gemeinsam ein leckeres Essen planen? Was gibt es eigentlich noch so Gutes in unserem Kühl- oder Vorratsschrank?“ können auf den Tisch kommen.

Ich freue mich – nun habe ich einen Plan und eine Idee! Mal sehen, was daraus wird!

Für alle, die noch etwas tiefer eintauchen wollen, hänge ich noch einen Impuls und den Psalm 36 an.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die Fastenzeit,

Judith und das familienfreundliche Team aus St. Stephanus

Psalm 36,6-10: 6 HERR, deine Liebe reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue bis zu den Wolken. 7 Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes, / deine Urteile sind tief wie die Urflut. Du rettest Menschen und Tiere, HERR. 8 Wie köstlich ist deine Liebe, Gott! Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel. 9 Sie laben sich am Reichtum deines Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen. 10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht.

Impuls: „Ich gebe dir, so viel du brauchst!“ Hinter diesem Zuspruch steht ein unglaublich großes Versprechen: ich bekomme – reichlich bemessen – von dem, was mir mangelt. Jenseits der Angst, zu kurz zu kommen, kann sich mein Leben aus der göttlichen Fülle nähren, kann eintauchen in den großen Schöpfungssegen: Es ist sehr gut.

Unbehagen an der Fülle kommt an der Stelle auf, wo sie sich ins Überfüllt-Sein wendet. Zu viele Dinge machen das Leben überflüssig und in der Folge dürftig. Oft ersticken sie die innerlich wirklich bedeutenden Wünsche. Wie Mimosen melden die sich still und verschwinden bei der Berührung mit dem überwältigenden Konsumkarussell.

„Ich gebe dir, so viel du brauchst!“ Gottes Heilmittel für den tiefen Lebenshunger ist wohlwollende Zuwendung. Sein unbedingtes Ja ermutigt zu einem Leben aus der inneren Mitte: achtsam, selbstbegrenzt und solidarisch.

Brief vom 20. Februar 2022

Hallo Liebe Kinder und Eltern,

Die Bibelgeschichte von den drei Mitarbeitern eines reichen Herren habe ich mir angeschaut. Habt Ihr bestimmt schon mal gehört. Zur Erinnerung, noch mal die Geschichte aus dem Lukas- und dem Matthäusevangelium:

Ein reicher Mann hatte drei Mitarbeiter. Vor einer weiten Reise vertraute der Mann jeweils einen Anteil seines Geldes den drei Mitarbeitern an. Sie sollten auf das Geld aufpassen und es sinnvoll benutzen.

Der erste Mitarbeiter bekam sehr viel Geld.

Der zweite Mitarbeiter bekam viel Geld.

Und der dritte Mitarbeiter bekam wenig Geld.

Nachdem der reiche Herr auf die Reise gegangen war, arbeiteten die ersten beiden Mitarbeiter mit dem anvertrauten Geld. Nach einiger Zeit verdoppelte sich das Geld.

Der dritte Mitarbeiter hatte Angst, mit dem Geld zu arbeiten. Aus Angst, das Geld zu verlieren, vergrub er es im Garten.

Als der reiche Herr von der Reise wiederkam, erkundigte er sich bei seinen Mitarbeitern nach dem Geld.

Die ersten beiden erzählten ihm, dass sie das Geld vermehrt hatten. Sie wurden dafür vom reichen Herren gelobt für die fleißige Arbeit, und dass er sich auf sie verlassen kann.

Der dritte Mitarbeiter gab dem Herren sein Geld in gleicher Höhe wieder. Er war sich sicher, nichts falsch gemacht zu haben. Aber der Herr fand dieses Verhalten von seinem Mitarbeiter sehr schlecht. Er möchte sich ab jetzt nicht mehr auf ihn verlassen.

Es geht in der Geschichte darum, dass man sich gegenseitig auf einander verlassen kann. Jeder soll nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen: Viel oder wenig, aber nichts zu machen, wäre ein schlechter Weg.

Genau so verhält es sich mit Euren Talenten. Welche Talente habt Ihr denn persönlich? Was könnt Ihr gut? Vielleicht spielen, singen, malen, …

Könnt Ihr Eure Talente für was Gutes nutzen? Einem anderen Kind bei Hausaufgaben helfen, wenn Ihr die Aufgabe besser verstanden habt als das andere Kind.

Es gibt viele Möglichkeiten. Dann habt Ihr etwas Gutes für den Anderen und auch für Euch selbst gemacht. Probiert es doch einmal aus …

[…]

Und hier könnt Ihr Euch die Bibelgeschichte in einem Video anschauen: https://youtu.be/nrm2d9eO4po

Markus und das gesamte Team vom familienfreundlichen Gottesdienst wünschen Euch trotz des Wetters ein schönes Wochenende

Brief vom 6. Februar 2022

Liebe Familien, liebe Kinder, liebe Eltern,,

Lieblingsgeschichten aus der Bibel – das ist tatsächlich gar nicht so einfach … Also habe ich mal mit meinen Söhnen durch die Kinderbibel geblättert. Dabei sind wir dann bei der Geschichte vom verlorenen Sohn hängen geblieben. Wieso gerade der verlorene Sohn?

Für die Kinder ist sie vielleicht so einprägsam, weil die beiden Hauptfiguren nicht so fremd sind. Vater und Sohn können sie sich gut vorstellen.

Der Sohn hat allein sein gutes, sorgenfreies Leben im Blick und kann tun und lassen, was er will. Als es ihm dann aber schlecht geht, möchte er nach Hause zurück. Zurück in die Sicherheit und Geborgenheit. Und als er nach Hause kommt, ist er nicht nur einfach wieder da. Er wird herzlichst empfangen und ein großes Fest wird gefeiert.

Wer die ganze Geschichte als Bilderbuchkino nochmal sehen möchte, findet sie hier: Kirche entdecken ǀ Aus dem Neuen Testament (kirche-entdecken.de)

Ich finde es bemerkenswert, wie sich der Vater verhält. Wie schlecht er sich gefühlt haben muss, dass sein Sohn unbedingt weg von ihm will. Und nicht nur das, er will sogar sein Erbe schon zu Lebzeiten des Vaters ausgezahlt bekommen. Dem Sohn geht es allein um sich selbst. Er beansprucht die Hälfte des Vermögens des Vaters wie selbstverständlich und erwartet, dass der Vater und der andere Bruder schon mit der anderen Hälfte klarkommen werden. – Und der Vater gibt es ihm bereitwillig. Er knüpft es an keine Bedingung. Er will seinem Sohn einfach alles ermöglichen.

