St. Marien „Café International“

café international

Das „Café International“ bietet an jedem 1. und 3. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr Lüneburger Bürgern und Asylbewerbern Gelegenheit, bei Kaffee, Tee und Kuchen miteinander in Kontakt kommen, mit Händen und Füßen und mit den ersten Brocken Deutsch sich zu verständigen, mit Kindern zu spielen und so auf beiden Seiten Hemmschwellen und Berührungsängste abzubauen.

Wäre das etwas, wo Sie sagen, da könnte ich mich vielleicht auch einbringen? Sei es durch eine Kuchenspende, durch Mithilfe in der Küche und / oder in den Begegnungen? Dann melden Sie sich bei Michael Bielawny, Jutta Segger oder per Email an cafeinternational(ät)kath-kirche-lg.de.

Das „Café International“ findet übrigens in Gemeinschaft mit der Kolpingsfamilie Lüneburg statt.

Ansprechpersonen / Kontakt:

Jutta Segger, Gemeindereferentin

04131 / 60 30 914

eMail: segger(ät)kath-kirche-lg.de

Michael Bielawny

Telefon: 04131 / 15 78 12

eMail: mibielue(ät)arcor.de

Dritter Geburtstag des „Café International“

Mit einer fulminanten Feier hat das „Café International“ am 20. Oktober 2018 seinen dritten Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass waren etwa 35 Gäste und 15 ehrenamtliche Helfer ins Gemeindehaus von St. Marien gekommen.

In seiner Begrüßung blickte Michael Bielawny, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Lüneburg, die das „Café International“ mitorganisiert, auf die gemeinsamen drei Jahre zurück. Er erzählte von der Fahrt nach Winsen (Mitte 2015), wo die evangelische Innenstadtgemeinde schon Erfahrungen mit einem Café für Flüchtlinge gemacht hatte. Michael Bielawny erwähnte ebenfalls die „Highlights 2018“: den Filmdreh des Kurzfilms „Die Tagessuppe“ (der schon mehr als dreitausend Klicks erreicht hat; siehe unten) sowie den Sommerausflug zum Barfußpark in Egestorf und hob die vielen Freundschaften hervor, die im Lauf der letzten drei Jahre entstanden sind. Und natürlich durfte auch eine kurze Erinnerung an den interkulturellen Lüneburg-Stadtführer in deutscher und arabischer Sprache nicht fehlen, der Sehenswürdigkeiten, aber auch wichtige Ämter für ausländische Mitbewohner aufzeigt (siehe unten).

Im Anschluss wurde das Büffet eröffnet. Außer dem Kuchen, den wie immer die Bäckerei Harms gesponsert hatte (auch an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön!“ dafür), hatten viele Besucher des „Café International“ dieses Mal auch etwas selbst Hergestelltes mitgebracht.

Das weitere Programm des Nachmittags bot neben einem Lüneburg-Quiz auch ein etwa halbstündiges Konzert des aus Syrien stammenden Sängers und Gitarristen Fahed Chugri. In einer Mischung aus arabischen, englischen und deutschen (auch plattdeutschen) Liedern riss er das Publikum mit, das mitsang, klatschte, schunkelte oder tanzte. Die Fröhlichkeit, die sich darin ausdrückte, bewegte auch die Ehrenamtlichen tief. Im Rückblick auf die Feier sagte einer der Flüchtlinge, dass sie sich hier wie in ihrer Heimat gefühlt hätten.

Ins Leben gerufen wurde das „Café International“ im Herbst 2015 als Angebot für die vielen Flüchtlinge, die damals ins Land kamen. Seitdem treffen an zwei Samstagen im Monat Menschen aus unserer Gemeinde, aus Stadt und Landkreis Lüneburg, und Menschen, die eine Flucht hinter sich haben, einander im Gemeindehaus von St. Marien. Erinnert sei hier an die vielfältigen Aktivitäten der vergangenen Jahre: Sprachunterricht und die Vermittlung von Praktika haben dazu beigetragen, dass viele Männer bereits in Ausbildung oder berufstätig sind (Handwerker, Lagerist, Pflegedienst). Gemeinsame Unternehmungen und gemeinsam vorbereitete Mahlzeiten für die Gemeinde gehören ebenfalls zu den gemeinsamen Aktivitäten.

Das „Café International“ findet jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr im Gemeindehaus von St. Marien statt. Seien auch Sie herzlich eingeladen mitzumachen.

Dieser Text stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 3/2018, S. 16.

Café International verlässt Gemeindehaus

Knapp ein Jahr nach seiner Gründung hat das Café International der Kolpingsfamilie und der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien erstmals die Räume des Gemeindehauses an der Friedenstraße in Lüneburg verlassen.

