Taufe

… der erste Schritt der Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen

Erste Informationen

Die Taufe wird meistens im Kleinkindalter gespendet. Da sich das Kind dann noch nicht selbst für den Glauben entscheiden und ihn bekennen kann, bekennen die Eltern und Paten stellvertretend ihren Glauben und versprechen, das Kind im Glauben zu erziehen und ihren Glauben an das Kind weiterzugeben.

Die Taufe kann aber auch in jedem anderen Alter gespendet werden, z.B. im Rahmen der Vorbereitung auf die Erstkommunion.

Wenn Erwachsene sich auf die Taufe vorbereiten, werden sie im sog. Katechumenat vorbereitet und dem Bischof vorgestellt. Die Taufe erfolgt dann durch den Bischof oder in der Gemeinde, in der die Vorbereitung stattgefunden hat. Informationen dazu finden Sie hier.

Das sollten Sie vorab klären

Wann soll die Taufe stattfinden?

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, teilen Sie Ihren Wunsch bitte dem Pfarrbüro mit. Es wird dann geklärt, welcher Geistliche zum gewünschten Termin zur Verfügung steht. Aufgrund der erfreulichen Vielzahl von Taufen in unserer Gemeinde, müssen wir an manchen Terminen mehrere Taufen zusammenfassen. Es gibt aber keine festen Tauftermine.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Taufe Ihres Kindes in einer Sonntagsmesse gespendet wird. Üblich und von den meisten Familien gewünscht ist allerdings eine separate Tauffeier.

Gut geeignete Termine sind

  • samstags am Vor- oder Nachmittag,
  • sonntags im Anschluss an die Hl. Messe oder am Sonntagnachmittag.

Bitte überlegen Sie, welcher Termin für Sie günstig ist und wann Ihre Verwandtschaft zusammenkommen kann. Ideal wäre es, wenn Sie einen oder zwei Alternativtermine aussuchen. Nennen Sie Ihren Wunsch gern bei der ersten Anmeldung im Pfarrbüro.

Durch die Vielzahl von Veranstaltungen an den Wochenenden können wir leider nicht garantieren, dass jeder Wunschtermin möglich ist. Wir bemühen uns aber, Ihren Terminwunsch zu ermöglichen.

Wer soll die Taufe spenden?

Taufspender sind die Priester und Diakone. Sollten Sie wünschen, dass ein bestimmter Geistlicher die Taufe spendet, nennen Sie Ihren Wunsch bitte ebenfalls bei der Anmeldung der Taufe im Pfarrbüro.

Welche Paten kommen in Frage?

Grundsätzlich soll dem Kind mindestens ein Pate oder eine Patin an die Seite gestellt werden.

Mindestens ein Pate muss katholisch und natürlich auch Mitglied der katholischen Kirche sein (darf also nicht ausgetreten sein). Außerdem muss der Pate selbst die Firmung empfangen haben.

Wenn ein katholischer Pate vorhanden ist, können auch evangelische Christen als weitere Paten zugelassen werden.

Wer nicht getauft oder nicht (mehr) Mitglied der Kirche ist, kann nicht Taufpate sein. Es ist aber möglich, solche Personen, die der Familie als Wegbegleiter des Kindes wichtig sind, als Taufzeugen einzutragen.

Welche Unterlagen benötigen Sie?

Für die Anmeldung der Taufe wird zunächst eine Geburtsurkunde Ihres Kindes benötigt. In der Regel wird eine entsprechende „Geburtsurkunde für religiöse Zwecke“ vom Standesamt der Geburt automatisch mit ausgestellt.

Von den Paten erbitten wir einen „Patenschein“. Dabei handelt es sich um eine Bescheinigung des Wohnortpfarramtes der Paten, die bestätigt, dass die Person, die das Patenamt übernehmen soll, Mitglied der Kirchengemeinde ist.

Wie läuft die Vorbereitung ab?

Steht fest, wann die Taufe erfolgen soll und welcher Geistliche sie spenden wird, vereinbaren Sie mit dem Geistlichen ein Taufgespräch. In diesem Gespräch werden alle erforderlichen Daten aufgenommen sowie über den Ablauf der Taufe und die Motivation der Eltern, um die Taufe ihres Kindes zu bitten, gesprochen.

Es ist wünschenswert, dass die Eltern bzw. die Familie des zu taufenden Kindes sich an der Gestaltung der Tauffeier beteiligen:

  • Welche Lieder sollen gesungen werden?
  • Welche Lesung kommt in Frage?
  • Welcher Taufspruch soll dem Kind mit auf den Lebensweg gegeben werden?
  • Wer kann Fürbitten für die Tauffeier formulieren und vortragen?

Was braucht es sonst noch?

Bei der Taufe soll dem Kind das Licht Christi mit einer Taufkerze mit auf den Lebensweg gegeben werden. Fertig gestaltete Taufkerzen können Sie z.B. im Pfarrbüro St. Marien zum Selbstkostenpreis erwerben. Hier können Sie aber auch eine noch nicht verzierte Kerze bekommen, die Sie dann individuell selbst verzieren.

Zu den Riten der Tauffeier gehört auch das Anlegen eines weißen Taufkleides. Bitte klären Sie vorab, ob in Ihrer Familie ein Taufkleid vorhanden ist. Sollte Ihr Kind schon etwas größer sein, kann das Kleid auch symbolisch übergelegt werden. Falls kein Taufkleid vorhanden ist, kann auch ein Kleid der Kirchengemeinde für die Feier zur Verfügung gestellt werden.

In St. Marien führen wir ein „Tauferinnerungsbuch“. Darin werden alle Taufen, die in St. Marien gespendet werden, eingetragen. Alle Mitfeiernden unterschreiben dort und es wird ein Foto des getauften Kindes eingeklebt. So können die Kinder in einigen Jahren, z.B. im Rahmen der Vorbereitung auf die Erstkommunion, diese Erinnerung an ihre Taufe einsehen. Dazu benötigen wir ein Foto des Kindes in der Größe 9x13 oder 10x15 cm.

„Katholisch für Anfänger“: Was bedeutet Taufe?