Und der Sohn zieht hinaus in die Welt und verprasst leichtfertig alles. Er lebt in Saus und Braus. Erst als er nichts mehr hat und es ihm wirklich schlecht geht (tiefer als ein Schweinehirte konnte man damals wohl schwerlich sinken), geht er zurück zu seinem Vater. Und was macht der Vater nach all der Kränkung, die er erleiden musste, nach dem finanziellen Desaster, nachdem der Sohn erst wieder an ihn denkt, als es wirklich gar nicht mehr anders geht? – Der Vater empfängt seinen Sohn mit offenen Armen!

Dem Sohn konnte es damals gar nicht schnell genug gehen um von seinem Vater wegzukommen – aber der Vater rennt ihm sogar entgegen!

Der Sohn ist wahrscheinlich unheimlich dreckig und stinkt nach Schweinemist – aber der Vater küsst ihn!

Was für ein schönes Bild, wenn wir uns Gott so vorstellen können. Egal, was wir falsch gemacht haben und wie sehr wir ihn uns auch mal von ihm angewendet haben mögen – sobald wir zurückkommen wollen, rennt er uns schon mit offenen Armen entgegen …

Euch allen ein schönes Wochenende

Philipp und das familienfreundliche Team

P.S. Herzliche Einladung zu unserem Familiengottesdienst am Sonntag, den 13. Februar, um 15.00 Uhr in St. Stephanus (St.-Stephanus-Platz 1, 21337 Lüneburg). Wir wollen mit einem kurzen Gottesdienst-Impuls in der kath. Kirche eine biblische Geschichte erleben, beten, basteln und mit Bewegungen singen. Alles mit genügend Abstand je Familie, die Erwachsenen mit Maske, sehr guter Belüftung in der Kirche, … Für Gottesdienste gilt zurzeit auch 3 G (bitte Nachweise mitbringen). Hinterher laden wir zum Spielen und Singen am Lagerfeuer mit Stockbrot auf den Aktivspielplatz ein. Bitte sonstige eigene Knabbersachen, Kekse, Obst o.ä. mitbringen, wir wollen diesmal (wegen Corona) leider nicht teilen, sondern aus den eigenen Näpfen futtern. Die Plätze sind begrenzt, bitte meldet euch an bei Jutta Segger: segger(ät)kath-kirche-lg.de oder per Handy: 01573 67 37 913

Brief vom 23. Januar 2022

Liebe Kinder und liebe Eltern,

letzte Woche gab es leider keinen Ohrwurm. Aus privaten Gründen ist unser Teammitglied spontan nicht in der Lage gewesen die E-Mail zu schreiben. (Text aus dem Brief zum 30. Januar 2022).

Brief vom 6. Januar 2022

Liebe Familien,

am heutigen 6. Januar, dem Dreikönigstag, hat unser mittlerer Sohn Namenstag. Sein Name „Jesper“ ist dänisch und leitet sich von einem der drei Könige, Kaspar/Kasper, ab.

Jedes Jahr feiern wir den Namenstag der Kinder – auf ganz unterschiedliche Weise: Am heutigen 6. Januar machen wir uns einen Brauch aus Südeuropa zunutze, bei dem wir einen sogenannten Dreikönigskuchen backen. Das kann ein beliebiger Kuchen, ein Brot oder Hefekranz sein. In Spanien backt man darin traditionellerweise eine trockene Bohne oder ein Porzellanfigürchen ein, wir machen es mit einer Mandel. Wer das Glück hat und das Stück mit der Mandel „erwischt“, ist für diesen Tag der König.

Es ranken sich viele Traditionen um diesen Kuchen – in den verschiedenen Ländern wird er unterschiedlich gebacken und gefüllt. Vielleicht habt ihr auch Lust einen solchen Kuchen auszuprobieren und damit einen schönen Ferientag zu gestalten?!

Für die Dreikönigsfeier empfehlen wir euch noch die diversen Sternsingerlieder, die ihr unter diesem Link aufrufen und herunterladen könnt. Bei uns laufen sie an diesem Tag stundenlang. Hört gerne rein!

Einen schönen Dreikönigstag wünschen euch Judith und das gesamte familienfreundliche Team aus St. Stephanus

Brief vom 24. Dezember 2021

Liebe Kinder und liebe Eltern,

ich möchte euch einen hellen, hoffnungsvollen Gruß zum Heiligabend schicken, aber der Weg dahin führt über sorgenvolle Gedanken angesichts der neuesten Meldungen zum Pandemiegeschehen. Und über mein ohnmächtiges, wütendes „Das ist so ungerecht!“-Gefühl: Hatten wir nicht eine ganze Weile einigermaßen fest damit gerechnet, dass wir nach den Lockdown-Weihnachten 2020 wenigstens dieses Weihnachtsfest wieder in Normalität erleben könnten? (tja, schade Marmelade, würden meine Kinder jetzt sagen …)

„Das ist so ungerecht!“ habe ich auch als Kind gedacht, als mir irgendwann klar wurde, dass das Jesus-Baby damals im Stall zur Welt kam, um für das gerade zu stehen, was in der Welt schief läuft. Das Baby übernimmt Verantwortung für alle Menschen, dachte ich damals staunend. Wie unbequem und schmerzhaft!

Nun, es ist für uns eine Zeit angekommen, selbst und ganz praktisch Verantwortung zu übernehmen: Lasst uns gemeinsam der nächsten Welle die Kraft nehmen, lasst uns Unheil reduzieren und unsere Mitmenschen und uns selbst dadurch schützen, dass wir uns bestmöglich impfen lassen und (auch) an den Feiertagen nur getestete, bedachte Kontakte haben.

Gemeinsam können wir es schaffen, auch die unbequemen und einschränkenden Seiten der Verantwortung zu tragen: Mit demjenigen im Kopf, im Herzen und in unserem Handeln, der damals im Stall als Zeichen von Gottes Liebe zu uns Menschen geboren wurde, der als Mensch zu uns Menschen kam. Demjenigen, der dadurch Hoffnung mitten ins Dunkel der Welt brachte. Fühlen wir das hoffnungsvolle, kraftgebende Strahlen aus dem kleinen Stall in Bethlehem in unseren Herzen und in diesem Sinne: Jetzt erst recht gesegnete, gesunde und fröhliche Weihnachten!