An einem sonnigen Samstag im August ging es morgens um 8 Uhr mit 26 Erwachsenen und 16 Kindern aus verschiedenen Flüchtlingsunterkünften Lüneburgs zu einem gemeinsamen Ausflug nach Travemünde an die Ostsee. Was bei einigen regelmäßigen Gästen des Cafés und ehrenamtlichen Helfern als spontane Idee entstanden war, fand große Resonanz. Die Anmeldeliste war mit knapp 40 Personen schnell gefüllt und zur großen Freude der ehrenamtlichen Begleiter waren alle Mitreisende morgens pünktlich am verabredeten Treffpunkt.

In Travemünde waren, neben den vielen Gesprächen und Begegnungen, eine gemeinsame Hafenrundfahrt, der Bummel über die Promenade und das gemeinsame Picknick und Spiel am Strand die Höhepunkte.

Im Vorfeld war das Team schon aufgeregt, ob ein Tagesausflug mit so vielen Kleinen und Großen aus verschiedenen Ländern und Kulturen gelingen würde. Am Abend war die einhellige Meinung aller Teilnehmer und Begleiter: „Ja, das kann gut gelingen und war bestimmt nicht das letzte Mal.“

So entwickeln sich neben der regelmäßigen Einladung zur Begegnung von Lüneburgern und Asylbewerbern in den Räumen der Pfarrgemeinde St. Marien an jedem 1. und 3. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr weitere Aktionen. Ein gemeinsames Fastenbrechen fand in St. Marien statt, in Kooperation mit der Fabs nehmen mehrere Café-Besucher an einem Gitarrenkurs teil. Gemeinsam mit Flüchtlingen und Lüneburgern entsteht derzeit ein arabisch-deutscher Stadtführer.

Möglich ist diese Arbeit dank des ehrenamtlichem Engagements von vielen und dank der Spendengelder des freiwilligen Gemeindebeitrages von 2016 in Höhe von bislang 1798,81 €. Danke allen, die sich auf vielfältige Weise beteiligen.

Wer sich für die Arbeit des Cafés interessiert oder das Anliegen finanziell unterstützen möchte, wende sich bitte an Michael Bielawny von der Kolpingsfamilie oder an Gemeindereferentin Martina Forster. Per Mail erreichen Sie uns unter

cafeinternational(ät)kath-kirche-lg.de

(Autor unbekannt)

(Dieser Text stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 3/2016, S. 7)

Café International – oder „Was ein Kolpingabend mit einem jpg-Bild mit arabischem Titel zu tun hat“

Man kann sagen: Mit einem Kolpingabend fing alles an!

Am 23. April 2015 hat die Kolpingsfamilie zum Thema „Flüchtlinge und Asylbewerber in Lüneburg“ ins Gemeindehaus St. Marien eingeladen. Anders als sonst sind ausgesprochen viele Kolpingbrüder und -schwestern, aber vor allem auch interessierte Gemeindemitglieder der Einladung gefolgt. Nach einem informativen Abend mit anregenden Gesprächen war für viele klar: Das kann nicht alles gewesen sein. Wir wollen weiterdenken und etwas tun.

In Kooperation zwischen Kolping und Kirchengemeinde fand sich schnell und unkompliziert ein Kreis von acht Engagierten. Man traf sich regelmäßig, informierte sich in Flüchtlingsunterkünften und anderen Initiativen. Besonders aufschlussreich war ein Besuch in Winsen in der dortigen evangelischen Innenstadtgemeinde.

So wurde schließlich knapp ein Vierteljahr später in diesem Kreis die Idee eines „café international“ geboren und in einer sensationell gut besuchten Informationsveranstaltung der Gemeinde vorgestellt. Über 20 weitere Helfer haben sich an diesem Abend zum Mittun bereit erklärt: Jeweils am ersten und dritten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr soll das Café in den Räumen des Gemeindehauses St. Marien zur Begegnung bei Tee, Kaffee und Kuchen einladen.

Am Samstag, dem 17. Oktober, war es dann erstmals soweit. Handzettel waren vorher in allen Unterkünften und an den entsprechenden Stellen der Stadt verteilt worden, der Blaue Saal zum Café umgebaut und die Spannung im Team war groß: „Wie viele Asylbewerber würden wohl beim ersten Mal die Einladung annehmen bzw. den Weg zu uns finden?“

Nach kurzer Zeit waren alle Plätze besetzt! Viele Gespräche in unterschiedlichen Konstellationen und Sprachen haben stattgefunden, es wurde gespielt, und eine junge syrische Mutter brachte den deutschen Frauen in der Küche die Künste der arabischen Teezubereitung bei.

Es war, so das einhellige Fazit am Ende des Nachmittags, ein sehr gelungener Start!