Das wünschen wir vom familienfreundlichen Team St. Stephanus euch allen.

Brief vom 12. Dezember 2021

Hallo liebe Kinder und liebe Eltern,

mittlerweile steht schon der dritte Advent vor der Tür und die Adventszeit ist fast zur Hälfte vorbei. Wenn die Wunschzettel jetzt noch nicht geschrieben sind, wird es dringend Zeit. Der fertige Zettel wird je nach Familientradition in den Nikolausstiefel gesteckt oder auf die Fensterbank gelegt oder in den Briefkasten geworfen oder oder oder … Danach beginnt die spannende Zeit des Wartens. Sie erscheint einem immer so lang, aber jedes Jahr wieder ist Heiligabend dann plötzlich da.

Dabei hat man noch viel zu tun. Denn Geschenke gibt es ja nicht nur vom Christkind. Es ist Brauch, sich auch gegenseitig etwas zu schenken. So kommen jedes Jahr wieder dieselben zwei Frage auf: Was schenke ich nur? Und was wünsche ich mir? Beide Fragen sind gar nicht immer so leicht zu beantworten. Ich habe festgestellt, dass, je älter die Menschen werden, desto schwieriger ist es sie zu beschenken und dass Geld leider auch immer eine Rolle spielt.

Ich kenne ein schönes Gedicht, in dem sich ein Kind Sachen zu Weihnachten wünscht, die man mit Geld nicht kaufen kann. Leider endet es mit der Erkenntnis des Kindes, dass es keinen dieser Wünsche erfüllt bekommen wird, da sie nichts kosten. Vielleicht sollten wir das als Grundlage nehmen unsere Geschenke zu überdenken. Die schönsten Geschenke kosten nämlich gar nicht unbedingt viel Geld und es müssen nicht immer nur gekaufte Sachgegenstände sein. Gerade die Corona-Beschränkungen haben uns gelehrt, dass vor allem gemeinsame Zeit ein wunderschönes Geschenk ist. Ein gemeinsamer Ausflug ist so viel Wert.

Wir wünschen allen ein schönes drittes Adventswochenende

Ulricke und das familienfreundliche Team

P.S: Und inzwischen ist es schon Zeit für Teil 3/5 der Weihnachtsgeschichte (Aufnahme Dezember 2020, siehe Stoffmasken!????) https://www.youtube.com/watch?v=pGJTgBq8hps

Brief vom 28. November 2021

Liebe Familien,

Lüneburger Kirchen laden ein zum Schauen, Hören, sich erinnern und still werden. Sie laden ein zu einer Pause im Alltag.

Heute St. Stephanus: Auch in der Kirche in Kaltenmoor gibt es Kunst zu entdecken, die biblische Geschichten erzählt. (Die Bilder des Originalbriefes werden hier nicht wiedergegeben).

Aber vor allem sind im ökumenischen Gemeindezentrum Menschen in allen Lebenslagen und jeglichen Alters willkommen. Vielleicht kennt ihr das Lied „Wir singen / klatschen / stampfen alle Halleluja“. Als mein Sohn noch im Kindergarten war, flitzte er am liebsten nach dem Gottesdienst durch die leeren Bankreihen. Ich erinnere mich, wie er sagte „Mama, ich renne Halleluja“.

St. Stephanus ist normalerweise auch wochentags meistens offen. Es gibt immer einen Platz zum Hinsetzen und Klönen und für die Kinder eine Spielmöglichkeit. Wenn zur Zeit 2 mal in der Woche das Café Contact geöffnet hat gibt es außerdem auch noch Kaffee und Kakao.

Jetzt in der Adventszeit lädt St. Stephanus zu samstagabends um 18.00 Uhr ein, eine Stunde voll Licht und Musik zu erleben, die uns Weihnachten fast schon erahnen lässt.

Liebe Familien, wir wünschen Euch, gerade in dieser wieder so schwierigen Zeit, einen gesegneten Beginn der Adventszeit.

Zur kleinen Einstimmung und zum Mitsingen und Mitmachen mit euren Kindern am 1. Advent und den folgenden Adventssonntagen, hier ein Link für das Lied: „Wir sagen Euch an den lieben Advent“, gesungen und mit Bewegungen von Kindern und Jugendlichen der Singschule an der Peterskirche Weinheim: https://youtu.be/9g9FfBSlz6o

Und zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest hier der 1. Teil des im letzten Jahres von Familie Kux selbstgemachten Video: Die Weihnachtsgeschichte Teil 1 (Teil 2-5 folgen in den nächsten Wochen) „Schöne“ Geschichten, kann man nicht oft genug mit Kindern erzählen und hier auch ansehen: https://youtu.be/1_FnxFh4j1w

Herzlichen Gruß von Carola, Jutta und dem familienfreundlichen Team St. Stephanus

Brief vom 14. November 2021

Hallo liebe Kinder und Eltern,

diese Woche haben wir St. Martin gefeiert. Obwohl die großen Laternenumzüge meist ausgefallen sind, war St. Martin in jeder Familie ein Gesprächsthema.

Ein jeder kennt Sankt Martin und das zu Recht. Es handelt sich um eine so schöne Geschichte und von Sankt Martin können wir eine Menge lernen. Doch was eigentlich?

Jeder weiß, dass Sankt Martin seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Doch wie kam es dazu und was bedeutet das eigentlich? Sankt Martin war in der Armee. Er und seine Kameraden ritten durch die Nacht an dem Bettler vorbei, als dieser sie ansprach. Alle ritten weiter. Nur Sankt Martin hielt an. Er hörte dem Bettler sogar zu und versuchte ihm zu helfen. Indem er ihm die Hälfte von seinem Mantel gab, brachte er ein viel größeres Opfer, als uns heute bewusst ist. Damals gab es für die Soldaten auf dem Feld keine Schlafsäcke oder gar Bettdecken und man deckte sich mit dem zu was man hatte. Das war für Sankt Martin sein Mantel. In gewisser Art und Weise sicherte dieser sein Leben. Doch er war selbstlos und entschied, dass der halbe reichen würde und die andere Hälft ein anderes Leben retten könnte. Außerdem war es ihm egal was die anderen über ihn sagten/dachten, denn seine Kameraden werden sicher kein Verständnis für seine Entscheidung aufgebracht haben, d.h. blöde Sprüche waren vorprogrammiert. Auch wollte er den Dank des Bettlers nicht hören und ritt davon ohne, dass dieser dazu eine Chance hatte.

So weit kennt jeder die Geschichte. Nur wenige wissen, dass in der folgenden Nacht St. Martin im Traum der Bettler als der Herr im seiner Mantelhälfte erschien. Daraufhin trat Sankt Martin der Kirche bei und wurde sogar Priester. Später baten ihn die Menschen der Stadt Tours (Frankreich) ihr Bischof zu werden. Doch St. Martin hielt sich nicht für würdig und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Vögel fingen aber an zu schnattern, so dass die Menschen St. Martin fanden und er letztlich doch Bischof wurde.

Sankt Martin erweist sich folglich als aufmerksamer, selbstloser Mensch, dem Anerkennung nicht wichtig ja sogar unangenehm ist. Vielleicht sollte jeder von uns mal überlegen, welche dieser Eigenschaften er/sie hat und was jeder einzelne von Sankt Martin noch lernen kann.

In diesem Sinne hoffe ich, dass alle einen schönen Sankt Martin Tag verbracht haben. Damit auch Traditionen wie das Essen von Martinshörnchen/-gänse und Laterne gehen an diesem Tag nicht verloren gehen, laden wir Sie und Ihre Familie ein am Sonntag, den 14.11., um 15 Uhr einen Gottesdienst in St. Stephanus zu feiern. Anschließend gibt es für die Kinder etwas zu basteln, während die Erwachsenen die süßen Hörnchen/Gänse nach Omas Rezept essen können. Abschließen wollen wir das Ganze dann mit einem Laternengang in Kleingruppen (Laterne bitte mitbringen (!); wir haben uns über Einhaltung von Coronaregeln viele Gedanken gemacht).

Bis hoffentlich Sonntag

Ulricke und das familienfreundliche Team

Brief vom 31. Oktober 2021

Liebe Familien, liebe Kinder,

ich bin mal wieder dran und empfehle euch diese Woche einen Weg zu einem Kirchort in einem der ältesten Orte Niedersachsens, den es sich wirklich lohnt zu besuchen. Wenige Kilometer von unserer Innenstadt entfernt erreicht Ihr Bardowick, nicht nur im Auto. Auf dem Fahrrad oder zu Fuß könnt Ihr den autofreien alten Treidelweg der Ilmenau entlang fahren oder gehen.

Was ist sehenswert auf dem Weg?

  • Die Schleuse und die Klappbrücke auf der Ilmenau.
  • Das Heimatmuseum Gildehaus für die Bardowicker Geschichte.
  • Der St. Peter und Paul Dom.
  • Die Holländer-Windmühle.
  • Der St. Nikolaihof mit mittelalterlichen Wohnanlage und Kapelle.

Das Ziel dieses Ausflugs ist aber noch nicht erreicht. Im Palliativzentrum St. Marianus, Schlöpkeweg 8, befindet sich ein in ganz besonderer Kirchort, eine katholische Kapelle, in der für die ganze Familie, egal in welche Richtung man schaut, etwas sehr Interessantes zu entdecken ist.

Es ist ein guter Abschluss für einen Ausflug quer durch Gottes Schöpfung und durch die Geschichte, warum nicht unterbrochen mit einer warmen Tasse Kaffee, ein herbstliches Eis oder ein leckeres Stück Kuchen.

Vielleicht spürt auch Ihr, irgendwann während dieses Familien-Ausflug, dass auch Gott gerade mit Euch auf dem Weg ist.

Das Team Familienfreundliche Gottesdienste und ich, Mario, senden Euch die Einladung zum Familiengottesdienst am 14. November, das aktuelle Wochenblatt, und wünschen Euch eine von Gott gesegnete neue November-Woche.

Brief vom 17. Oktober 2021

Liebe Kinder und liebe Eltern,

fandet ihr es auch so spannend in den letzten Wochen zu hören, wie unterschiedlich das Beten in den verschiedenen Familien Teil des Alltags ist und vor allem, dass es keine Patentlösung gibt, die bei allen immer funktioniert?

Dazu passt mein „Erfahrungsbericht“: Als unsere Kinder noch klein waren, haben wir mit ihnen so gebetet, wie das meine Eltern mit meinen Geschwistern und mir früher getan haben. So war das schließlich für mich über viele Jahre vertraut und „richtig“ und damit doch sicherlich für unsere Kinder heutzutage auch?!

Also haben wir mit ihnen in bewährter Tradition vor den Familienmahlzeiten ein Tischgebet gesungen und abends gemeinsam ein Nachtgebet gesprochen:

„Gott, der du heute uns bewacht,

Behüte uns auch diese Nacht.

Du kennst uns alle, Groß und Klein,

drum schlaf ich ohne Sorgen ein. Amen.“

Gerade die tägliche Wiederholung fand ich als Kind tröstlich und beruhigend. Inzwischen sind unsere Kinder vier und fünf Jahre alt – und nehmen Tradition (glücklicherweise) nicht einfach unhinterfragt hin: Sie fanden die ständige, gleichförmige Wiederholung langweilig. Seit einigen Monaten experimentieren wir also und haben inzwischen eine Form gefunden, die ihnen gefällt:

Das Tischgebet singen wir nun als Kanon, was ein sehr intensives Familienerlebnis ist, bei dem jeder einzelne ganz wichtig ist und das außerdem die Aufmerksamkeit aller hochhält. Singen geht sowieso immer!

Abends mögen die Kinder es, das jeweilige Gebet des Tages mit einem Gebetswürfel zu erwürfeln. Weil einige der Gebete auf dem gekauften Würfel für uns nicht so passend sind, wollen wir uns nun einen eigenen mit den Favoriten der Kinder machen.

Die Veränderungen der Tradition haben dazu geführt, dass die Kinder plötzlich noch neugieriger auf Gott geworden sind und viele kluge Fragen stellen. Dieses Buch gefällt ihnen und uns Eltern in diesem Zusammenhang sehr gut und wird jetzt oft abends als Gute-Nacht-Lektüre angefordert: „Die Kinder-Themen-Bibel“ (Mitarbeit: Jasch, Susanne; Schnürle, Kristina; Illustration: Weber, Mathias).