So hat beispielsweise Familie Ungerath-Salfner den Nachmittag erlebt: „Wir sind gleich mit allen aufgelaufen, wussten wir doch nicht, was uns erwartet. Eher Junge oder Alte, eher Männer oder doch auch Frauen. So waren wir alle ziemlich gespannt. Vincent und Jakob (11 und 13) haben als erstes Anschluss gefunden. Fußball geht immer, egal, ob draußen oder wie in diesem Fall drinnen. Aber auch wir, Raphaela, Christof und Nicolas (16), haben schnell Gesprächsthemen mit einer netten syrischen Familie gefunden, die schon seit sechs Monaten in Deutschland lebt. Bei den Jüngeren war Sprache kein Problem, so konnten sie sich schon über mögliche Praktikumsplätze und Erfahrungen austauschen. Unter den Eltern ging es sprachlich noch etwas sperrig zu. Wir haben dabei noch ein paar Wörter Arabisch gelernt und alle hatten Spaß!“

Am Ende wollte ein junger syrischer Vater unbedingt von uns allen noch ein Gruppenfoto machen. Und so fand sich am nächsten Tag in meinem Email-Briefkasten ein jpg-Bild mit arabischen Schriftzeichen im Titel: Bis zum nächsten Mal!

Für das café-international-Team

Martina Forster

P.S.: Wer sich vorstellen kann, uns zu unterstützen durch Mittun oder eine Spende, sende eine E-Mail an cafeinternational(ät)kath-kirche-lg.de

(Dieser Text stammt aus unserem Gemeinde-Journal „Salz der Erde“ 3/2015, S. 13)

„Willkommen in Lüneburg“

„Willkommen in Lüneburg“

Am 21. Juni 2017 wurde im Gemeindehaus von St. Marien der interkulturelle Stadtführer „Willkommen in Lüneburg“ auf Arabisch und Deutsch der Öffentlichkeit präsentiert. Die Idee dazu war etwa ein Jahr zuvor im „Café International“ entstanden und wurde von Einheimischen und Flüchtlingen realisiert. Der Clou an diesem Stadtführer ist, dass er konsequent Lüneburg aus der Perspektive der Flüchtlinge zeigt und durchgängig zweisprachig angelegt ist. Für 3,00 Euro, die der Flüchtlingsarbeit in unserer Gemeinde zugutekommen, können Sie Exemplare im Pfarrbüro St. Marien und im Pfarrbüro St. Stephanus zu den Öffnungszeiten erwerben, darüber hinaus in der Buchhandlung am Markt, in der Touristen-Information, im Museum für das Fürstentum Lüneburg, im Salzmuseum und im Shop in St. Johannis.

Über die Präsentation berichteten die Kirchenzeitung und die Landeszeitung. Eine Bildergalerie von der Präsentation finden Sie hier.

Kurzfilm „Die Tagessuppe“

Am 7. April 2018 wurde im Gemeindehaus von St. Marien der Kurzfilm „Die Tagessuppe“, ein Film über Vorurteile und Toleranz, der Öffentlichkeit präsentiert. Die Idee dazu war etwa ein halbes Jahr zuvor wiederum im „Café International“ entstanden und wurde von Einheimischen und Flüchtlingen realisiert. Hauptdarsteller in diesem bezaubernden Kurzfilm sind Madeleine Lierck-Wien von den „Roten Rosen“ und Adel Sultan vom „Café International“. Einen ausführlicheren Bericht darüber finden Sie im neuen Gemeinde-Journal „Salz der Erde“. Bilder von diesem Nachmittag finden Sie hier.

„Die Tagessuppe“ – ein Film von Markus Ibrom (Ibrom Films) in Zusammenarbeit mit dem „Café International“, der Kolpingsfamilie Lüneburg und der Katholischen Pfarrgemeinde St. Marien mit freundlicher Unterstützung von Studio Hamburg Serienwerft, der Produktionsfirma der Telenovela „Rote Rosen“.

„Die Tagessuppe“ – sehen Sie selbst!

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen suchen wir immer. Vielleicht können und mögen auch Sie Ihre besonderen Gaben, Fähigkeiten etc. ins Leben unserer Gemeinde einbringen? Dann sprechen Sie doch unsere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an  – oder schauen Sie sich in den Übersichten zu „Gruppen, Initiativen und soziale Dienste“ um, und vielleicht finden Sie schon dort einen Menschen, der Ihnen mehr Informationen geben kann.

Schauen Sie auch gerne unter Ehrenamt im Bistum Hildesheim. Dort finden sie die „Informationen zum Ehrenamt“ sowie die Möglichkeit, sich selbst zu engagieren (Eintrag unter „Ich will mich engagieren“ ganz unten auf der Seite). Sie können auch nach offenen Betätigungsfeldern suchen, in denen Sie sich engagieren können, indem Sie in der Karte auf „Lüneburg“ oder in der Navigationsleiste links auf „Ehrenamt der katholischen Kirche in der Stadt Lüneburg“ klicken.