Ich bin sicher, Gebet und Vorlieben der Kinder werden sich mit zunehmendem Alter noch öfter wandeln. Ich freue mich auf ihre kreativen Wege, mit Gott im Gespräch zu bleiben.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein gesegnetes Wochenende! Eure Familie Kux vom familienfreundlichen Team aus St Stephanus

Brief vom 3. Oktober 2021

Hallo liebe Familie,

als ich gehört habe, dass ich einen Text zum Thema Beten mit Kindern schreiben soll, habe ich mich gefragt, wie ich das machen soll. Als Kind habe ich jeden Abend für mich allein gebetet. Beim Mittagessen gehörte es als Ritual dazu. Ich habe Gott vieles erzählt. Jeden Tag wurde vor dem Essen für etwas Schönes, was in der Familie passiert war, gedankt und um etwas Neues gebeten. Abends habe ich genauso den Tag Revue passieren lassen, Schönes gefunden, danke gesagt und um Unterstützung für den folgenden Tag gebeten.

Heute bete ich nicht mehr und mit meinem Sohn habe ich bisher nur in der Kirche gebetet. Wie es dazu gekommen ist? Keine Ahnung. Ich denke, dass es sich so langsam eingeschlichen hat und ich mich nicht aktiv dagegen gewehrt habe. Mir ist beim Schreiben dieses Textes klar geworden, dass man gar nicht so viel falsch machen kann beim Beten mit Kindern. Man muss es nur machen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bete dafür, dass nicht nur Sie sondern auch ich es schaffen werden mit Ihrem/meinem Kind zu beten.

Ulricke und das familienfreundliche Gottesdienstteam

P.S. Im Anhang findet Ihr / finden Sie die Einladung zu unserem nächsten Familiengottesdienst am Sonntag, 10. Oktober 2021, um 15.00 Uhr in St. Stephanus (St.-Stephanus-Platz 1, 21337 Lüneburg). Achtung: Im aktuellen Wochenblatt hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. Der Gottesdienst findet diesmal um 15.00 Uhr statt und nicht wie im Wochenblatt veröffentlicht um 16.00 Uhr. Anmeldung bitte bei Jutta Segger, 01573 67 37 913 oder per Email: segger(ät)kath-kirche-lg.de.

Brief vom 19. September 2021

Liebe Familien und liebe Kinder,

aus meiner Kindheit erinnere ich mich beim Thema „Gebete“ an die Schule. Sowohl in meinen ersten zwei Schuljahren in Schleswig-Holstein als auch in den folgenden sechs Schuljahren in Sizilien wurde am Morgen vor dem Unterricht immer gemeinsam das Vaterunser in der Klasse gebetet.

So ist es für mich ein Gebet, das mich mit den Menschen, die mit mir beten, durch die Geschichte meines Lebens, über die Grenzen dieser Welt und mit Gott verbindet.

Das Gebet, das immer tiefer in meinem Herzen einen Platz gefunden hat, ist das Fürbittgebet. Fürbitte als Gebet zu Gott für jemand anderen, für die anderen und deren Nöte und Sorgen.

Beim Beten bin ich jedes Mal ganz sicher, dass Gott mir zuhört.

Und ich bin mir sicher, dass er auch Eure Gebete, ganz egal in welcher Form und wie sie formuliert sind, immer hören wird.

Das familienfreundliche Team und ich, Mario, wünschen Euch einen guten Start in diese September-Woche.

Brief vom 5. September 2021

Liebe Kinder und liebe Eltern,

die letzte Woche war für viele geprägt von Veränderungen. Kinder sind neu in Krippen und Kindergärten gekommen oder sind eingeschult worden. Es gab Schulwechsel, neue Lehrer, Klassen wurden neu gemischt und vieles mehr.

Moralischer Beistand ist eines der wichtigsten Dinge, die man benötigt in diesen aufregenden Tagen, dann kann einen nichts mehr unterkriegen. Doch etwas anderes ist auch sehr wichtig. Wie eine Lehrerin auf der Einschulung sagte: „In der Schule hat alles seine Zeit“. Dazu zählt auch die Pause.

Eine Pause, eine kleine Verschnaufpause zwischendurch - zu oft wird sie im Alltag vergessen. Dabei kennt bestimmt jeder das Gefühl, wie gut es einem geht, wenn man trotz viel Stress einmal kurz Luft geholt hat.

Selbst Gott braucht mal eine Pause. 6 Tage die Woche arbeitet er und am 7. Tag (Sonntag), sagt Gott, soll man ruhen. Also macht er eine Pause von seiner Arbeit, seinem Alltag, so kann auch Gott sich besinnen. So schafft er es, das Wichtige nicht aus den Augen zu verlieren, und kann darüber hinaus mit neuer Energie in die Woche starten.

In dem Sinne wünsche ich euch/Ihnen einen schönen Sonntag und eine kommende Woche in der hoffentlich immer wieder Verschnaufpausen zu finden sein werden.

Ulricke und das familienfreundliche Gottesdienstteam

P.S. Herzliche Einladung vom familienfreundlichen Team und der KiTa St. Marien zu den Segnungsgottesdiensten für Kindergartenkinder und andere Kinder am nächsten Sonntag 12.09. entweder um 10.30 Uhr in der Hl. Messe in St. Stephanus oder um 16.00 Uhr im Familiengottesdienst. Weitere Infos siehe Einladung in der Anlage. Anmeldung bei Jutta Segger: segger@kath-kirche-lg.de

Brief vom 19. Dezember 2021

Liebe Familien,

„In der Weihnachtsbäckerei …“, die Kinder freuen sich jedes Jahr darauf. Kekse backen, das ist Vorfreude auf Weihnachten mit allen Sinnen. Den Teig kneten, Sterne und Tannenbäume ausstechen und das Wichtigste: probieren. Wenn es dann beim Backen im ganzen Haus nach Zimt und Lebkuchen duftet, wissen wir, es dauert nicht mehr lange. Damit das mit dem Teig naschen bedenkenlos geht, habe ich aus der Kita ein paar Lieblingsrezepte ohne Ei rausgesucht.

Ein kleiner Tipp noch: wenn die Kinder den Teig noch nicht selbst ausrollen können, gebe ich ihnen einen Klumpen Teig, den sie mit der Faust platt hauen. Und daraus stechen sie dann ihr Lieblingsmotiv aus, fertig ist der Keks.

Ich wünsche Ihnen, liebe Familien, viel Spaß zusammen und guten Appetit.

P.S.:

Brief vom 5. Dezember 2021

Liebe Familien,

heute am 3. Dezember wirft der Nikolaustag schon seine langen Schatten voraus. Unsere Kinder sind schon ganz aufgeregt und so denke ich auch gerne an meine eigene Kindheit und die Aufregung in den Tagen vor Nikolaus zurück. Die Aufregung war so groß, dass selbst das Schuheputzen am Vorabend eine willkommene Ablenkung war. Und natürlich auch das Zeichen, dass es nun endlich bald soweit war …

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich am nächsten Morgen voller Vorfreude aus dem Zimmer gestürmt bin, um mir meine Stiefel anzuschauen, die nun so schön mit Weihnachtsservietten, Tannenzweigen, Nüssen und Mandarinen geschmückt waren – und am wichtigsten natürlich mit Süßigkeiten.

Nach der Schule am Nachmittag ging es dann noch ins Gemeindehaus, wo wir mit vielen, vielen Kindern noch einmal den Nikolaus erwarten durften. Dieses Mal aber dann zum Sehen und Anfassen … Wir lauschten dichtgedrängt um den Nikolaus den Geschichten von seinen Wundern!

Mit einem erzählenden Nikolaus zum Anfassen kann ich im Rahmen dieses Familienimpulses leider nicht dienen. Dafür aber mit einem zum Anschauen für alle kleinen Playmobilfans: Sankt Nikolaus auf Deutsch – Das Kornwunder neu erzählt mit Playmobil – YouTube.

Viel Spaß beim Anschauen und eine wunderbare Vorfreude auf das Fest des Hl. Nikolaus wünschen Euch Philipp und das familienfreundliche Team

P.S. Im Advent laden wir (wieder mit einem klarem Hygienekonzept) zu einem kurzen Gottesdienst in St. Stephanus, mit adventlichem Singen draußen auf der Terrasse ein.

Zur Einstimmung hier ein weiteres Adventslied: Im Advent, im Advent, ist ein Licht erwacht.

Und die Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte Teil 2 von Familie Kux.

Die Anmeldung für die Weihnachtsgottesdienste am 24. Dezember, z.B. die Krippenfeier um 14.00 Uhr mit Krippenspiel oder die kürzere Krippenfeier für kleinere Kinder um 15.30 Uhr, beide in St. Stephanus, und für alle anderen Gottesdienste zu Weihnachten, ist ab Montag, 6. Dezember, um 0.00 Uhr (also in der Nikolausnacht) per App: https://kklg.secretarius.de/ möglich.

Bleibt umsichtig, gesund und zuversichtlich, Jutta Segger und das familienfreundliche Team

Brief vom 21. November 2021

Liebe Familien,

in den letzten Wochen habt ihr bereits einige lohnenswerte Kirchorte in unserer Umgebung kennengelernt. Heute möchte ich euch mitnehmen auf eine Reise (ja, denn die ist es ja schon tatsächlich bei einer halben Stunde Fahrtzeit mit kleinen Kindern) an die Elbe! Seit einigen Jahren gehören die drei katholischen Gemeinden in Bleckede, Dahlenburg und Neuhaus auch zu unserem Gemeindeverbund. Bleckede ist ein kleines Städtchen mit Elbfähre, ein paar netten Geschäften, einer evangelischen und einer kleinen, sehr feinen katholischen Kirche.

Das Gemeindeleben ist sehr aktiv, Jung und Alt leben hier gemeinsam und intensiv den Glauben: Es gibt auch ein Kindergottesdienstteam. Zudem gibt es eine Boliviengruppe, die eine intensive Partnerschaft mit einer Gemeinde in Titicachi (Bolivien) lebt. Davon zeugt auch der sich an die Kirche anschließende Kirchraum, in dem sich diverse Mitbringsel und Geschenke aus Titicachi finden.

In der Fastenzeit findet jedes Jahr ein Fastengottesdienst mit anschließendem Fastensuppenessen statt, im September ein Schöpfungsgottesdienst. Neben der Kirche findet sich der Schöpfungsgarten, in dem man Ruhe finden, den Kirchbienen beim Summen zuhören (und deren Honig man in der Kirche kaufen kann) und einfach auftanken kann. Es gibt am Eingang einen Flyer, der einem Näheres zum Garten erklärt. Interessant ist, dass dort zum Beispiel Kartoffeln aus Bolivien angepflanzt und beim Schöpfungsgottesdienst nach der Ernte meist gemeinsam als Suppe verzehrt werden. Es gibt auch ein Marien-Beet, in dem lauter Pflanzen zu finden sind, die mit Maria zu tun haben. In der Kirche beeindruckt mich immer der Altarraum, der neu und hell gestaltet ist. Zudem gibt es eine immer wechselnde Meditationsecke (s. Fotos!) (statt der Fotos gibt es hier auf dieser Homepage einen Verweis auf die Homepage der gesamten Gemeinde).

Und wer dann noch mehr erleben möchte, fährt mit der Fähre rüber auf die andere Elbseite (und schaut vielleicht noch in Neuhaus bei der Kirche vorbei), genießt ein Eis um die Ecke der Kirche oder besucht das Biosphärium (nicht viel Eintritt für Familien!).

Eine gute Woche wünscht euch Judith und das gesamte familienfreundliche Team aus St. Stephanus

Brief vom 7. November 2021

Hallo liebe Kinder und Eltern,

Bei Eurem Gang durch die Stadt Lüneburg ist Euch bestimmt schon die St.-Johannis-Kirche aufgefallen. Durch seinen hohen Turm ist diese ja auch nicht zu übersehen. Schaut mal nach oben, wenn Ihr bei den letzten Sonnenstrahlen des Jahres ein Eis am Sande genießt.

Habe Euch eine paar Bilder auch von Innenbereich beigefügt (Altar und Orgel) (hier, auf der Homepage, gibt es stattdessen einen Verweis auf die wikipedia-Seite zur St-Johannis-Kirche).

Wusstet Ihr eigentlich, dass es dort einen Kinderchor gibt? Wenn Ihr Lust zum Singen habt, fragt Eure Eltern. Ihr dürft unter anderem in der Adventszeit vor Publikum singen. Unsere Tochter hat dies mit viel Ausdauer gemacht. War immer sehr schön!

Markus und das gesamte Team vom ,familienfreundlichen Gottesdienst wünscht Euch ein schönes Wochenende sowie eine angenehme Woche!

P:S: Bestimmt habt ihr schon mal von der Sternsingeraktion gehört. Das ist die weltweit größte Aktion von Kindern für Kinder. Auf unser Homepage www.katholische-kirche-lueneburg.de könnt ihr lesen, wie Ihr und / oder Eure Kinder (je nach Alter) dabei mit machen könnt.

Brief vom 24. Oktober 2021

Liebe Familien,

Wir haben uns in den letzten Wochen mit dem Thema „Beten mit Kindern“ auseinandergesetzt und viele haben festgestellt, dass sie die Kirche – ein Haus Gottes – dafür nicht unbedingt benötigen. Dennoch spielen diese Kirchenhäuser eine größere Rolle in unserem Leben als viele – gerade nicht gläubige Menschen – vermuten.

So prägen die Kirchen unser Stadtbild und beeindrucken durch ihre Bauweise. Wenn man z.B. über die Friedrich-Ebert-Brücke in Richtung Innenstadt fährt, entdeckt man außer Baukränen und dem Wasserturm vier Kirchtürme (St. Nikolai, St. Johannis, St. Michaelis und die evangelisch-lutherische St.-Paulusgemeinde). Alle stammen aus unterschiedlichen Jahrhunderten und erzählen verschiedene Geschichten.

Was allerdings oft vergessen wird ist, dass Kirchen nicht nur zum Beten da sind. Kirchen sind auch für Menschen da, die an ihnen vorbeigehen und in ihrer Nähe wohnen. Wer sich umhört und gelegentlich zu einem Spaziergang durch die Stadtviertel aufbricht, wird dies schnell bestätigen können. Viele genießen kleine Veranstaltungen wie den Flohmarkt um die Ecke. Dafür muss man gar nicht immer in die Kirche reingehen, der Vorplatz oder das Gemeindehaus reicht dort oft schon aus. Kirchenhäuser/Gemeindehäuser sind also wichtige Ort der Begegnung.

In vielen Stadtvierteln Lüneburgs (Kreideberg, Bockelsberg, …) läuten die Glocken jeden Tag um 18 Uhr. Für viele Kinder heißt das, dass sie von Spielplätzen, Freunden o.ä. nach Hause kommen müssen. Die Glocken sind laut genug, dass die Eltern sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder sie hören und mit etwas Vertrauen braucht es gar kein Handy, um sich auf die Pünktlichkeit der Kinder zu verlassen.

Wir wollen in den nächsten Wochen Ihnen und Euch verschiedene Kirchenhäuser vorstellen und zum Nachdenken anregen über die Rolle dieser in unserem Alltag, im Stadtbildes und/oder der Bauweise Vielleicht findet sich dann auch am Wochenende die Zeit eine der Kirchen oder „die Kirche um die Ecke“ zu besuchen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen und Euch

Ulricke Schweers und das familienfreundliche Team

Brief vom 10. Oktober 2021

Liebe Kinder und Eltern,

als ich ein Kind war, gehörte das Beten für mich immer mit dazu. In unserer Schule sprachen wir morgens vor der 1. Stunde ein Morgengebet, an den Wochenenden beteten wir am Familientisch und wenn wir meine Großeltern besuchten, dann wurde vor dem Mittag sogar ein Ave Maria gebetet.

Daher war für mich klar: das Beten wollte ich auch als Ritual mit in unser Familienleben bringen. Ich wollte, dass die Kinder auch in Ruhe mit Gott ins Gespräch kommen können, Sorgen und Freuden formulieren, Dank und Bitten aussprechen können. Und ich kaufte mir ein Kindergebetbuch, in dem zeitgemäße Gebete für viele Situationen zu finden sind.

Doch die Realität sah und sieht anders aus: Irgendwie schaffen wir es immer nicht, zu DEN üblichen Zeiten zu beten. Mal sind die Kinder zu hungrig (oder ich habe zu spät mit dem Kochen angefangen?) und wollen sofort essen, mal sind sie abends zu müde. Zunächst gefiel mir das gar nicht. Doch dann dachte ich: Warum nicht das Beten an die Wirklichkeit der Kinder anpassen? Warum stellen wir uns nicht auf die Situation der Kinder ein?

Und so wurden wir unkonventioneller mit dem Beten und es entstand z.B. unser Lieblingsgebet, das wir auf einer Autofahrt selber dichteten. Ich schreibe es euch hier:

Lieber Gott, gib auf uns Acht,

denn es wird jetzt dunkle Nacht,

wir wollen jetzt schlafen gehen,

bis wir uns morgen wiedersehen.

Manchmal schaffen wir es, es zu sprechen. Aber manchmal machen wir auch nur ein Kreuzzeichen. Oder ich mache vor dem Kindergarten ein „stilles“ Kreuz auf die Stirn meines Kindes. Oder wir sprechen in eigenen Worten mit Gott über den Tag. Oder sagen erschöpft vor dem Einschlafen einfach nur DANKE! Das reicht dann auch schon. Oder wir betrachten dankend die Schöpfung im Garten. Oder wir blättern die Gebetsbilderbücher durch und lesen sie, auch wenn gerade keine Essenszeit ist und wir nicht ins Bett gehen wollen.

Ich bin gespannt, wie es mit unserem Beten weitergeht und möchte alle ermuntern, auch kreative und neue Wege beim Beten zu wagen.

Ein Gebet, das mich aus unseren Büchern besonders anspricht, da es meine Sorge als Mutter um das Wohl meiner Kinder beinhaltet, ist folgendes:

In Gottes Namen steh ich auf,

Herr Jesus, leite meinen Lauf,

begleite mich mit deinem Segen,

behüte mich auf allen Wegen. Amen.

Mit dem folgenden Gebet wünsche ich euch jetzt allen einen wunderbaren Sonntag! Judith und das gesamte Team des familienfreundlichen Gottesdienstes!

Gott ist Laufen, Tanzen, Hüpfen,

Reden, Lachen, Freundschaft knüpfen,

Glück in andern Augen sehen,

mit ihm will ich durchs Leben gehen.

Brief vom 26. September 2021

Hallo liebe Kinder und Eltern,

Aus meiner Kindheit sind mir folgende Gebete in Erinnerung: Ein Gebet zum Mittagessen und eins zum Schlafengehen.

Das Gebet zum Mittagessen lautet wie folgt:

Oh Gott, von dem wir alles haben, wir danken Dir für Deine Gaben,

Du speisest uns, weil Du uns liebst, so segne das, was Du uns gibst.

Amen.

Das Gebet zum Schlafengehen:

Müde bin ich geh zur Ruh, schließe meine Augen zu,

Vater lass die Augen Dein über meinem Bettchen sein.

Hab ich Unrecht heut getan, sieh es lieber Gott nicht an.

Deine Gnad und Jesu Blut machen allen Schaden gut.

Amen.

Über meinem Bett hing bzw. hängt noch ein Bild mit zwei Engeln.

Markus und das gesamte Team „Familienfreundlicher Gottesdienst“ wünschen Euch einen schönen Tag und ein wunderschönes Wochenende.

Brief vom 12. September 2021

Liebe Eltern, liebe Familien,

mit Kindern auch mit den jüngeren Kindern beten – wie kann das gehen?

Selber beten und sich auch an bekannten oder neu formulierten Gebeten orientieren?

Diesen Fragen möchten wir in den Familienimpulsen in den nächsten Wochen nachgehen und aus unserer eigenen Erfahrung Euch einige Impulse mitgeben. Wir freuen uns auch über kurze Rückmeldungen von Euch, vielleicht auch mit eigenen Erfahrungen oder Lieblingsgebeten.

Heute von mir einige Anregungen für das gemeinsame Gebet:

  • Alles was das Kind bewegt, darf im Gebet gesagt werden. Es ist schön, wenn das alltägliche Leben im Gebet vorkommt. Vielleicht mal abends und dazu ein Rückblick über den Tag, einen Moment der Ruhe, ein tiefes Ein- und Ausatmen, vielleicht immer ein kurzes Ritual, eine Liedzeile, … Das Gebet sollte aber kein Ersatz für Gespräche sein (auch nicht, um als Eltern nochmal zu sagen, was man heute nicht so gut beim Kinde fand ????) Gespräche sind so wichtig, dass man das Beten nicht als Ersatz missbrauchen sollte.
  • Bei ganz kleinen Kindern ist es auch möglich einfach einen Moment der Ruhe zu nutzen und mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn, mit einem liebevollen Streicheln über den Kopf zu sagen: „Gott, ich danke dir für das kleine Wunderkind hier, danke für dieses großartige Geschenk , ich danke dir für meinen kleinen Schatz, …“ oder auch: „Gott, manchmal bin ich so müde, und dieses kleine Wunderkind will immer noch nicht schlafen, schenke du mir Ruhe und Geduld, Kraft und … (und dann tief Ein- und Ausatmen) – das hat mir oft (auch nicht immer ????) geholfen. Das hilft mir aber übrigens auch heute noch z.B. bei Kinderfreizeiten, wenn ich mal in einem unruhigen Zimmer sitze und warte, dass die kleinen oder großen Wunderkinder endlich entspannt einschlafen.
  • Wenn man (mit Kindern) betet, darf man Gott mit vielen möglichst unterschiedlichen Beschreibungen ansprechen: „Guter Gott, …“; „lebendiger Gott …“; „Gott, der bei uns ist …“; „großartiger Gott …“; „wunderbarer Gott …“; „Gott, der die Tiere liebt …“; „Gott, der die Welt liebt …“; „Gott, der uns trösten will …“; auch: „Gott, du hast uns lieb, wie eine Mutter oder ein Vater …“; „Gott du bist wunderbar, du …“. Kinder haben auch oft eigene tolle Beschreibungen, wenn man den Satz anfängt, „Gott, du bist …“ oder „Gott du hast …“. Ganz vielfältige und immer mal wieder unterschiedliche Bezeichnungen verhindern, dass man ein ganz eng eingeschränktes Gottesbild bekommt (so, wie der alte Mann mit Bart, der gutmütig im Himmel auf einer Wolke sitzt ????). Denn, Gott ist mehr oder anders, als wir uns manchmal vorstellen können.
  • Beten kann auch ein Hören -und Hinschauen, ein Staunen lernen sein, das heißt: Mit dem Kind gemeinsam staunen über das Besondere und Schöne, das einem jeden Tag begegnet. Oft können die Kinder das ja uns lehren, Kinder können so wunderbar staunen über ganz kleine Dinge, mag es eine kleine Schnecke oder ein kleiner Frosch, ein besonderes Blatt oder Steinchen sein. Dies Achtsamkeit aufgreifen, das Staunen miteinander aussprechen und über das Staunen zum Danken, kommen, das Wunderbare nicht als selbstverständlich nehmen, auch das ist Beten.
  • Bei schon formulierten Gebeten, sollte man für sich darauf achten, dass die Worte für das Kind und auch für mich als Erwachsenen „wahr“ sind. Kindergebete dürfen zwar der Sprache des Kindes entsprechen, sollten aber irgendwie keine unwahren Aussagen enthalten: z.B. das schon verstaubte, aber immer noch irgendwie bekannte Kindergebet: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Brrrrrrr; da schüttelt es mich noch heute, weil es so für mich als Kind überhaupt nicht stimmte …
  • Es gibt auch viele schön formulierte Gebete, einfach mal ausprobieren, was für einen selber passt und stimmig klingt. Die Sprache darf dabei auch mal den Wortschatz des Kindes etwas übersteigen oder poetischer sein, denn Kinder verstehen oft instinktiv mehr als nur das reine Wort. Manchmal kann man auch ein Gebet mit Bewegungen untermalen, dann erklärt sich oft der Zusammenhang aus der Geste dazu. Klassisch dafür ist z.B. das Grundgebet, das Vater unser mit Bewegung. Hier ein Video mit Bewegungen: https://youtu.be/vQYbqpRmZ4k. In der Anlage findet ihr auch eine Beschreibung der Gesten, wie wir sie z.B. beim Familiengottesdienst zusammen beten.

So, der Impuls ist nun recht lang geworden, sorry aber es ist so ein tolles Thema finde ich.

Ich wünsche euch schöne gemeinsame große und kleine Gebetsmomente, Jutta Segger und das familienfreundliche Team

P.S. Jetzt am Sonntag feiern wir zwei Segnungsgottesdienste in St. Stephanus. Der am Vormittag ist schon ausgebucht. Am Nachmittag um 16.00 Uhr können aber noch ca. 2-3 Familien mitfeiern. Wer noch Interesse hat, bitte mir über mein Handy: 01573 67 37 913 Bescheid sagen.